Wanderlust – Reisen mit Hund Garmisch-Partenkirchen 2017

Der Plan steht. Wir wollen die Zugspitze hoch wandern. Und das, zusammen mit unserem Hund Bosse. Ein Beagle English Bulldog Mix. Um auf die Zugspitze hoch zu kommen gibt es 5 Routen. Von einfach über anspruchsvoll bis hin zu gefährlich. Da Bosse noch nicht klettern kann, haben wir uns den 21km Weg über die Partnachklamm ausgeguckt ohne jegliche Klettersteige. Mal sehen wie das wird.

Da aber eine Woche mehr Zeit, als nur für die Zugspitze bietet, starten wir entspannt mit ein paar Wanderungen. Ausgangspunkt ist unser Campingplatz

Camping Erlebnis Zugspitze xxx in Grainau

Wandern am Eibsee

Rund um Gramisch-Partenkirchen gibt es über 300km Wanderwege. Ein besonders schöner Fleck ist der Eibsee. Direkt nach Ankunft – früh am Morgen – sind wir direkt an Eibsee gefahren. Glasklares, türkisfarbenes Wasser und direkt zum Fuße der Zugspitze. Hier kann man einen Rundweg entlang wandern oder aber auch per Boot den See erkunden.

Eibsee

Und auch bei wolkigem Wetter ist es dort wunderschön beeindruckend.

Die 1. große Wanderung

Als Feuerprobe wollten wir vor dem großen Aufstieg ein Ziel auf halber Strecke erreichen. Die Kreuzalm auf 1600m. Die Zielzeit liegt bei 2 1/2 Std - 3 Std. Und aufi geht's!

Aufstieg zur Kreuzalm

Leider war es kein besonders schöner Weg, da wir durchgehend auf Schotterwegen (im Winter Skipiste) und in der prallen Sonne unterwegs waren. Da hat man dann doch schnell die Anstrengung gemerkt. Mir und auch Bosse ging ganz schön die Pumpe. Aber macht ja nix, man kann ja Pausen einlegen.

Nach dem Aufstieg ist vor dem Weißbier

Natürlich darf die Belohnung nach solch einem Aufstieg nicht fehlen. Und man muss ja auch an den Elektrolyte Haushalt denken. Dementsprechend sind wir, als ob wir 3 tage keine Zivilisation gesehen haben, in die Kreuzalm eingekehrt und ich hatte noch nie ein so leckeres Weißbier. Bosse hat erstmal ein Schläfchen unterm Tisch eingelegt und seine geschundenen Füße ausgeruht.

Erdinger Urweisse – Das beste nach solch einem Aufstieg
fenix 5S

kurz vor knapp haben wir dann die letzte Bahn zurück ins Tal genommen. Runter wandern war einfach nicht mehr drin nach 1.000 Höhenmetern. Und 3 Weizen.

Der Tag danach – eine unerwartete Auszeit

Anders als gedacht, war der Aufstieg für Bosse sehr hart. So hart, das er am folge Tag nicht mehr auf Schotterwege treten wollte und nicht weiter als vom Zelt zum Bulli gelaufen ist. Sogar auf Fressen hatte er kein Bock bei der Hitze. Es stand also ein Kriegsrat an, was wir nun machen. Bosse hat sich im Fußraum des Bullis zurück gezogen und schläft.

geschundene Pfoten lecken und SCHLAFEN

Zusammen mit Bosse habe ich mich für einen Tag Auszeit entschieden. Muss auch mal sein, und bloß nix auf Zwang, wenn der Hund solche Anzeichen sendet. #Hundeliebe

Aber halb so schlimm, denn der Campingplatz liegt direkt an einem Fluß. Somit hatten wir eine schöne Kulisse zum Entspannen, nachdem Bosse sich mal aus dem Bulli herausbequemt hat.

So sahen alle unsere Wanderungen aus. Viele Pausen und gemeinsames ausruhen und warten, bis man wieder Luft hat.
Ausflug in die Partnachklamm

Nach einem Tag Pause haben wir uns etwas weniger anstrengendes mit viel Wasser ausgesucht: Die Partnachklamm. Es ist hier einfach wunderschön (wenn man mal die ganzen Touristen vergisst)

Und danach gibt es erstmal eine Erfrischung:

STATT AUFSTIEG, ABSTIEG

Ja, wir haben es verstanden. Die Zugspitze können wir diese Mal knicken. 21km Aufstieg wären einfach zuviel für Bosse, auch wenn wir es wie geplant auf 2 Tage verteilen und unterwegs übernachten würden. Falscher Ehrgeiz ist einfach nicht angebracht, wenn es um die Gesundheit geht. Alternativ haben wir uns für einen Abstieg entscheiden, der auch viel kürzer sein sollte. Mit der Bahn geht es hoch zur Kreuzalm und dann wandern wir hinab durch die Partnachklamm nach Garmisch.

Kandahar
Steil runter zur Schwarzen Piste
Pause muss auch mal sein

Zum Glück hatten wir nach 2 Stunden eine Hütte gefunden, die trotz Feiertag offen hatte. Neben einem kleinen Erfrischungsgetränk hatten wir auch bei dem zügig aufziehenden Unwetter ein Dach überm Kopf.

Eine Nacht in der Wildnis

Naja, so oder so ähnlich. Zumindest nicht aufm Campingplatz.

Nach diesem Trip ging es dann, am nächsten Tag nach Hause. Wir mussten noch mit Regen wie aus Eimern den Rückweg antreten und Bosse hat einfach nicht mehr mitgemacht. Verständlich. Denn auch solch ein Abstieg ist anstrengender als man denkt. Vor allem wenn man noch Zelt, Kocher etc aufm Rücken trägt. Es war ein traumhaft schöner Urlaub. Und nächstes Mal geht es auf die Zugspitze! Aber keine Angst, Bosse muss dann nicht mit.

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Danke <3

Created By
Coco Collmann
Appreciate

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