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Sie lachen, schwitzen und laufen gemeinsam in ein neues Leben! Annika Kupka (39) und Sabrina Weimann (55) aus Marl (NRW) sind Freundinnen. Auf ihrem Weg haben sie schon viel an Gewicht verloren. Genauer gesagt: Zusammen über 112 Kilogramm und jede Woche werden es weniger!

Coach Andreas Schilasky treibt die sportliche Gruppe an.
Annika (rechts) und Sabrina haben sich gegen ihr Übergewicht entschieden.

Annika und Sabrina gehen schon seit den Jahren, als ihre Kinder noch klein waren und die Freundschaft begann, durch Dick und Dünn. „In unserem Leben gehörten Kuchen, Pommes und süße Sachen dazu. Sie waren unsere ständigen Begleiter. Mehrmals am Tag haben wir gegessen, ohne auf die Kalorien zu achten. Wenn wir uns zum Kaffeeklatsch getroffen haben war das selten ohne Sahnekuchen. Das hat sich seit Januar 2019 geändert, denn da haben wir beschlossen - SO geht es nicht mehr weiter!“

Beide Frauen betonen, dass sie in jüngeren Jahren sportlich waren. „Bewegung hat uns immer Spaß gemacht. Das war dann irgendwann durch Kinder, Familie und Beruf zu Ende…“

"In 18 Jahren kamen 80 Kilogramm Körpergewicht dazu…", sagt Friseurmeisterin Annika Kupka (39).

Foto: Privatfoto

"Im Büro gibt es mal Kuchen, der mitgebracht wird oder Schokolade, die auf dem Konferenztisch steht. Natürlich muss ich da nicht zugreifen, aber die Disziplin zu widerstehen, für mich selbst mal „Nein!“ zu sagen, habe ich über viele, viele Jahre nicht gehabt", blickt die Verwaltungsangestellte Sabrina Weimann kritisch zurück.

Foto: Privatfoto

Annika Kupka (39) ist Friseurmeisterin. „Ich stehe die meiste Zeit während meiner Arbeit oder sitze. Ich habe unregelmäßig gegessen - aber dafür viel zu oft und über den Tag verteilt viel zu viel Kalorien zu mir genommen. Das hat sich dann alles aufsummiert. In 18 Jahren kamen 80 Kilogramm Körpergewicht dazu…“ Sie kann es kaum glauben, wenn sie sich alte Fotos anschaut.

„Der Höhepunkt lag bei über 140 Kilogramm und war gleichzeitig auch mein persönlicher Tiefpunkt. Meine Ärztin warnte mich vor den Konsequenzen des Übergewichts. Bluthochdruck, Kurzatmigkeit… meine Blutwerte waren bedrohlich und dennoch habe ich es ignoriert. Das „süße“ Leben und die Kalorien waren zu verlockend für mich. Ich konnte daran nicht vorbei gehen. Wenn ich ehrlich bin zu mir, war es eine Sucht nach Zucker, die mich lange davor zurückgehalten hat, etwas gegen mein Übergewicht zu tun. Aus heutiger Sicht muss ich ehrlich sagen, dass ich gesundheitlich vor einem Abgrund stand - und es nicht wahrnehmen wollte.“

Annika (39): "Wenn ich ehrlich bin zu mir, war es eine Sucht nach Zucker, die mich lange davor zurückgehalten hat, etwas gegen mein Übergewicht zu tun."
Sabrina (55): "Meine körperlichen Alarmsignale waren auch vorhanden. Treppenstufen konnte ich ohne Schnaufen nicht mehr steigen, dabei war ich mal sportlich.“

Freundin Sabrina Weimann (55) stimmt ihr zu. „Mein negativer Gewichtsrekord lag bei über 120 Kilogramm… Meine körperlichen Alarmsignale waren auch vorhanden. Treppenstufen konnte ich ohne Schnaufen nicht mehr steigen, dabei war ich mal sportlich.“ Sabrina arbeitet als Angestellte bei einer Stadtverwaltung. „Mein Arbeitsalltag besteht aus Sitzen. Viel Sitzen. Im Büro vor meinem Schreibtisch, bei Meetings mit den Kollegen. Dann gibt es mal Kuchen, der mitgebracht wird oder Schokolade, die auf den Konferenztisch steht. Natürlich muss ich da nicht zugreifen, aber die Disziplin zu widerstehen, für mich selbst mal „Nein!“ zu sagen, habe ich über viele, viele Jahre nicht gehabt.

Privat ging es dann weiter. Essen, naschen. Große Mahlzeiten, kleine Leckereien. Mal hier ein Stück Schokolade, dort ein Kuchen, Eis oder Pommes. Rückblickend weiß ich selbst, wie mein Übergewicht entstand und lange Zeit geblieben ist. Es war einfach nur bequem, immer zu essen - ohne darauf zu achten, dass diese Kalorien wieder abgebaut werden müssen.“ Zwischendurch haben sie es „versucht“, erklären die Freundinnen: „Wir haben jede Diät ausprobiert, die uns in die Finger kam: FdH („Friss die Hälfte“), Paleo, Atkins, Quark, Eier-Diät, Low Carb, Fasten, Clean Eating, Weight Watchers und was da sonst jede Woche noch so alles in den Frauenzeitschriften empfohlen wird. Am Ende blieb der berüchtigte „Jo-Jo-Effekt“ unser „bester“ Begleiter!“ Frustriert und ernüchtert gaben sie schließlich auf…

"Disziplinierter Sport, funktionales Training, ohne viel Schnick-Schnack, ist die effektivste Methode schlank zu werden - und zu bleiben!" Personal-Trainer Andreas Schilasky
Es geht ihm darum, mit dem Training eine neue Einstellung für ein schlankeres Leben zu vermitteln.

Ausgerechnet bei einem Essen mit ihrer Freundin Annika und weiteren Freundinnen beschlossen die Damen: „Wir hören jetzt auf damit! Denn wir gefährden damit uns selbst, unsere Gesundheit. Dieser Weg musste beendet werden!“

Stopp mit den Kalorien - aber wohin dann und wie schaffen wir das? „Im Fitnessstudio haben wir uns nicht wohlgefühlt. Das war unangenehm, sich mit Übergewicht in die Sportklamotten zu werfen und neben anderen - schlanken, sportlichen - Menschen zu trainieren. Davor hatten wir Hemmungen.“

Das intensive Training macht ihnen Spaß.

Personal-Trainer Andreas Schilasky (58) vom Sportverein „TuS Gahlen“ kann diese Ängste verstehen, möchte solche Hürden auf dem Weg zu einem neuen, sportlichen Leben abbauen. „Das darf kein Hindernis sein, wenn die Damen sich verändern wollen. Da setzen der Verein und ich an. Wir bieten schon seit vielen Jahren ein individuelles Training für Menschen mit Adipositas an. Es ist auf sie abgestimmt, hier schaut niemand komisch. Im Gegenteil! Ich treffe meistens auf sehr mutige Menschen - in unserem Fall eine Frauengruppe - die ihr Leben aktiv in eine bessere Richtung bringen, wenn sie ihr Übergewicht durch Sport dauerhaft reduzieren“, sagt Andreas Schilasky. „Diäten alleine helfen da nicht weiter, wenn es nachhaltig sein soll. Disziplinierter Sport, funktionales Training, ohne viel Schnick-Schnack, ist die effektivste Methode schlank zu werden - und zu bleiben!“ Coach Andy steht auf seinem Shirt und einen Coach, der mit ihnen gemeinsam und konsequent den sportlichen Weg geht, brauchen die Damen, wenn die überschüssigen Kilos für immer verschwinden sollen.

Nur eine Yoga-Matte und die Damen können überall trainieren.

„Der größte Feind ist der innere Schweinehund. Wer „nur“ etwas fitter werden möchte, nicht dranbleibt, wird sein persönliches Gewichtsziel niemals erreichen. Es geht mir darum, mit dem Training eine neue Einstellung für ein schlankeres Leben zu vermitteln. Eine Einstellung, die auch jeder durchhalten kann, der bei uns mitmacht. Ich möchte, dass sie es über den Kurs hinaus leben und davon überzeugt sind, ihr Wunschgewicht zu erreichen.“ Das gibt Andreas Schilasky als Ziel vor jedem Kurs aus: „Pillen, Pülverchen oder Wundermittel, alles vermeintliche „Geheimrezepte“, die nicht funktionieren. Es gibt kein Geheimnis. Ich muss die Kalorien, die ich zu mir nehme, wieder „verbrennen“, ansonsten bleiben sie auf den Hüften. Das geht am besten durch Sport. So einfach ist das - und doch so schwer. Denn es geht ums Sport machen!“

Coach Andy bezeichnet sich als Überzeugungstäter, ist von seinem Konzept überzeugt. „Er ist stolz auf die Erfolge „seiner“ Damen: „Sie werden für ihr sportliches Engagement belohnt. Sie strahlen, wenn sie von ihrer Waage berichten. Vor jeder Sportstunde sprechen wir auch über den Alltag und was sich alles für sie verändert hat, seitdem die Kilos purzeln.“

„Der größte Feind ist der innere Schweinehund", sagt Coach Andy.

Doch vor den kleineren Zahlen auf den Waagen kommen die Mini-Hanteln, die Yoga-Matte und das Laufen. In Corona-Zeiten trainieren Annika, Sabrina und die Sportgruppe „Open Air“, draußen auf dem Rasenplatz des „TuS Gahlen“.

Vor ihnen hüpft, springt, dehnt, reckt und streckt sich Coach Andy. Mal mit kleinen Hanteln in den Händen, mal im Liegestütz auf dem Boden. Zwischendurch läuft die Gruppe, dreht ihre Runden über den gepflegten Rasen. Annika und Sabrina schwitzen, sehen dabei glücklich aus. Zufrieden über das Gewicht, das sie bei jedem Training verlieren.

Bis zu dreimal pro Woche trainieren sie mit dem Personaltrainer. In der verbleibenden Zeit treffen sie sich zum Schwimmen oder kochen auch mal fettarmes Essen. „Mit der Entscheidung für den Sport im Januar 2019 hat sich unser Leben komplett verändert“, sagen die beiden aus Überzeugung. Das Ergebnis konnten sie auf ihren Waagen und in den Gesichtern ablesen. Annika strahlt: „Ich bin ganz nah dran an meinem Ziel, mindestens 80 Kilogramm zu verlieren! Für die Zunahme habe ich 18 Jahre gebraucht, nun sind es wahrscheinlich nicht mal zwei Jahre, bis ich diesen Ballast wieder verloren habe.“

"Da geht noch viel mehr!", sagen die beiden Freundinnen.

Freundin Sabrina spricht von neuem Selbstbewusstsein, das ihr der Sport und vor allem der eigene Wille, ihr Leben zu ändern, gegeben haben. „Es ist kaum zu glauben, dass ich mal so schwer war und es nicht ändern konnte oder wollte. Ich bin heute sehr glücklich darüber, wenn meine Waage fast 40 Kilogramm weniger anzeigt, als ich gestartet bin. Da ist noch mehr drin! Wir hören jedenfalls nicht auf und machen weiter.“

Personaltrainer Andreas Schilasky möchte auch anderen Frauen helfen, ihr Traumgewicht zu erreichen - wenn sie den Willen dazu haben und durchhalten. „Es bringt nichts, mitten drin aufzuhören oder aufzugeben. Das Weitermachen bringt die Erfolge und das schaffen wir gemeinsam in der Gruppe.“

Handykamera einschalten und scannen.
Handykamera einschalten und scannen.

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