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Das war wieder richtig gut! Festival-DokuMENTATION "TANK MIT FRANK"

Das ist Günther Dowidat. Er veranstaltet in diesem Jahr das Festivaldoppel "Tank mit Frank" und "50 Jahre Woodstock" bei Münster. Wir begleiten die Organisatoren in der Woche vor der Veranstaltung und schauen dabei auch hinter die Kulissen der Großveranstaltung.

MONTAG

52.0575169 , 7.5826361 - Wer diese GPS Koordinaten in sein Navigationsgerät eintippt, landet auf einer unscheinbaren Wiese kurz hinter der münsterschen Stadtgrenze bei Sprakel. Am frühen Montagmorgen vor dem Festivalwochenende ist es hier ruhig. Das soll sich sehr bald ändern.

Es ist kurz nach 6:00 Uhr morgens, als vier Tieflader auf das künftige Veranstaltungsgelände am Max-Klemens-Kanal rollen.

Jedes einzelne Element wiegt eine Tonne.

Im jetzigen Zustand ist die Ackerfläche noch nicht festivaltauglich. Um den Untergrund für Bühne, Veranstaltungstechnik und Infastruktur tragfähiger zu machen, werden im Laufe des Tages 120 Platten verlegt und zu einer 600 Meter langen Fahrstraße zusammengefügt.

Durch die Bodenplatten ist sichergestellt, dass der Grund nicht nachhaltig beschädigt wird und schwere LKW sicher bewegt werden können. Wichtige Punkte auf dem Gelände wie Zufahrts- und Rettungswege, Toilettenbereiche und Teile des Backstage sind nun nahezu barrierefrei zu erreichen.

Zwei Stapler treffen ein. Sie sind bei den Arbeiten auf dem Gelände unverzichtbar.

Währenddessen werden die ersten Böden für die Zelte im zukünftigen Backstagebereich verlegt.

DIENSTAG

Jens Ahmann hat das Sagen auf dem Platz. Er ist der Geschäftsführer der Agentur JoE Just other Events und neben dem Booking auch für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten vor Ort verantwortlich. Er weiß genau, wann was wo passieren muss. Der Ton auf dem Gelände ist mitunter rau aber dennoch herzlich. Das Team kennt sich teilweise seit Jahren, jeder weiß, wie der andere tickt.

Das Gelände ist im Vorfeld exakt vermessen worden. Auf dem Lageplan ist alles visualisiert worden: Bühnen, Gastronomie, Wege und Absperrungen.

Jens weist die Crew ein. Heute werden die ersten von 850 Metern Bauzaun aufgestellt.

Veranstalter Günther Dowidat wirkt indes völlig entspannt. Er ist auch auf dem Platz.

"Warum soll ich nervös sein? Jetzt läuft alles und ich kann eh nichts mehr ändern. Außerdem habe ich ein gutes Team hinter mir stehen, auf das Verlass ist!"
Auch die Zeltbauer nehmen ihre Arbeit auf. In den nächsten Stunden errichten sie im Bereich hinter der künftigen Bühne ein fast 400 Quadratmeter großes Zeltdorf für Produktion, Technik, Crew und Künstler.

MITTWOCH

Einen Tag später. Die 80 Quadratmeter große Open-Air-Bühne wird aufgebaut. Auf ihr werden an zwei Tagen 16 Bands spielen.

Auf der angrenzenden Wiese werden Bereiche zum Campen und Parken eingerichtet, Toilettenanlagen treffen ein.

DONNERSTAG

Noch einen Tag haben die Veranstaltungstechniker Zeit, die Bühne mit Ton- und Lichtequipment zu bestücken. Am Abend soll der Großteil stehen. Die Stromgeneratoren wurden bereits angeliefert, ebenso die LED Lichtmasten, die das Gelände entsprechend ausleuchten sollen. Bislang ist alles im Zeitplan.

Die Feuerwehr rückt zur sogenannten Brandschau an. Hier dreht sich alles um die zentrale Frage: Kann die Feuerwehr im Ernstfall schnell und effektiv eingreifen?

Wie sind die Notausgänge verteilt? Wo sind Zufahrten für Rettungsfahrzeuge?

Die Organisatoren haben bei ihren Vorbereitungen nichts dem Zufall überlassen, sodass das Urteil der Feuerwehr am Mittag lautet:

"Alles in Ordnung."

Am Nachmittag dann der wichtigste behördliche Teil: die Bauabnahme. Mitarbeiter der Behörden nehmen unter anderem die Bühne unter die Lupe und überprüfen, ob alle Anforderungen umgesetzt und Auflagen erfüllt wurden. Erst dann darf das Publikum auf das Gelände. Schließlich: aufatmen.

"Keine Beanstandungen!"

Tank mit Frank 2019 kann starten.

FREITAG

Festivaltag. Die letzten Arbeiten werden abgeschlossen, Theken und Bierwagen beladen, Sponsorenbanner platziert.

Die Security trifft ein. Eine letzte Besprechung mit dem Einsatzleiter, bevor nun in wenigen Minuten der Einlass beginnt.

15:30 Uhr - Tank mit Frank ist eröffnet

Veranstaltungstechniker Christian Meisel von TSM - True Sound Münster (li.) hat alles im Blick. Als Stagemanager ist er die verantwortliche Person auf der Bühne, koordiniert die Künstler, den Umbau und sorgt dafür, dass der Zeitplan eingehalten wird.

Für den guten Sound auf der Bühne sorgt der Monitormischer, für das, was das Publikum vor der Bühne hört, ist der FOH-Mischer zuständig.

Auf der Open-Air-Bühne und der kleineren Bühne im Biergarten werden sich nun die Bands die Klinke in die Hand geben, bis irgendwann weit nach Mitternacht die Lichter ausgehen.

Das ist übrigens André Zivic von zivic | media. Er ist dafür verantwortlich, dass ihr überhaupt auf das Festival aufmerksam geworden seid. André hat im Vorfeld die Werbetrommel gerührt und dafür gesorgt, dass ihr in den Social Media Kanälen stets auf dem Laufenden wart. Ach ja, das ist sein Outfit für den "50 Jahre Woodstock"-Samstag.

Veranstalter Günter Dowidat zieht Bilanz.

Sein Fazit:

"Dieses Festival hat mich sehr überrascht und völlig überzeugt."
Uns bleibt nur eines übrig zu sagen: Das war wieder richtig gut!

Fotos: JoE - Just other Events / Jens Ahmann, ALLES MÜNSTER / Stephan Günther, Thomas Hölscher, Thomas M. Weber, Michael Wietholt

Umsetzung: Thomas Hölscher

Schlussredaktion: Michael Bührke

Mit freundlicher Unterstützung von:

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