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Wir beten nicht Jürg Wüthrich

Kürzlich machte ich im Rahmen meines Masterprogramms einen Kurs über «Missionale Leitung». Der Professor hat eine Gemeindegründungsbewegung in Deutschland injiziert. Unter anderem sagte er:

«Wer bei uns Gemeindegründer sein will, muss sich verpflichten, mindestens eine Stunde im Tag dem Gebet zu widmen. Ohne Gebet kommen keine Menschen zum Glauben und können keine Gemeinden gegründet und aufgebaut werden.»

Es gibt wenig Christen, die behaupten, Gebet sei völlig unwichtig. Doch wenn man das Leben der Christen anschaut, könnte man das manchmal meinen. Gebet ist da eine Randerscheinung des Lebens. Für mich ist Gebet der Ausdruck meiner Abhängigkeit von Jesus Christus. Und diese Abhängigkeit ist dermassen gross, dass ich mir normalerweise einiges über eine Stunde pro Tag dafür Zeit nehme. Aber nicht, weil ich muss, sondern weil ich weiss, dass ich die Vision Europa nicht aus eigener Kraft leiten kann.

Inspirierend fand ich die Worte von Siegfried Kettling:

«Wir beten nicht, um Gott zu informieren – denn das würde heissen, er weiss nichts. Wir beten nicht, um Gott zu motivieren – denn das würde heissen, er will nicht. Wir beten nicht, um Gott zu aktivieren – denn das würde heissen, er kann nicht. Sondern wir beten, weil wir des Gesprächs mit dem Vater bedürfen, und um unseren Willen in seinen Willen zu legen.»

In diesem Sinn bin ich sehr dankbar, dass viele hinter unseren Gemeindegründern stehen und für sie beten. Damit werden die Beter selbst zu Missionaren und klinken sich in Gottes Auftrag ein.

Danke. Jürg Wüthrich, Leiter Mission FEG Schweiz