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Innenhafen CITYGUIDE DUISBURG edition NO. 1

Ob Barcelona, Berlin oder Hamburg: Viele europäische Metropolen schaffen mit ihren in Hafen- oder Flussnähe gelegenen Industrie- und Handelsgebieten neue, spannende und innovative Lebensräume. Gerade da, wo man lange mit dem Rücken zum Wasser lebte, gewinnt das Wasser als identitätsstiftende Mitte zunehmend neue Wohn-, Arbeits- und Freizeitviertel zurück. Mit seinem typischen Mix aus restaurierten Speichergebäuden und Neubauten in First-Class-Architektur steht der Innenhafen Duisburg exemplarisch für die Verwandelbarkeit citynaher Hafen- oder Industrieareale in hochattraktive Stadtviertel am Wasser. Für die Verantwortlichen in Stadt und Land setzt er dabei das Signal, daß die Erneuerung von industriellem Erbe geprägter Areale nicht nur eine Herausforderung, sondern auch die historisch einmalige Chance bedeutet, unseren Städten ein neues Profil und entscheidende Impulse für ihre Zukunft zu geben. Es ist schön, zu wissen, dass unser Lieblingsplatz in Duisburg den Weg in so viele Herzen gefunden hat. Und es macht uns ebenso glücklich wie stolz, an der Erfolgsstory Innenhafen mitgeschrieben zu haben.

Hier können Sie sich die komplette Broschüre als pdf-Datei herunterladen:

Geschichte

Schon bevor die Duisburger vor rund 150 Jahren das Industriezeitalter auch im neu gegründeten Innenhafen einläuteten, mussten ihre Vorfahren bereits zahlreiche, mächtige Hürden überwinden. So beispielsweise rund ums Jahr 1200. Nach einem verheerenden Hochwasser änderte der Rhein – der damals noch an der Stelle des heutigen Innenhafens verlief – sein Bett. Ruhrort kam von der linken auf die rechte Uferseite zu liegen, und die Zufahrt war nun zu schmal für große Kähne, sodass sie die Stadt nicht mehr erreichten. Das Zentrum war verlagert.

Es dauerte viele Jahrzehnte, bis sich die einst so wichtige Handelsstadt von diesen Natur-Wirren erholt hatte. Erst um das Jahr 1670 waren erneut ununterbrochene Rangfahrten zwischen Duisburg und den Niederlanden zu beobachten. Die Region galt wieder als bester Lösch- und Liegeplatz. Extra angelegte Umschlagplätze am Rheinufer lagen aber zu weit vom Zentrum entfernt und sorgten für mühevolles Be- und Entladen der Schiffe. Fehlende Lagerhäuser und Verladeeinrichtungen machten es schwierig, den Umschlagplatz aufrechtzuerhalten, bis die französische Besatzung im Jahr 1810 schließlich die gesamte Börtschifffahrt zum Erliegen brachte.

Bereits 1815 erwachen Handel und Schifffahrt wieder zum Leben – doch die Verlegung des Hauptsteueramtes sorgt für neuen Unmut: Bei Regen wandelt sich der Weg dorthin in ein Sumpfgebiet, Transporte bleiben regelmäßig stecken. Ein Kanal vom Rhein bis zur Marientorschleuse war die Lösung und lockte sogleich überregionale Interessenten, insbesondere Kohle-, Tabak-, Holz- und Getreidehändler, an. So veranlasste man auch eine direkte Verbindung zur Ruhr. Doch der Tribut an eine neue Zeit machte den Bau des Kanals schnell überflüssig, teilweise wurde er deswegen wieder zugeschüttet.

Geschichten leben von überraschenden, manchmal tragischen Wendungen. Vor allem aber von einem Happy End. Bei dieser Innenhafen-Geschichte ist es nicht anders, und eben deshalb ist sie es wert, erzählt zu werden.

Unternehmen

Holz- und Getreidehandel haben ihren Zenit lange übersprungen. Die Arbeitswelt hat sich verändert. Und der Innenhafen Duisburg schenkt der Arbeitswelt 2.0 dafür die besten Voraussetzungen, um im ökonomischen Morgen gut und gerne anzukommen. Arbeiten, wo andere ihre Freizeit verbringen: Ein Blick aus dem Bürofenster hinaus auf herrliche Grachten und lebhaftes Treiben. Das ist der Innenhafen Duisburg. Branchenübergreifend kamen, sahen und blieben die Firmen an diesem traditionsreichen Wirtschaftsstandort mit maritimen Qualitäten. Kommunikationsprofis befinden sich Tür an Tür mit Logistikern, Energieunternehmen, Friseuren und Firmen der Tourismusbranche, wenn nebenan der WDR mit der Duisburger Lokalzeit auf Sendung geht. Ein Stückchen weiter lassen Architekten ihrer Kreativität freien Lauf. Über 50 Unternehmen siedelten sich auf knapp 250.000 Quadratmeter neu geschaffenen Büroflächen an. Und die befinden sich keineswegs in langweiligen 08/15-Gebäuden, sondern sind Teil einladender und weltoffener Baukunst des 21. Jahrhunderts. Die Faktorei 21, der Speicher Allgemeine oder das Hafenforum versprühen noch immer den Charme alter Industriegemäuer, verblüffen im Inneren jedoch mit ihrer High-Tech-Ausstattung.

Wohnen

Haus am Meer. Wohnzimmerweitsicht auf den Fluss. Garten mit Seeblick. Wer am Wasser wohnt genießt eine besondere Lebensqualität, die von Ruhe und Ferne geprägt ist und die sich wunderbar mondän anfühlt: Der Innenhafen schafft mit Grachten und Denkmälern eine einmalige Wohngegend.

Der britische Architekt Lord Norman Foster legte hierzu den Grundstein, um 700 Wohneinheiten und ihre Umgebung zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen. Grachten und ein angeschlossener Park holen das Wasser dazu in die Stadt und schaffen so eine greifbare Nähe zur Natur. Und: In einer Landschaft aus industriellen Denkmälern überragt kein Neubau die historischen Fixpunkte. Foster plante die Neugestaltung so, dass die Anwohner nah am Zentrum leben und dort aus einem Angebot abwechslungsreicher Gastronomie wählen können. Der Plan ging auf.

Es gab Zeiten, da trieben zu Flößen zusammengebundene Rundhölzer im Innenhafen umher. Getreideunternehmer errichteten Speichergebäude und eine wachsende Industrie wollte unaufhörlich beliefert werden und spuckte zugleich endlose Güter aus. Ein bedeutsamer Wirtschaftsstandort war geboren.

Arbeiten

Das Konzept, neue mit denkmalgeschützten Elementen in Einklang zu bringen, endet auch bei der Gestaltung der Bürokomplexe nicht. In den alten Speichergemäuern erwacht wieder Leben, und um sie herum entsteht vollkommen Neues. So auch im 2007 errichteten Hitachi Power Office. Sieben Stockwerke bieten 22.500 Quadratmeter Fläche, auf der 400 Mitarbeiter fossil befeuerte Kraftwerke konzipieren. Fördermaßnahmen von Land und EU erleichtern Konzernen die Entscheidung, an genau diesem Standort anzusiedeln. Doch überzeugen vor allem gestalterische Argumente, wie die des Five Boats-Komplexes. In ihm hat die Krankenkasse Novitas Vereinigte BKK ihr Zuhause gefunden. Sie braucht nicht nur Platz, sondern schätzt insbesondere die Flexibilität in der Raumnutzung: Einzel-, Team- oder Gruppenbüros sind je nach Bedarf und Arbeitsstruktur schnell geschaffen.

Ausblick

Besondere Ausblicke, direkte Wasserlage: Mit dem Gebäudeensemble The Curve soll Duisburg ein neues architektonisches Aushängeschild am Innenhafen bekommen.

Durch das architektonische Konzept, das vom Düsseldorfer Architekturbüro Structurelab Architekten stammt, und die vorgesehenen Nutzungen wird eine lebendige, langfristige und damit nachhaltige Entwicklung des Standortes sichergestellt. Eine ausdrucksstarke, zusammenhängende Gesamtform mit hoher Identität und Wiedererkennbarkeit kennzeichnet den Entwurf. Das geplante Ensemble aus vier Gebäuden folgt dem Schwung der bestehenden Treppenanlage und bildet zugleich eine schützende Geste für Promenade und Hafenbecken. In der geschützten Lage des Hafenbeckens, umgeben von der breiten Treppenanlage, ergibt sich ein vielseitig nutzbarer Raum für Gestaltung, städtisches Leben, Events sowie Naherholung.

Bei The Curve ist der Name Programm: Er beschreibt sowohl die städtebauliche Grundrissform sowie die Dachgeometrie und steht zugleich für den Schwung, die Dynamik und die Harmonie, die das Gebäudeensemble ausstrahlen soll. Das Konzept »The Curve« stellt einen wichtigen Baustein für die komplette Entfaltung des Duisburger Innenhafens dar und fügt sich in die Achsen der bestehenden Bebauung ein. Jetzt beginnt die Zukunft, mit dem Projekt Duisburgs 4. Dimension.

Gastronomie

Der Innenhafen hat sich vom einstigen Brotkorb des Ruhrgebiets zum schicken Stadtquartier entwickelt. Auch kulturell und kulinarisch hat Duisburgs Vorzeigemeile viel zu bieten: Neben drei Museen finden sich zahlreiche Restaurants rund um das Hafenbecken. Während das dienstälteste Lokal bereits seit 2001 seinen festen Platz an der Promenade hat, gab es dort in den vergangenen Monaten viel Bewegung. Ein Überblick über das gastronomische Angebot:

Anfahrt

Mit dem PKW: A 40 aus Richtung Essen, Dortmund und A3 aus Richtung Köln: Bis Kreuz Duisburg-Kaiserberg, A 40 Richtung Duisburg/Venlo, A 59 Richtung Düsseldorf, Abfahrt Duisburg-Duissern, (rechts) Kardinal-Galen-Straße, (rechts) Philosophenweg, A 59 aus Richtung Düsseldorf: Abfahrt Duisburg-Duissern, (links) Oranienstraße, (links) Falkstraße, (links) Kardinal-Galen-Straße, (rechts) Philosophenweg

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 934: Hansegracht, Holzgracht, Innenhafen/Bus 939: Stapeltor/U 901: Rathaus, von dort Fußweg ca. 5 Min./U 79: Duissern, von dort Fußweg ca. 9 Min.

Impressum

City-Management Duisburg e.V., Dagmar Bungardt, City-Managerin, Landfermannstraße 6, 47051 Duisburg, Fon: 0203.305 2538, Web: www.citydu.de

Fotos

www.krischerfotografie.de

Design

Michael Ulle, www.monodesignlounge.de

Hier können Sie sich die komplette Broschüre als pdf-Datei herunterladen:

Credits:

Design: Michael Ulle Photography: www.krischerfotografie.de

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