Loading

Wie kann unser Land geheilt werden? Jürg Wüthrich

Ich beobachte, wie die Polarisierung und Radikalisierung in den Ländern, in denen wir als Vision Europa arbeiten, enorm zugenommen haben. Es geht oft ein tiefer Riss durch die Bevölkerung. Was mich noch mehr schockiert ist, es entsteht auch ein tiefer Riss unter Christen. Wie Christen zum Teil miteinander umgehen, macht mich zutiefst betroffen. Wie kann es da zur Heilung kommen?

Caroline und Jürg Wüthrich, Leitung Vision Europa

Gott sagt uns in seinem Wort: Wenn dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 2. Chronik 7,14

Welch wunderbare Verheissung! Doch sie ist an Bedingungen geknüpft. Bedingungen, zu denen wir als Volk Gottes aufgerufen sind. Schauen wir uns diese vier Bedingungen an:

1. sich demütigen

Wir müssen uns demütigen und unsere Sünden bekennen. Es geht um unsere eigenen Sünden, die wir erkennen. Doch es scheint leichter zu sein andere zu beschuldigen und uns selbst zu rechtfertigen. Doch ohne Demut haben wir Gott selbst zum Feind (Jak. 4,6).

2. zu Ihm beten

Wir müssen wieder ernsthaft beten. Es scheint leichter zu sein, sich über alles Mögliche zu beschweren, statt zu beten. Wieviel Zeit widmen wir z.B. den Medien aller Art und wieviel beten wir?

3. seine Gegenwart suchen

Wir müssen lernen Gottes Gegenwart intensiv zu suchen. Ist es nicht so, dass wir schnell sehr viel Zeit damit verbringen andere «Dinge» zu suchen, statt Gottes Gegenwart?

4. von den bösen Wegen umkehren

Wir müssen immer neu ganz zu Gott umkehren. Ich erlebe gerade in den sozialen Medien, dass viele Christen die Menschen in Gute und Böse einteilen. Doch das ist falsch. Wir alle gehen böse Wege und wollen sie oft nicht sehen. So schlagen wir um uns, statt in uns. Deswegen müssen wir uns unseren eigenen bösen Wegen stellen und zu Gott umkehren und dann geschieht etwas Wunderbares: … dann werde ich vom Himmel her hören, ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. Sollten wir das nicht anstreben?

Liebe Leserin, lieber Leser!

Im Januar 2016 schaffte es Scheich Hamad Bin Khalifa al-Thani aus Katar in die Schlagzeilen der grössten Schweizer Boulevard-Zeitung.

Der Scheich war für eine medizinische Behandlung in eine Schweizer Privatklinik gekommen. Im Artikel war zu lesen: «Das medizinische Personal und weitere Mitarbeiter, die ihn vor, während und nach seiner Operation betreuten, bekamen zum Teil bis zu 3000 Franken (Trinkgeld)».

Was hat dieser Mann so Besonderes getan?

Er hat sich gemäss seinem Stand verhalten. Er wäre nicht verpflichtet gewesen etwas zu geben, denn für die Behandlung hatte er ja rechtmässig bezahlt. Er hätte fünfzig oder hundert Franken geben können, wie das viele andere reiche Leute tun. Doch dieser Mann hatte sich so verhalten, dass es seine Familie ehrt. Er ist schliesslich nicht irgendwer, sondern ein Scheich von Katar.

Dieses Beispiel ging mir durch den Kopf, als ich die Spendeneingänge vom Januar sah. Da haben Gemeinden von Jesus und Söhne und Töchter Gottes gespendet und ihre Grosszügigkeit ausgedrückt und haben damit Gott geehrt und damit der Familie Gottes gemäss gehandelt. Da die Geschäftsstelle im Moment mit einer Software-Umstellung und dem Jahresabschluss beschäftigt ist, haben wir noch keine genauen Zahlen vom Jahresanfang.

handelt. Da die Geschäftsstelle im Moment mit einer Software-Umstellung und dem Jahresabschluss beschäftigt ist, haben wir noch keine genauen Zahlen vom Jahresanfang.

Jürg Wüthrich, Leiter Vision Europa, juerg.wuethrich@feg.ch

Credits:

Erstellt mit Bildern von ElasticComputeFarm - "bandage first-aid medical" • geralt - "cross sunset silhouette" • Pexels - "blur close-up girl" • JacksonDavid - "hand hands freedom" • Ramdlon - "good bad opposite"