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Neues von Sabina Oder: warum ich nach spanien gehe

Für mich geht es nächstes Jahr nach Spanien. Einige von euch haben das bereits mitbekommen und ich werde immer wieder gefragt, warum und wie ich auf diese Idee kam. Deshalb möchte ich euch auf eine kleine Reise durch die letzten Wendepunkte in meinem Leben mitnehmen, die mich zu dieser Entscheidung geführt haben.

Begonnen hat alles vor ca. 4 Jahren auf der Mission-Net Konferenz, einer christlichen Konferenz zum Thema Mission. Mission war bis zu diesem Zeitpunkt immer etwas negativ Behaftetes für mich. Ich hatte immer das Gefühl, dass man heute, in einer postmodernen Gesellschaft, nicht über Glauben und Religion reden kann, weil man Leuten damit etwas aufdrückt. Ganz besonders, wenn es um Jesus geht. Darum war es mir auch oft peinlich über Jesus zu reden. Ich glaube diejenigen von euch, die sich als nicht besonders religiös oder gläubig einordnen, können diesen Punkt besonders gut nachvollziehen. Bei den Vorträgen und Workshops auf dieser Konferenz wurde mir deutlich, dass es gar nicht darum geht, irgendjemandem etwas aufzudrücken. Es geht vielmehr darum, authentisch zu leben. Jeder, der irgendetwas gerne macht, z.B. Fußball spielen, erzählt doch von seinem Hobby, seinen Trainings, den guten Momenten mit der Mannschaft, den Spielen... das ist authentisch. Ich lese gerne in der Bibel, bete gerne, stehe gerne in Kontakt zu Jesus, besuche gerne eine Gemeinde. Das ist für mich mehr als ein Hobby, denn Jesus ist nicht nur ein Teil meines Lebens sondern der grundlegende Teil. Also habe ich beschlossen, genau das zu tun - authentisch darüber zu reden. Das war der erste Wendepunkt.

Letzten Sommer habe ich dann die Surf Church in Porto besucht, eine Gemeinde von und für Surfer und Skater. Die Lebensweise der Leute dort hat mich sehr begeistert, weil sie völlig selbstverständlich Jesus und ihren Glauben so in ihrem Alltag verwurzelt haben, dass Gespräche darüber einfach und natürlich entstehen. Es geht ihnen nicht darum, irgendjemanden von etwas zu überzeugen oder jemanden zu überreden. Alles an ihnen und ihrer Arbeit dort ist echt, nichts Aufgesetztes, nichts Peinliches. Das hat mich gepackt und lange Zeit sehr beschäftigt.

Dieser Besuch hat in mir etwas losgetreten. Ich fing an, mein Leben zu hinterfragen. Es war immer noch alles in Ordnung damit, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, nicht mehr 100%ig zu Hause zu sein in meinem Leben. Und jetzt fasse ich einen langen Prozess sehr kurz: nach vielen Überlegungen, Gebeten und Gesprächen mit Freunden formte sich immer mehr die Idee, dass mein Platz vielleicht an einem anderen Ort, an einem neuen Zuhause sein könnte, wo Gott mich gebrauchen kann. Ich möchte in einem anderen Land Europas das tun, was ich gerne tue: für Gott leben und darüber reden.

Die Stadt Cáceres im Westen Spaniens

Daraufhin hat eine kleine Europa-Rundreise begonnen. Ich habe mir einige Projekte in verschiedenen Ländern angeschaut um herauszufinden, ob ich ein Teil davon werden könnte. Ein Projekt ist dabei besonders herausgestochen: eine Jugendfreizeit, die von einer Gemeinde in Cáceres im Westen Spaniens veranstaltet wurde. Die Zeit auf dieser Freizeit - einem Basketball- und Englischcamp - war sehr gut für mich. Ich konnte die Gemeinde dort und das Missionars-Team vor Ort kennenlernen, aber auch die spanischen Jugendlichen und wie sie ticken. Dabei habe ich gemerkt, dass ich ein Herz für diese Jugendlichen habe und mir gut vorstellen kann, mich für sie einzusetzen und sie zu begleiten.

Das Basketball- und Englischcamp in Spanien mit meinen beiden Englischgruppen und den Mitarbeitern

Wie geht's jetzt weiter?

Mein Plan ist nun, zunächst für 3 Jahre nach Spanien zu gehen und die Gemeinde in Cáceres dabei zu unterstützen, eine Jugendarbeit aufzubauen und mit den jungen Menschen in der Stadt in Kontakt zu kommen. Ich möchte in dieser Zeit konkret herausfinden, ob ich mir ein Leben in Mission langfristig vorstellen kann und Spanien der richtige Ort für mich ist. Dazu werde ich in der Anfangszeit Sprache und Kultur kennenlernen und mit dem Aufbau einer Jugendarbeit vor Ort beginnen.

Cáceres liegt im Westen Spaniens, in der Region "Extremadura"
Der Buchenauer Hof in Sinsheim, der Sitz der DMG

Im März 2018 mache ich ein 2-monatiges Vorbereitungsseminar bei der DMG ("Damit Menschen Gott begegnen"), der Organisation, die dann mein Arbeitgeber sein wird. Darauf folgt eine Reisezeit, in der ich viel in Deutschland unterwegs sein werde, um mein Vorhaben in verschiedenen Gemeinden vorzustellen. Meine drei Jahre werden komplett über Spenden finanziert, ähnlich wie bei einem Crowdfunding Projekt, nur dass es christlich motiviert ist und ich meine „Crowd“ nicht über das Internet suche, sondern persönlich. Meine Gemeinde, die Freie evangelische Gemeinde Gießen, wird mich während meiner Auslandszeit betreuen und auch durch Spenden finanziell unterstützen. Von ihr werde ich voraussichtlich Ende 2018 nach Spanien ausgesendet.

Der Abendgottesdienst in der FeG Gießen, meiner Gemeinde

Ihr seht, einiges ist konkret geplant aber vieles steht mir noch bevor und es bleibt spannend, ob das Projekt finanziell realisiert werden kann. Ich bin momentan sehr zuversichtlich und freue mich auf die ganze Vorbereitungs- und Reisezeit im nächsten Jahr!

Wenn ihr möchtet könnt auch ihr Teil dieses Projektes werden, indem ihr mich unterstützt. Ich freue mich natürlich über jeden finanziellen Beitrag aber genauso auch über jedes ermutigende Wort, jedes Nachfragen und jedes Gebet!

Spenden könnt ihr entweder monatlich oder auch einen einmaligen Betrag an:

  • DMG interpersonal e.V. Volksbank Kraichgau
  • IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04
  • BIC: GENODE61WIE
  • Verwendungszweck: P10907 Höll (Bei Erstüberweisungen bitte immer vollständigen Namen und Adresse angeben, damit eine Zuwendungsbescheinigung ausgestellt werden kann.)
Created By
Sabina Höll
Appreciate

Credits:

Mike Revis, Spencer Goddard, Tim Tjernagel, DMG, Sabina Höll

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