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Tête-à-Tête für eine Nacht test citroEn Campster

Ein Bulli aus Frankreich

Könnte man so sagen, aber nicht ganz, denn zum Campingbus wird der Citroën SpaceTourer erst, wenn der bayerische Wohnmobilspezialist Pössl daraus den Campster macht. ADVENTURE-magazin.de konnte für 24 Stunden den Campster unter die Lupe nehmen, sprich ausprobieren. Unser erster Eindruck: sieht aus wie ein VW California auf Basis des T5.

Bei der Übernahme der Fahrzeuge standen ein VW T5 und ein Campster friedfertig nebeneinander und das Auge sagt: gleiche Größe.

Ja, die Ähnlichkeit zum California ist gegeben und auch die Abmessungen sind nahezu identisch. Citroën Pössl Campster: Länge 4,95 m Breite 1,92 m, Höhe 1,96 m (VW California: Länge 4,90 m Breite 1,90 m, Höhe 1,99 m), also kompakte Abmessungen wie ein PKW und passt von der Höhe her auch noch gut in Parkhäuser und auf öffentliche Parkplätze mit Höhenbeschränkung (in vielen Nachbarländern weit verbreitet). Den Pössl Campster gibt es mit 1,6-l-Motor, wahlweise mit 95 und 115 PS und einem 2.0-l-Diesel-Motor mit 150 oder 180 PS. Die 95-PS-Variante gibt es ab 37.999 Euro und den California Coast mit 102-PS-Diesel ab 52.806,25 Euro. Je nach Ausstattungsvariante und Extras kommt natürlich noch der ein oder andere Euro dazu.

Bei einem Leergewicht von um die 2,5 Tonnen präferieren wir eindeutig die 150-PS-Varianten, wir wollen ja am Berg nicht verhungern und da liegt der Grundpreis vom Campster bei 39.999 Euro und beim Coast bei 58.196,95 Euro. Das regt zum Nachdenken an, oder? Weitere Vergleiche wollen wir hier gar nicht anstellen, dazu müssten wir beide Fahrzeuge, über einen längeren Zeitraum, ausgiebig testen, das können wir nicht.

Wer mehr wissen will, über Art der Motoren, Schalt- oder Automatikgetriebe, Ausstattungsmöglichkeiten usw., kann sich hier die 24-seitige Campster Produkt-Broschüre als PDF herunterladen.

Die Ausstattungsliste beim Campster ist überschaubar, darunter u. a. ein Navigationssystem mit Head-up-Display, diverse Sicherheitspakete und seitliche Schiebetüren mit Keyless-Entry, die sich öffnen und schließen lassen, ohne den Türgriff betätigen zu müssen. Mit einer einfachen Fußbewegung unter der Ecke der hinteren Stoßstange entriegelt sich das Fahrzeug und die Schiebetür öffnet sich automatisch an der Seite, an der man steht. Na ja, wer's braucht. Denn serienmäßig sind die wichtigsten Dinge wie Küche, Bett, Dachbett, Klimaautomatik, Klimaanlage hinten, Regensensoren, Berganfahrhilfe und Tempomat schon dabei. Wir würden zusätzlich eine zweite Schiebetür (ab 550 Euro und wegen des herausnehmbaren Küchenmoduls sehr zu empfehlen) und die Rückfahrkamera haben wollen, diese gibt es im Paket mit der Einparkhilfe ... für 1.310 Euro.

Variabler Küchen- und Wohnbereich © Fotos Citröen

Die Vordersitze lassen sich drehen und so können – mit der verschiebbaren Zweier-Sitzbank – bei schlechtem Wetter* vier Personen am Tisch sitzen und essen. * Das sagen wir mal so, denn bei schönem Wetter sollte man draußen sitzen und die Natur genießen.

Der Küchenblock zum Herausnehmen.

Der Küchenblock beherbergt einen Zweiflammgaskocher, eine Spüle, die dafür notwendige Wasserversorgung, die Gasflasche für den Kocher und Schubladen für alle Kochutensilien. Zusammen wiegt das Ganze rund 50 Kilo. Wie schon erwähnt, kann der Küchenblock herausgenommen werden. Das halten wie für eine sehr gute Idee, denn wer will schon im Fahrzeug richtig aufkochen und im Innenraum Fettspritzer gleichmäßig verteilen. Und wer putzt das wieder ab? Nein, auch kochen sollte man draußen oder unter dem Vorzelt in freier Natur.

Ein Bett, ganz für mich allein. Ich hab geschlafen wie ein Murmeltier.

Das Bett ist ratz fatz gemacht. Liegefläche oben im Aufstelldach: 190 x 110 cm, unten: 212 x 112 cm.

Genügend Stauraum in den Fächern links und unter der Liegefläche
Ein Fahrradträger lässt sich auch montieren.

Beim Fahren vergisst man schnell, dass man ein Campmobil steuert, denn der Campster fährt sich wie ein ganz normaler Pkw.

Die Citröen Pössl Campster Armada.

Wir finden, der Citröen Pössl Campster ist, in der richtigen Ausstattung, ein rundum gelungenes Campmobil.

Nichts zu meckern?

Ja doch, wir wünschen uns den Campster mit Allradantrieb, einen Tick mehr Bodenfreiheit und einem kurzen ersten Gang. Damit würde er Schlechtwege tauglich und könnte Orte erreichen, die andere Wohnmobilnutzer nie zu Gesicht bekommen. Na ja, man wird ja noch träumen dürfen.

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Created By
Herbert Worm
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Credits:

Citröen Pössl, Wolfgang Groeger-Meier, Herbert Worm.

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