Durchschnitt ist kein Maß Vater-sohn-unternehmen mit langer tradition

Wenn in Berlin oder Brandenburg die weißen 7,5-Tonnen-Kühltransporter mit dem Zeichen der Kirsche Hotels, Krankenhäuser, Kantinen oder Restaurants ansteuern, heißt es bei den Küchenchefs dort meist knapp: Fuhrmann kommt.

Fuhrmann, das ist eine Institution in der Region, ein Vater-Sohn-Unternehmen mit langer Tradition. Dieter Fuhrmann, der Grand Old Man seines Berufsstandes, kam Anfang der 1950iger Jahre als Flüchtling aus Schlesien nach Berlin, absolvierte im damaligen Hotel am Zoo eine Lehre zum Hotelkaufmann, wurde später im Hotel Windsor Barchef und machte sich 1977 mit einem Obst- und Gemüse- Großhandel selbständig. „Der Firmensitz auf einem Charlottenburger Hinterhof und 15 Kunden, die wir mit einem VW-Bulli T2 belieferten“, erinnert er sich. 1980 dann der Umzug auf den Fruchthof an der Beusselstraße und 20 Jahre später der Eintritt seines Sohnes Marcus in die Firma.

Heute beschäftigen die beiden Männer 30 Mitarbeiter, die meisten langgedient und branchenerfahren. 17 Transporter beliefern die Kunden. „Zuverlässigkeit, Serviceorientierung und Qualitätsbewusstsein, diese Eigenschaften sind Gesetz bei den Fuhrmännern und der wohl wichtigste Grund dafür, dass sich das Unternehmen im Wettbewerb der Branche behaupten kann. Klein, fein, sicher, sauber und pünktlich – diese Attribute liebt Dieter Fuhrmann besonders. „Zweite Wahl gibt es bei uns nicht, ebenso wenig, wie Kunden zweiter Klasse“, ihr vielleicht wichtigster Grundsatz.

Der Handel mit Obst, Gemüse, Kräutern und Nüssen ist kein Kommen-Sehen-Siegen-Geschäft. Erfahrung und Wissen gehören ebenso dazu, wie Leidenschaft und Redlichkeit. Von alledem haben Dieter und Marcus Fuhrmann viel und das verlangen sie auch von Ihren Mitarbeitern. „Das Verhältnis zwischen unseren Fahrern und den Küchenchefs ist entscheidend, hier bauen sich Beziehungen auf, hier ist Vertrauen nötig“, so Dieter Fuhrmann. So haben alle Fuhrmann-Fahrer feste Touren und kommissionieren ihre Ware selbst. Marcus Fuhrmann erläutert:“ Bestellungen treffen bei uns meist telefonisch nach 22.00 Uhr ein. Dann sehen die Küchenchefs, welches Obst oder welches Gemüse ihnen fehlt. Zwar haben wir auch einen Online-Shop, über den sich das digital erledigen ließe, aber der wird kaum in Anspruch genommen.“ Weil ihre Kunden eher traditionell agieren, wählen Dieter und Marcus Fuhrmann auch in Ihren Marketingaktivitäten einen konservativen Ansatz. „Bei uns gibt es kein Email-Bombardement, sondern wir reagieren sofort, wenn ein Kunde etwas braucht“, so Dieter Fuhrmann. Und sein Sohn Marcus fügt hinzu: „Uns zwar individuell und flexibel. Da kann es natürlich schon mal passieren, dass wir sonntags den Poree selbst in ein Restaurant bringen, wenn dort vergessen wurde, ihn zu bestellen.“

Nicht der klassische Außendienst, sondern die persönlichen Kontakte zählen für Dieter Fuhrmann. „Alles im Blick haben, ist besser, als nicht mehr durchzublicken“, sagen sie.

Created By
Grischa Puls
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Credits:

Fuhrmann

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