Entscheidungen-Wege die wir freiwillig gehen

Warum fällt es uns nur so schwer mit Entscheidungen umzugehen? Sind es die zu treffenden Entscheidungen, die uns Angst machen oder sind es die Ängste, die uns nicht entscheiden lassen? Aber was genau ist eine Entscheidung? Täglich treffen wir Entscheidungen, kleine und große! Manche sind uns nicht einmal bewusst und andere erschüttern uns. Ich bin 20 Jahre alt und bis man es von mir erwartet hat, hab ich nie über Entscheidungen nachgedacht. Doch, wenn ich umso mehr darüber nachdenke, fällt mir auf wie oft ich es schon mit Entscheidungen zu tun hatte. Klar, die täglichen Entscheidungen wie z.B. Räumst du jetzt dein Zimmer auf oder doch lieber morgen? Aber viel wichtiger sind die Entscheidungen die uns für immer begleiten. Realschule 9 Klasse wird von uns erwartet eine Berufsrichtung und Berufswahl zu wählen, doch warum muss ich mich denn so früh entscheiden? In einem Alter, wo meine Persönlichkeit nicht einmal vollständig entwickelt ist! Wie richtig und wahrhaftig kann man in einem Alter von 15 Jahren, die Entscheidung für das Leben treffen? Den Jugendlichen wird gesagt, mach einfach, es wird schon gut gehen, jedoch wissen sie in der Zeit nicht einmal was sie am Abend essen möchten. Eine dieser Kandidatinnen war ich, ein spielsüchtiger Vater, eine an Krebs erkrankte Mutter und Geschwister die sich nur um sich kümmerten! Viel zu oft, glaube ich, habe ich nur Entscheidungen getroffen, weil ich dachte, es wird von mir erwartet aber nie weil ich es für richtig hielt. Ich habe viele Fehler begangen, an mir gezweifelt und alles getan um mich zu beweisen. Jetzt schreibe ich diesen Blog für jeden der vielleicht auch nicht alles Gute vorgegeben bekommt und lernen muss zu kämpfen mit allen Fehlern, mit guten und schlechten Entscheidungen!

,,Ganz und gar selbst zu sein, kann einige Mut gebrauchen.´´ -Sophia Loren

Zu aller Erst stellt man sich die Frage: Wer bin ich und was möchte ich eigentlich mal erreicht haben? Ich weiß! Wir fangen direkt mit der schwierigsten Frage an! Aber glaubt mir, auf diese Frage basiert alles, denn wenn du nicht du selbst bist, kannst du nichts erreichen! Du musst daraufhin arbeiten, die beste Version deiner selbst zu sein, um nicht die billige Kopie von jemanden zu werden! Also, musst du lernen deine Entscheidungen selbst zu treffen. Werde kein Mitläufer und lass dich nicht beeinflussen. Wenn du merkst, du musst handeln, dann tu das auch! Wenn du denkst, du bist zu nichts zu gebrauchen, vergiss nicht, dass dich Gott geschaffen hat und jeder Mensch eine gewisse Aufgabe hat! Wenn du nicht gläubig bist, dann glaub an dich selbst und was du bezwecken kannst, mit nur etwas Mut! Was sind deine Stärken? Malst du gut? Doch denkst du, dass ist nicht so cool wie in Mathe eine 1 zu schreiben? Dann täuschst du dich aber gewaltig, du kannst deine Welt wenigstens Bunt anmalen. Entscheide dich, was für dich richtig ist. Geht das nicht? Dann entscheide dich, erstmal einfach etwas zu tun, damit du im Nachhinein weißt, ob es das Richtige war. Im Endeffekt kann dir die Entscheidung niemand abnehmen. Du kannst dich entscheiden nicht zu entscheiden, aber das wäre immer noch besser als auf andere zu hören und sein Leben von anderen dirigieren zu lassen!

Du fühlst dich wie mitten in einem Ozean, gehst du unter oder schwimmst du weiter?

,,Man kann nicht, nicht ethisch handeln!'' - Frau Dr. Engelmann

Erfahrungen bereits im Kindesalter beeinflussen deine Entscheidungen.

Wer bin ich? Mein Aussehen ist anders, meine Herkunft ein Land, dass ich nicht kenne! Mein Aussehen ist anders, Menschen um mich, die mich fragen, woher ich doch käme. Menschen denen ich antworte, dass ich aus Deutschland komme und die trotzdem nochmal nachhacken und fragen: ,,Aber nein, das meine ich nicht! Ich meine das andere?'', welches andere meint ihr? Ich gehöre doch hier her! Was macht mich so verschieden? Meine Haut-, Augen-, und Haarfarbe? Ich bin doch einer von euch, ein Gottes Kind! Von dem einen Gott, meinem und deinen, der uns in Völker aufgeteilt hat, damit wir uns wieder finden! Jetzt bin ich hier, habe euch gefunden, mich integriert und angepasst, wieso sucht ihr Fehler, um mich auszuschließen? Wieso habt ihr Angst? Angst, davor euch zu entscheiden mich zu lieben? Euch, zu entscheiden meine Kultur kennen zu lernen, die sich längst mit eurer vermischt hat? Aber kein Mensch entscheidet von Geburt an Menschen so kritisch gegenüber zu treten, wir sind Opfer der Taten die von Menschen in unserer Umgebung getan werden, Opfer der Medien, die von der Regierung vorgegeben sind, die uns in eine Richtung lenken möchten, Opfer der schlechten Erfahrungen, die wir mit Vorurteilen festgeklammert haben und nicht Neues zulassen, Opfer unserer Differenzlinien. Wir sind in anderer Augen Differenzen! Wir sind klein, groß, dick, dünn, deutsch, nicht deutsch, Frau, Mann und das geht immer so weiter. Entscheidet euch, Differenzen bewusst zu übersehen!

,,Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten'' -Carl Gustav Jung

https://youtu.be/O-YaEEaGI80 Blumio - Hey Mr. Nazi

Bin ich die, die andere von mir meinen? Bin ich unfreundlich und gefühlskalt? Oder doch offen, hilfsbereit und immer da, wenn man mich braucht? Bin ich einer der Fehler, die ich tat? Oder bin ich die, die daraus lernte und andern vergab? Bin ich launisch, verstört, routiniert in Sprache und Art? Oder bin ich liebenswürdig, gleichmütig und ausgeglichen? Bin ich heute anders und morgen anders? Bin ich zu Jedem und in jener Situation anders? Bin ich es leid zu vertrauen, zu lieben und zu verzeihen? Bin ich leer und einsam in dem Dunkeln meines Herzens? Oder sieht noch irgendwer den Funken zwischen dem Leid? Sieht irgendwer etwas in mir, an dem ich festhalten kann? Bin ich die, die sich ständig gegenüber anderen beweisen mag, in der Sehnsucht verstanden zu werden? Aber eigentlich bin ich doch nur das was, die Situation jeweils ergab! Gottes Kind, mit der Kraft die er mir in diesem Moment gab...

Du musst standhalten! Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen.

Eine intrinsische Situation! Als ich das im Unterricht von Frau Dr. Engelmann zum ersten Mal gehört habe, dachte ich mir nur: ,,Was soll das sein?". In der Theorie erkläre ich euch es mal: es gibt drei Erwägungen die emotionale, kognitive und praktische, diese müssen aufeinander treffen und zu einer intrinsischen Situation führen! Klingt schon mal leicht, doch prägt sich bei Jedem anders aus. Die intrinsische Situation hängt von den Erfahrungen eines Menschen ab, von den Dingen die er als Prioritäten ansieht! Auf die Frage: ,,Wann würdest du handeln?''. Die intrinsische Situation ist quasi dieser Moment, in dem du dich entscheidest zu handeln! Wenn du eine alte Dame auf der Straße siehst, die von zwei großen, starken Männern beraubt wird, hilfst du dann? Oder entscheidest du dich, lieber nicht zu helfen für deine eigene Sicherheit? Egal, ob du dich für oder dagegen entscheidest, du fällst eine Entscheidung! Die wichtige Fragen für dich ist, ist das ein Moment in dem du dich verpflichtet fühlst? Und noch ein viel einfacheres Beispiel: entscheidest du die ein Bioprodukt zu kaufen, die teurer ist aber wo du dir sicher bist die Tierhaltung ist gut oder entscheidest du dich für das selbe Produkt, dass preiswerter ist, weil du gar nicht erst darüber nachdenkst, wie die Tierhaltung dort ist und du dir vielleicht auch nicht alles in Bio leisten kannst? Die Erfahrungen machen das aus uns, was wir heute sind und helfen uns unsere Entscheidungen zu treffen.

,,Gott gibt Zeiten der Sorge und Angst und Gott gibt Zeiten der Freude.´´ - Bonhöffer

In der Sure Al-Bakara, Aijah 216 sagt uns Allah (s.w.t),,Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist, aber vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wisst nicht." Nicht nur, wenn wir bei einer Entscheidung Unsicherheit empfinden, sondern auch vor einer Sache, die für unseren Verstand offensichtlich gut oder nicht gut scheint, beten wir Muslime das Istrikharah-Gebet. Dieses sehen wir am Beispiel von Zainab Bint Dschahsch, welche das Istrikharah-Gebet betete, als sie sich mit dem Propheten (s.a.w.s) vermählen wollte... Es ist wichtig etwas zu finden, an dem man festhalten kann und die einem einen Leitfaden schenkt. Deshalb bitte ich euch etwas zu finden, dass euch halt gibt und ihr euch nicht einsam fühlt! Manche denken jetzt vielleicht, sie haben so lange schon nicht gebetet und Gott könnte sie deshalb zurückweisen. Nein! Gott ist barmherzig und er glaubt an dich an Momenten, in denen du es selbst nicht tust. Gott besagt, auch wenn du nur etwas Glauben in dir trägst, groß wie ein einzelner Sandkorn, ist er bei dir. Und selbst dann, wenn du an ihn nicht glauben magst, versucht er dir deine Entscheidung leichter zu machen, er nimmt dir nur weg, was dir schadet und lässt alles Gute zurück. Selbst, wenn du etwas wirklich sehr wolltest und nicht bekommen hast, trotz Allem was du geopfert hast, bedenke auf langer Sicht hätte es dir geschadet. Diese Sure gibt mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Leider, hatte ich in meiner Jugendzeit, nie jemanden der mich unterstützt hat aber das ist kein Grund um aufzugeben, nach meinem Selbstmordversuch mit 15 Jahren, habe ich erst erkannt, dass man niemanden im Leben braucht, außer seinen Glauben erst an sich selbst und dann in etwas an dem man halten kann. Man muss alles hinterfragen und sich ein Gleichgewicht in seinem Selbstbild schaffen.

,,Wenn du denkst, die Welt steht dir offen, doch du stehst wie angewurzelt daneben... Dann wird's Zeit, du musst ausbrechen und anfangen zu leben!´´ - Tim Bendzko

https://youtu.be/u5Vz7obL460 Tim Bendzko - keine Maschine

https://youtu.be/JG5m2ZLo9AA Andreas Bourani - Hey

Es gibt Lieder im Leben, die beeinflussen uns. Lieder, in die wir uns hineinfühlen können. Die alles möglich machen können für einen Moment und uns das Gefühl geben, wir sind unantastbar. Lieder, bei denen wir die Augen schließen und gefühlt barfuß durch New York laufen. Lieder, die uns wieder aufbauen, die uns Kraft schenken. Lieder, die uns den Weg zeigen und wir uns nicht einsam fühlen. Lieder, die uns helfen in Entscheidungen. Lieder, mit denen wir negative Erfahrungen verarbeiten. In jeden meiner Entscheidung und bei allen Tiefpunkten meines Lebens, haben mir Lieder geholfen. Zwei dieser Lieder, sind die oberen beiden. Durch diese Lieder fühl ich mich gestärkt, ich bin nur ein Mensch, der Fehler begehen kann, wie jeder andere. Ich habe keine Bedienungsanleitung und werde nicht programmiert, um alles richtig zu machen. Weitere Erwartungen und das Abwarten werden mir zeigen, ob meine Gedanken bisher richtig waren. Ob ich richtig gehandelt habe, weiß ich nicht und vielleicht aber auch erscheint es mir für diesen einen Moment nur richtig, doch wie Oben an dem Korantext beschrieben, verstehe ich das derzeit eventuell nicht, sondern erst wenn es soweit ist! Nichts im Leben passiert ohne Grund. Man hat nie die Garantie, dafür das Richtige zu tun. Manche Tage handle ich aus Wut und Euphorie. Manche Tage aus Verzweiflung und Frust. Manche Tage aus Mitleid und Liebe, Egoismus und Selbstlosigkeit, aber das ist für mich in Ordnung, denn ich wachse mit meinen Erfahrungen. Ich will mir keine Vorwürfe machen müssen, wieso ich etwas nicht getan habe, also tu ich es! Ich will nicht in unsichtbaren Ketten liegen, die mir die Menschen in meiner Umgebung angelegt haben, ich reiße die Ketten los, ich bin keine Marionette, aber ich will auch nicht der Marionettenspieler sein. Wenn man beginnt zu hinterfragen, wenn man beginnt seine eigenen Regeln zu machen, in denen man sich und sonst niemanden schadet, in einer Welt wo jeder frei leben kann und es weder Armut noch Krieg gibt. In der Fantasie kann das alles geschehen und wir träumen nur von den Dingen, die wir schaffen können. Also, höre ja nicht auf an dich zu glauben!

,,Sie wollen uns ruhig halten mit Pharmatabletten. Sie machen uns ohnmächtig wie Marionetten. Sie handeln unmenschlich. Sie halten uns in Ketten!'' - Nate57

Menschen die uns nah sind. Menschen die uns prägen. Unsere Vorbilder!

Es gibt Menschen in unserem Leben, die eine sehr große Rolle spielen. Diese Menschen inspirieren uns, für eine lange Zeit und begleiten uns auf unseren Wegen. Diese Menschen können berühmte Personen sein oder die in unserem Leben z.B. die eigene Mutter. Dabei kommt es drauf an, was uns wichtig ist, warum wir uns grade mit dieser Person identifizieren. Ein Vorbild ist ein Mensch, zu dem man aufschaut. Manche Vorbilder stehen für Kreativität, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit , mentale Stärke, Unbeugsamkeit und vieles mehr. Was ist das, wonach du dich sehnst? Vorbilder geben uns Orientierung und schaffen uns Sicherheit. Durch die Motivation die sie uns geben, arbeiten wir an unseren Zielen und Träumen, wir lernen durchzuhalten und an uns selbst zu glauben. Ideale Vorbilder sind Menschen, die man zwar bewundert aber dessen Erfolg nicht unantastbar scheinen. Du kannst besser als dein Vorbild werden, viel mehr schaffen. Du siehst deinen Vorbild und kannst vielleicht etwas finden, was du daran selbst ändern würdest. Dein Vorbild gibt dir eine grobe Richtung für deine Entscheidungen, wie du damit umgehst ist ganz dir überlassen. Du darfst aber nicht vergessen, dass du darum kämpfen musst!

,,Menschen mit perfekten Lebensläufen sind selten jene, die die Welt verändern!'' - Unbekannt

Entdecke deinen eigenen Weg!

Entdecke deinen eigenen Weg! Du kannst es, weil du bist wie du bist und keiner so ist wie du! Die Frage: ,,Wie treffen Jugendliche heutzutage Entscheidungen?'', ist weit daher geholt, wenn man bedenkt, wie viele Dinge doch deine Entscheidung beeinflussen können! Zu aller Erst, die Frage an dich selbst und deinem Selbstbild! Was denkst du wer du bist und was zeigst du nach außen? Danach viele verschiedene Aspekte wie, ob du etwas hast oder findest, dass dich stärkt! Bist du gläubig? Der Glaube an eine Religion oder an dich! Hast du jemanden den du als Vorbild ansehen würdest? Was möchtest du überhaupt mal erreicht haben im Leben? Was möchtest du später einmal tun? Holst du deine Kraft durch ein Songtext? Hiermit habe ich versucht, dir zu zeigen, wie ich es tue! Egal, wie du es machst, machst du es auf deine Art und das macht dich besonders! Lass kein Hass zu, bei dem was du auch immer tust! Sei mutig, entscheide dich nicht für andere sondern für dich, kämpfe an das was du vertraust, schaffe dir eine Richtung die du gehen möchtest, vergiss dabei aber auch andere Möglichkeiten nicht! Schaffe dir ein Gleichgewicht im Leben, lerne nicht unüberlegt zu handeln! Sei kein Opfer, falscher Freunde , ich weiß du spürst es, wenn etwas nicht in Ordnung geht! Lerne auf dein Herz und dein Bauchgefühl zu hören! Gehe deinen Weg und vergiss nicht, dass immer wieder Menschen in dein Leben treten werden, die ein Stück mit dir zusammen laufen aber auch wieder ihren eigenen Weg gehen werden. Jeder von uns, ist nämlich sein Leben lang damit beschäftigt herauszufinden, wo sein Platz im Leben ist. Mit jeder Entscheidung kommt man seinem Ziel näher, doch hat sein Ziel noch lange nicht erreicht!Entdecke deinen Weg...

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