Thomas Engel EIN LANDWIRT AUS LEIDENSCHAFT IN SCHMISSBERg

Sein Kopf ist in einem kräftigen Rot gefärbt, während sein heller Schnabel farblich deutlich aus seinem Gesicht heraussticht. Gockels weißes bis cremefarbenes Gefieder glänzt in der Sonne. Dunkle Flecken in unterschiedlichen Brauntönen auf den weichen Federn, lassen Hahn Gockel zu einem echten Blickfang werden. Der Hahn ist das Oberhaupt der 125 Hühner. Die Tiere gehören Thomas Engel, einem Landwirt aus Schmißberg. Und der weiß was er an Gockel hat:

„Er war hier geschlüpft und sollte eigentlich als Braten enden. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass er ein sehr guter Hahn ist. Er passt sehr gut auf und er ist auch ein Hübscher. Da hab ich dann beschlossen, dass er hier bleiben darf.“
Der Hahn im Korb: Gockel hat alles im Griff.

Dank Thomas werden Schmißbergs Bürger jede Woche mit frischen Eiern versorgt. Er stammt aus einer Familie, die seit vielen Generationen leidenschaftlich Landwirtschaft betreibt. Kein Wunder also, dass sich auch der 28-Jährige daran beteiligen wollte:

„Unsere Landwirtschaft ist immer kleiner geworden, ich wollte sie aber weiterführen und dabei kam ich auf die Idee mit den Hühnern“.
Thomas mit einem seiner 125 Hühner.

2012 traf Thomas den Entschluss, in seinem Garten eigene Hühner zu halten. Er begann hinter dem elterlichen Wohnhaus einen Stall zu bauen, in den bereits im Frühjahr, des darauffolgenden Jahres, die ersten 27 Hühner einzogen. Wenige Zeit später, beschloss er seine Hühner-WG weiter zu vergrößern. Heute kümmert er sich um 125 Hühner und drei Hähne, die verteilt in zwei Ausläufen und Ställen leben.

Insgesamt 125 Hühner und drei Hähne hält Thomas, es sollen weitere Hühner dazukommen.

Der Schmißberger ist Vollblut-Landwirt. Und dass nicht nur, weil er gerne im Hühnerstall oder auf dem Feld unterwegs ist, sagt der 28-Jährige:

„Als Landwirt ist man frei, man ist nicht so abhängig, weil man sich selbst versorgen kann. Ich wäre gerne Vollerwerbslandwirt, aber leider kann man davon heutzutage nicht mehr leben“

Thomas hat sich alles was er über Hühnerhaltung wissen muss selbst beigebracht. Es gibt keine Arbeit, die ihm dabei lästig ist. Gerne opfert er für seine Hühner seine Freizeit, um sie zu füttern, den Stall auszumisten und natürlich die Eier, die sie legen, einzusammeln. Die nimmt er täglich, vorsichtig aus dem Stall, um sie zu nummerieren und anschließend sorgsam in Eierkartons zu verpacken.

Jedes Ei wird mit dem Legedatum beschriften, 50 Stück sind es im Schnitt pro Tag.

Die Eier von Thomas sind bei den Schmißbergern heiß begehrt. Jeder der bei ihm Eier bestellt hat, wird jedes Wochenende von ihm persönlich beliefert. Bis zu zwei Stunden ist der junge Hühnerwirt dann in Schmißberg unterwegs, um von Haus zu Haus zu ziehen. Dabei lässt er es sich nicht nehmen, mit seinen Kunden auch ein kleines Schwätzchen zu halten:

Persönlich fährt Thomas seine Eier aus.
„Das macht man doch gerne. Die kennen mich ja auch alle. Ich bin ja hier groß geworden und schon mein Leben lang hier. Ich wollte hier auch niemals weg“.
Created By
Sebastian Grauer
Appreciate

Credits:

Sebastian und Jana Grauer

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