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Im Kopf findet sie statt Wie ein Sportlerinnen-Interview zu mir redete

Wir sind nun drei Jahre in Köniz am Arbeiten. Die Coronazeit war eine heftige Prüfung für uns. Wir dachten, das könnte für uns als kleine Gruppe das Ende sein. Aber dem war nicht so.
Harry Pepelnar, FokusKöniz

Es gab Zeiten in dieser Coronaphase, wo ich unsere Gemeinde nicht mehr spürte. Obwohl wir uns im Zoom zu Gottesdiensten und Gebetsstunden trafen, war eine Distanz da. Anfangs waren wir noch begeistert von der Technik. Aber zunehmend hatte ich Angst, dass die Gemeindegründung nicht mehr zustande kommt.

Bis Gott zu mir durch ein Interview mit Jolanda Neff sprach: Die beste Moutainbikerin der Welt hatte eine schwere Verletzung (Milzriss) und konnte deswegen lange nicht trainieren. Sie war gerade wieder auf Erfolgskurs zurück, als sie zu einem ausführlichen Interview im Sportpanorama eingeladen wurde. Die einzige Medaille, die ihr noch fehlt, ist eine olympische. Der Reporter kam daher auf die Olympiade 2021 in Japan zu sprechen und auf die Möglichkeit, dass dieser Anlass eventuell gar nicht stattfinden wird, wenn Corona immer noch wütet. Wie sie denn damit umgehe.

Jolanda Neff lächelte und sprach: In ihrem Kopf finde die Olympiade 2021 statt. Darum gebe sie jetzt in der Vorbereitung alles und sie freue sich sehr darauf. Würde sie dann nicht stattfinden – könne sie ja dann immer noch in die Ferien gehen!

Das hat mich so getroffen und ich wusste: das war eine Botschaft für mich. Und so packte ich auch die Nach-Corona-Zeit an: Für mich findet die Gemeindegründung in Köniz statt! Und ich gebe alles dafür und ich freue mich daran. Und würde sie nicht stattfinden…

Und so staunten wir, dass die ersten Gottesdienste im Juli wieder gut besucht waren und im August überdurchschnittlich gut. Unsere Kerngruppe war wieder voll motiviert dabei und ist zusammen gewachsen. Wir lieben es, am Sonntag in die Gemeinde zu gehen!

Nummer 5

Und dann ging eine weitere Türe auf. Dass wir nur Räume am Sonntag mieten können und die noch relativ teuer sind, war schon länger ein Thema. Immer wenn ich aus unseren Räumen zum Fenster hinaus sah, dann blickte ich auf eine ehemalige Packerei, die letztes Jahr Konkurs ging. Das wären die richtigen Räume, dachte ich. Als wir im Prättigau in den Ferien waren, kam in der ersten Woche über Immoscout das Inserat, dass in dieser Packerei befristet Räume zu vermieten sind. Und das in meinen Ferien! Ich war zu weit weg! Aber da lächelte mir Jolanda Neff von einem Bus in Altstätten zu (siehe Bild oben) und ich wusste wieder: Wir werden diese Räume bekommen und ich darf in Ruhe Ferien machen. Und wenn wir sie nicht bekommen…

Und wir bekamen diese Räume. Wir dürfen nun ab 1. Oktober die alte Mensa der Fabrik mieten. Das sind gut 200 m2 und das wird unser neuer Gottesdienst-Raum. Im unteren Stockwerk werden die Kinderräume sein, noch einmal 50 m2. Halleluja!!

Vermerk FokusKöniz

Credits:

Erstellt mit einem Bild von Kelly Sikkema - "Hands and hand sanitizer pump"