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Ostern feiern

Gründonnerstag

Gründonnerstag stellt das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden in den Mittelpunkt. Dabei zeigt er ihnen, was wirklich wichtig ist: sich gegenseitig zu dienen. Deshalb wäscht er den Freunden die Füße, deshalb bricht er Brot und Wein mit ihnen.

Gründonnerstag heißt der Tag übrigens nicht, weil irgendetwas „grün“ ist. Das „grün“ kommt vom altdeutschen Wort greinen, d.h. weinen, klagen.

In der Nacht zum Karfreitag denken Christinnen und Christen an die letzte Nacht Jesu, die er wach verbracht und intensiv mit Gott gesprochen und gehadert hat.

Was ihr tun könnt… mit dem Kopf

Erzählen: Die Geschichte der Befreiung aus der Sklaverei: Exodus Kapitel 1 – 15

Wo wünsche ich mir Befreiung, von was? Was ist Freiheit für mich? Wo fühle ich mich “versklavt”?

Woran erinnere ich mich gerne, wenn ich an meine Lebensgeschichte zurückblicke? Woran weniger?

Sich mit-teilen: was sind die zentralen Themen, die mich beschäftigen? Welche Geschichten, Texte, Musik, Bilder, Erinnerungen will ich teilen?

Wo/bzw. wofür gebe ich mich hin? Für was habe ich eine Passion, für eine Leidenschaft?

… mit der Hand:

Zusammen essen, miteinander teilen, was uns beschäftigt und was uns betrifft.

Eine feine, kleine Handmassage anbieten (dazu braucht es ein Massageöl oder Handcreme)

… mit dem Herz:

Musik:

“Leichtes Gepäck” von Silbermond. Dabei geht es um die Fragen: Was macht das Leben lebenswert – sinnvoll? Was braucht man für ein erfülltes Leben wirklich? Wenn wir am Ende stehen und auf unser Leben zurückblicken, lassen sich die wichtigen von unwichtigen Dingen unterscheiden?

Taizé: Ubi caritas et amor

Taizé: Aber du weisst den Weg für mich

Taizé; Bleibet hier und wachet mit mir

Karfreitag

Karfreitag erinnert an den Todestag Jesu. Nach der Bibel starb Jesus um die neunte Stunde, das ist bei uns 15.00 Uhr. Deshalb beginnen normalerweise um diese Zeit die Gottesdienste in den Kirchen.

Es ist ein leiser, stiller Tag, an dem viele Menschen an die Sterbenden und Toten der eigenen Familie, an die an Corona leidenden und sterbenden Menschen und an die vielen unter Ungerechtigkeit und Ausbeutung zerbrochenen Menschen der Welt denken.

Was ihr tun könnt… mit dem Kopf:

Wie tief kann jemand fallen und trotzdem Würde bewahren? Surprise Online

Wir denken an Menschen, die sich verlassen fühlen oder nicht mehr unter uns sind. Und an Menschen, die liebe Menschen in dieser Zeit des Corona verloren haben, an jene, die um das Leben ihrer Lieben bangen. Wir denken an Menschen, die Angst haben, Menschen die sich eingeengt fühlen.

Was sind die „Tod bringenden“ Mechanismen in unserer Welt?

… mit der Hand:

Wir zünden als Zeichen der Erinnerung an unsere lieben Menschen und als Zeichen der Hoffnung eine Kerze an.

Wir sammeln dürre Äste, die uns an alles Abgestorbene erinnert - oder Dornenzweige für alles, was schmerzt und sticht. Diese legen wir an einen Ort in der Wohnung (Tisch, Kommode).

… mit dem Herz:

“Streets of Philadelphia” ist ein im Frühjahr 1994 veröffentlichtes Lied des US-amerikanischen Rockmusikers Bruce Springsteen. Es ist ein melodisches Klagelied, begleitet von Synthesizer-Klängen und einem Drumcompter. Der Songtext deckt sich weitest gehend mit der Klage aus Psalm 22, welche Jesus in den Mund gelegt wurde: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“

Carolin No: Hände

Johannes-Passion von J. S. Bach

Karsamstag

Wer rollt den Stein weg vom Grab?

Vielleicht ist heute Zeit, sich kurz an den Tisch zu setzen und einigen Gedanken nachzuhängen.Heute ist der Tag des Stillstands. Jesus ist gestorben und begraben, nun passiert erst einmal nichts. Diesen Tag mitzugehen und zu erspüren, was er meint, ist in diesem Jahr vielleicht einfacher.

Stillstandserfahrungen haben wir in den letzten Wochen viele gemacht. Heute, am Karsamstag, können wir darüber nachdenken. Wir können auch unsere Zeit des Stillstands mit der Hoffnung auf Auferstehung füllen, darauf, dass der Stein vom Grab weggewälzt wird.

Was ihr tun könnt… mit dem Kopf:

▪ Über den Sinn des Lebens nachdenken: “la vita in scattola”

▪ Ein leeres Blatt meditieren…

▪ Um was geht es zu tiefst? Vielleicht um die Klimagerechtigkeit: Hier können Sie sehen, was junge Menschen erleben: YouReport-Klimahalle

▪ Wo und wann fühlen wir uns selbst leer und nicht gefüllt? Was sind die Chancen der Leere, welche jede Krise generiert?

… mit der Hand:

▪ Einen Spaziergang machen, den Moment der Stille genießen, sich etwas Gutes tun, wie z.B. ein Bad nehmen, sich auf sich besinnen.

▪ Die Stille in einem sakralen Raum zu hören versuchen – die Kirchen stehen offen

▪ Einen Osterzopf backen

▪ Eine Osterkerze gestalten

▪ Trotz allem lässt sich in der Leere schon die Fülle, in der Trauer schon die Auferstehung erahnen. Die selbst gemachte Osterkerze in der Dunkelheit des Abends anzünden oder ein Osterfeuer machen, die am Karfreitag gesammelten toten Äste und Dornen können verbrannt werden.

… mit dem Herz:

▪ “Sitting here in Limbo” von Jimmy Cliff mit dem Songtext. Wo fühle ich mich gefangen? Was engt mich ein? Was macht mich leer?

▪ “Wartezimmer der Welt” von Herbert Grönemeyer. Die Stille als Spannung erleben. Man weiß nicht, was kommt, was da auf uns wartet. Wir wissen nicht, wie das Morgen aussieht. Gibt es Hoffnungsschimmer in diesen Zeiten?

▪ “Stille” von der Band Die Firma. Hier der Songtext

▪ Taizé: Behüte mich Gott

Ostersonntag

Die frauen am Grab
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.

Ostermontag

Emmaus 2.1 –Wenn das Herz brennt … in Zeiten wie diesen

Link zum Impuls… https://www.feinschwarz.net/emmaus-2-1-wenn-das-herz-brennt-kolumne-14/

Autor: Helmut Loder, Religionspädagoge im Ruhestand, arbeitete in der Fortbildung an der KPH Graz, schreibt und malt gerne.

Vielen Dank für die Bilder von Margrete Klein

Texte #spiritdigital Johannes Stollhof

Layout und Gestaltung Uta Schubert

Created By
Uta Schubert
Appreciate

Credits:

Margarete Klein für die Bilder