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Trotzdem...mutig probieren von Beat Abry

Paulus bittet seine Leser, für ihn zu beten (Kolosser 4, 3): «Bittet Gott, uns eine Tür für seine Botschaft zu öffnen.» Das sollte unser regelmässiges Gebet sein. Dadurch werden wir sensibel dafür, wenn Gott uns Türen öffnet. Natürlich braucht es Mut, um mit dem Gegenüber über Jesus zu reden. Aber was kann uns schon passieren? Höchstens dass man über uns ein wenig «die Nase rümpft» oder uns als «hinterwäldlerisch» einstuft. Wir werden aber sicher nicht – wie andere Christen auf unserer Welt – ins Gefängnis kommen oder als Märtyrer sterben.

Natürlich gehen nicht alle Türen auf. In einem Hotel sitze ich mehrere Abende lang einem Geschäftsmann gegenüber. Wir haben viele interessante Gespräche über Gott und die Welt. Aber irgendwie bringe ich es nicht auf den Punkt. Eines Abends frage ich ihn, ob ich ihn am nächsten Nachmittag zu einem Kaffee einladen darf. Gerne nimmt er die Einladung an. Als wir beim Kaffee sitzen, sage ich ihm: «Wir hatten in den letzten Abenden viele wertvolle Gespräche. Sie wissen, dass ich Pfarrer bin. Hätten Sie Interesse, dass ich Ihnen das Evangelium kurz erkläre?» Offen antwortete er, dass er nicht interessiert sei. Aber das war kein Problem: Fröhlich haben wir den Kaffee getrunken und über andere Dinge gesprochen.

Viel Mut wünscht Ihnen Ihr Beat Abry

Credits:

Erstellt mit einem Bild von Paweł Czerwiński - "Another picture I took today at the botanical garden. I admit they painted the door the color corresponding to the place ;)"