Farbe auf Grund Ob drauf gesprüht, gestochen oder gemalt, geeignete Untergründe gibt es viele - auf die Kreativität kommt es an. Und davon findet sich in der Grazer Innenstadt seit kurzem eine gewaltige Portion mehr.

Die Fassade des CREATE Tattoos and Art in der Grazer Reitschulgasse trägt nicht nur Schaukästen, das ganze Studio ist einer. Neben den Exponaten, die die gläserne Eingangstür flankieren, laden zwei gigantische Fenster die Passanten ein zu verweilen und zu starren. Der Epoxyboden, die frisch gestrichenen Wände und Säulen halten den Eingangsbereich beinahe nüchtern steril und bilden einen aufregenden Kontrast zu den kunterbunten Werken der jungen österreichischen Künstler Ulrich Krammer, Mario Posch, Tom Lohner, Michael Potzinger und Max Lugitsch.

Betritt man schließlich von Neugier getrieben und mit ein bißchen Zeit in der Tasche den Laden, offenbaren sich nach und nach die Besonderheiten des Create und machen es zu einem freundlichen Platz zum Sich-Wohlfühlen.

Auf hygienisch sauberes Arbeiten wird höchstes Augenmerk gelegt

Dominik Sporer, Marketingmann im Vordergrund, offenherzig und mit tausend Ideen im Kopf erklärt, was genau dieses eine Studio unter den vielen anderen in Graz so besonders macht: „Wir bieten unseren Kunden nicht nur Kunst am Körper, sondern möchten ein Ort sein, wo sich junge Menschen in Graz in gemütlicher Atmosphäre jederzeit zum kreativen Austausch treffen können. Geplant sind außerdem wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler mit jeweils großer Eröffnungsparty zum Vernetzen und Kennenlernen Gleichgesinnter. Wer Lust hat, kann sich daneben einen Termin für ein Tattoo holen, sich das Wohnzimmer mit Graffiti verschönern lassen oder einfach ein einzigartiges T-shirt mit dem Motiv einer unserer Künstler kaufen.“

Braucht der junge Tattooshop denn nun dringend Publicity? Mitnichten! Die Anfragen für Termine nehmen kein Ende, schildert Dominik: "Max ist bis Juni 2017 ausgebucht. Für ihn nehmen wir vorerst gar keine Termine mehr an.“ Max Lugitsch, das ist einer der kreativen Köpfe des Create, der sich nicht nur erfolgreich um die Verzierung von Rücken, Armen oder Beinen kümmert, sondern auch auf Vorbestellung die tollsten Wunschgraffitis an Zimmer- oder sonstige Wände sprüht.

Max Lugitsch

Durch die großen Fabrikfenster, die Studio und Galerie trennen, kann man sich schon Gusto holen für die eigene Heimverschönerung und inmitten von Pinnwänden mit dutzenden Entwürfen für „wanna do’s“ hat sich die angestellte Tätowiererin Svea ihr Arbeitseckchen eingerichtet. Ihr Herz schlägt neben dem herkömmlichen maschinellen Tätowieren für sogenannte „Handpokes“, von Hand gestochene Tattoos: „Dauert zwar etwas länger, hat dafür einen ganz eigenen Stil. Die Haut wird weniger verletzt, was den Heilungsprozess verkürzt.“

Links: Maschine, Mitte: Rückentattoo im Entstehen, Rechts: Handpoke

Was wäre jedoch die beste Idee oder das beste Konzept, wenn man es in der Schreibtischlade vermodern lässt? Damit kommen wir zum dritten Mann im Team ohne den vieles nicht möglich gewesen wäre: Philipp Wünscher, der sich zwar im operativen Business lieber im Hintergrund hält, sich aber gerne von Svea ein handgestochenes Unikat aufs Bein tätowieren lässt.

Philipp Wünscher & Svea

Ein handgestochener Spatz am Oberarm erinnert künftig an den Besuch im Create. Es wird sicher nicht der letzte gewesen sein!

Credits:

by an.ts photography and patoclemente

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