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warum wir eritreischen Jugendlichen unsere Heimat verlassen und warum so viele von uns nicht in europa ankommen

Eritrea ist im nordöstlichen Afrika. Eritrea hat 6 Millionen Einwohner*innen. ln Eritrea war von 1962 bis 1991 Krieg. Der eritreische Präsident heißt Eseyas Afewerki. Er ist seit 1993 der einzige Präsident. Er ist ein Diktator. Wenn jemand kritisch über seine Politik spricht, kommt er direkt ins Gefängnis. Deswegen verlassen die Jugendlichen ihre Heimat, weil es da keine Demokratie gibt.

Die meisten Erwachsenen müssen zum Militär, obwohl sie andere Ziele haben. Dann verlassen sie ihre Heimat und ihre Familien. Nun gehen sie zu anderen Kontinenten: nach Europa, Amerika, Asien, Australien oder in andere Länder in Afrika. Nach Europa zu kommen ist schwer. Viele sterben in der Sahra, in Libyen und im Mittelmeer.

Jetzt, in 2019, sind mehr als 7000 Menschen aus Eritrea in Libyen. Manche davon sind im Gefängnis und manche bei Schleppern. Die Schlepper verkaufen die Menschen wie Waren. Da gibt es nicht genug zu essen und zu trinken, außerdem sind die meisten krank oder haben Allergien wegen der dreckigen Kleidung.

Als ich 2015 da war, war es besser als jetzt, da man Geld bezahlen konnte, um durch das Mittelmeer mit dem scheiß Boot zu fahren. Drei bis vier Stunden braucht ein großes Schiff nach Italien. Wenn die Italiener oder beispielsweise Sea Watch sie nicht mit dem Boot retten, ist es schwer hinzukommen.

Deswegen sterben vielen Menschen im Mittelmeer.

Aber jetzt können sie gar nichts machen. Es gibt manche, die drei- oder viermal bezahlt haben und trotzdem nicht nach Europa kommen. Die einzige Möglichkeit ist, dass der Jugendliche, der es nach Europa geschafft hat, auf die Straße geht und für ihre Rechte kämpft, damit die anderen das Gefühl haben, dass jemand für sie da ist.

Ich hoffe, dass sie bald aus Libyen rauskommen, entweder nach Sudan oder nach Europa. Ich bin mir sicher, dass sie gestresst sind. Ich weiß, wie schlecht es da ist. Seit 2018 kämpfen viele Leuten aus Eritrea in Europa, damit sie Hilfe bekommen.

Ich hoffe, dass Eritrea bald gut wird und alle, die im Ausland sind, ihre Familien wiedersehen.

Sdetna yehxrelna balu fetari.

Das bedeutet auf Deutsch: Bitte Gott kurz vor unserer Flucht selbst.