Letzte Schritte nach Dänemark Die letzte Etappe von der Adria zur Ostsee

Es geht also wieder weiter. Endlich.

Die letzte Etappe von Muggia (Triest) an der Adria nach Flensburg an der Ostsee. Abschließend noch ein kurzer Abstecher nach Dänemark.

25. bis 29. Mai 2016

Scheeßel, Station für eine Nacht. Die Übernachtung in Scheeßel macht eine Anreise am Mittwochabend erst möglich. Gleichzeitig ist Scheeßel eine vorweg genommene Erinnerung an ein wunderbares Hurricane-Festival in vier Wochen.

Für die Zeit nach Mitternacht bis zum frühen Morgen lohnt kein Zeltplatz, auch kein Zelt. Eine unvollständige, kurze Nacht findet ihre perfekte Ergänzung in einem unvollständigen, rohen Neubau.

Übernachtung im Rohbau nahe dem Bahnhof

Der Boden scheint zwar hart, passt sich in den obersten Staubschichten aber wunderbar meinem Körper an. So schlummere ich sanft dem Morgen entgegen. Die Vögel habe ich auf sechs Uhr gestellt: Zwitschern bitte!

Das Andreaskreuz, Zeichen des Europäischen Fernwanderweges E1, wird mich die nächsten Tage immer wieder Richtung Norden begleiten.

Bevor ich auf dem E1 losgehen kann, muss ich in Eckernförde den Zug verlassen. Beim Durchsehen von Bildern habe ich allerdings meinen Bahnhof verpasst. Also einen Bahnhof weiter und dreißig Minuten später wieder zurück. ☺️

Glücklicherweise hält das Wetter den ganzen Tag. Seit Mittag kündigt die Wettervorhersage zwar immer wieder in einer Stunde Regen an. Aber ich bin zu schnell. Ich bin einfach zu schnell für den Regen. Die Stunde Abstand zum Regen bleibt. Bis ich abends einen vegetarischen Burger esse. Dafür brauche ich eine Stunde und: der Regen ist da.

Schön, dass es einen Unterstand gibt, in dem sich der Regen eine Weile abwarten lässt. Und das mit schöner Aussicht auf das Haddebyer Noor.

Haddebyer Noor

Allein. Mein.

Ist es nicht traumhaft schön hier?

Windebyer Noor

Übernachtung im großen Hotel Erde, dem größten auf unserem Planeten. Zwar nur im winzigen Einzelzimmer, dafür mit riesiger Badewanne, die ich am Morgen eifrig benutze.

Das Hotel Erde hat allerdings auch Nachteile. Das Badewasser ist sehr kalt und der Frühstücksraum sechs Kilometer entfernt.

Was mich antreibt? Dr. Karg:

So köstlich

Mittagspause auf dem Steg in herrlicher Umgebung.

Danach zur nahegelegenen Badestelle und ein bisschen geschwommen.

Badestelle

Leider war das Wasser sehr schmutzig. Da kam die praktische Wandererdusche wie gerufen. Ich konnte nur den Heißwasserknopf nicht finden...

Mit Umkleide und Dusche

Endlich am Ziel: ein wunderschöner Zeltplatz mit Froschtümpel. Ich hoffe, die Frösche wissen, dass um 22 Uhr Nachtruhe ist.

Idylle
Ein Frosch? Zwei? Noch mehr?

Vor der Nachtruhe noch schnell Pipi machen. Dabei habe ich leider auf eine Schlange uriniert. Die nahm das sehr gelassen und ist schnell weggeschlängelt. Sorry, Schlange!

Urinal-Schlange

Heute Nacht riskiere ich das Schlafen ohne Außenzelt. Sterne, ich sehe euch! Benehmt euch und haltet mir den Regen fern!

Sleep-Shuttle zu den Sternen

Man trifft sich.

Klaus macht eine Fahrradtour nach Oslo. Er hat mich auf einen frischen Kaffee eingeladen. Vielleicht kann ich mich einmal revanchieren. Wir schnacken ein bisschen und tauschen Tipps und Tricks aus. Ich nehme einige schöne Kniffe mit nach Hause. Danke!

Gute Reise, Klaus!

Mit dem Fahrrad nach Norwegen

Und dann Flensburg! FLENSBURG! Das Ziel einer langen Reise.

Manche Dinge müssen sofort erledigt werden:

Trinken ist so wichtig beim Wandern

Im Hafen von Flensburg findet ein Biker-Gottesdienst statt. Glücklicherweise gibt es vorher noch etwas Sinnvolles: Rockmusik.

Motto übrigens: Für Menschen und Maschinen in Not. ☺️

Sitting in the Dock of the Bay

Da kommt Klaus angeradelt. Dieses Mal habe ich das Getränk. Wir teilen uns mein letztes Bier.

Like a Rolling Stone

Die Ostsee. Endlich. 13 Grad. Herrlich.

👍

Jetzt noch ein Lager und der gemütliche Teil des Abends beginnt.

Die Ostsee und ich

Nebenan zelten ein paar Kids aus Flensburg und grillen. Sie wollen nicht zu laut werden. Aber das dürfen sie.

Das doppelte Dach

Allerdings ist mit der Jugend von heute nichts mehr los. Statt in eine Wetter-App zu schauen, hören sie auf ihre Eltern, die vor Regen warnen. Es ist nachts trocken, trocken, trocken... Zugegebenermaßen, das Dach über den Zelten sieht schon toll aus.

Ein letzter Blick auf den Lagerplatz von letzter Nacht (Bildmitte, am Waldrand).

Blick zurück

Vielleicht zum Abschluss noch eine Runde Karussell fahren? Leider nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten möglich. Dann ein anderes Mal.

Nur in Begleitung

So nehme ich Abschied, danke dem Universum und umarme es fest.

Ein Hauch von ich

Und noch ein letztes Plopp. Und was für eines. Die Aufmerksamkeit der wenigen Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz ist geweckt. Prost!

Plopp! Prost!

I feeeeel good, di-da-di-da-di-da-daaaa!

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.