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Lockdown oder Lock Up? Diana und Chris Janke, Salamanca Spanien

Vermutlich kennt Ihr das: In den letzten Monaten wurde man mit negativen Nachrichten regelrecht überflutet. «Gestern X Neuinfizierte», «Massnahmen werden verschärft, Geschäfte müssen schliessen», «Viele verlieren ihren Job» und viele mehr. Das kann einem schwer im Magen liegen.

Auch die missionarische Arbeit hier in Salamanca wird dadurch beeinträchtigt. Unser Café, die Begegnungsplattform, um Beziehungen zu bauen und zu pflegen, müssen wir geschlossen halten. Private Treffen können zwar mit wenigen Personen stattfinden, ansonsten müssen wir auf digitale Wege ausweichen. Dadurch verlieren einige den Anschluss.

Ich bin unruhig, frage mich: Wie können wir jetzt Beziehungen zu Menschen aufbauen, die nach Gott suchen? Wie können wir die jungen Christen gut begleiten, wenn sie jetzt doch den ganzen Tag am Computer arbeiten/studieren und Videokonferenzen satthaben?

In diese Zeit spricht Gott durch einige Verse zu mir: «Wenn ihr nun mit Christus auferweckt seid, dann orientiert euch nach oben, wo Christus ist! Gott hat ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gegeben. Richtet also eure Gedanken nach oben und nicht auf die irdischen Dinge! Ihr seid doch gestorben, und euer Leben ist mit Christus bei Gott verborgen.» (Kol 3,1–3, GNB)

Den Blick nach oben richten… Was heisst das? Ganz neu wird mir klar: Gott tut auch jetzt etwas. Er ist keinesfalls beschränkt, welche Massnahmen auch immer die Pandemie mit sich bringt. Und ich habe die Wahl: Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit? Neue Beschränkungen? Das geschlossene Café? Verbote, sich zu treffen? Oder auf Gottes manchmal eher unscheinbares Wirken trotz Chaos?

Da ist eine junge Frau in den letzten Wochen durch ihren Freund und unsere Gemeinschaft Jesus viel nähergekommen. Wir laden sie zum Essen ein, haben Zeit für Gespräche. Sie bemerkt, dass Gott schon lange in ihrem Leben wirkt und sehnt sich nach dem, «was bei euch anders ist».

Ein Mann, der schon lange auf spiritueller Suche ist, beginnt sich immer mehr zu öffnen. Bei langen Spaziergängen haben wir Zeit, viele Gedanken auszutauschen und über Jesus zu reden.

Auch die spontan gestarteten kleinen Jüngerschaftsgruppen geben vielen die Möglichkeit für intensives, gemeinsames Gebet und geistliches Wachstum. Eine WG lädt dazu sogar ihren noch nicht gläubigen Mitbewohner ein, der begeistert dabei ist und viele Fragen stellt.

Das alles lässt mich dankbar sein. Der Heilige Geist bewegt weiterhin Menschen. Nichts kann ihn aufhalten! Ich möchte Dir Mut machen, Deinen Blick gerade jetzt «nach oben» zu richten auf Christus, der so viel mehr tun kann als wir uns aus menschlicher Perspektive vorstellen könnten.

Wenn du gern mehr über uns und die Gemeindeaufbauarbeit in Salamanca wissen möchtest oder uns im Gebet unterstützen möchtest, kannst du dich gern bei uns per Mail melden.

Kleingruppen

Diana und Chris Janke, c.janke@allianzmission.de