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Bambolino - Singe mit dä Chindä von Nadine Aebersold

«Min Gott isch so gross, so stark und so mächtig, gar nüt isch un-möglich min Gott…» staunende Kinder stehen vor mir auf ihren Mätteli oder werden von ihren Mamis hochgehoben. Einige staunen mit grossen Augen, andere machen voller Euphorie bei den Bewegungen mit. Eine fröhliche Atmosphäre herrscht.
Ein Bericht von Nadine Aebersold, Mitarbeiterin FEG Kinder

Alle zwei Wochen findet das «Bambolino – Singä mit dä Chindä» in der FEG Wetzikon statt. Seit zehn Monaten läuft dieses Angebot schon und ist bei vielen Mamis und Papis (!) ein fix eingetragener Termin. Das Angebot ist offen für Familien aus dem Quartier und aus ganz Wetzikon. Mehrheitlich sind es schon Familienaus der Gemeinde, doch immer wieder kommen auswärtige dazu, das freut mich ganz besonders. Im Moment kommt es regelmässig vor, dass Mütter, die mit ihren Kindern zusammen das KAFI FELD besuchen, nachher noch ins «Bambolino» kommen. Interessant dabei ist, dass sie ihre Freundinnen mit Kindern einladen. Als FEG Wetzikon ist es uns ein grosses Anliegen, um nach aussen zu wirken, Angebote zu schaffen, die für die Familie attraktiv sind und einen ersten Einblick in die Gemeinde geben. Ja, das «Bambolino – Singä mit dä Chindä» soll ein Türöffner zur Gemeinde sein.

Langsam kennen die Kinder den Ab-lauf, die Lieder, Bewegungen und unsere Handpuppe Zoé. Die Kinder wissen genau, wenn die roten Mätteli zu einem Kreis hingelegt werden, dann starten wir. Die grösseren wollen schon allein auf ein Mätteli sitzen, natürlich brauchen sie dann auch schon – wie die Eltern – ein Singheft. Ein Mädchen feiert es jedes Mal, wenn die Handpuppe bei ihr zur Begrüssung vorbeikommt. Andere Familien singen zu Hause schon die gelernten Lieder vom Krokodil und dem Elefanten.

Genau das ist mein Wunsch, dass die Lieder von christlich bis populär in die Familien einfliessen dürfen und so Spass, Freude und Glauben erlebt werden darf. Bewusst wähle ich nicht nur christliche Kinderlieder. Ich glaube, eine gesunde Mischung ist da sehr wertvoll. Eine Herausfor-derung sehe ich schon darin, der Altersgruppe von 0–5 Jahren gerecht zu werden. Jedes Kind steht an einem anderen Punkt. Die einen haben gerade angefangen zu kriechen, andere kamen in den Kindergarten und die einen lauschen den Klängen, da sie erst ein paar Monate alt sind. Durch die verschiedenen Elemente von Handpuppe, Percussions-Instrumenten, Bewegungsliedern, Tänzen und anderen kreativen Einlagen gibt e Sozialverhalten wird in dieser Runde somit gestärkt. Die Kinder lernen schon bald, nicht nur «ich» bin gefragt, sondern auch die anderen Kin-der dürfen einmal ein Singkärtchen aus der Singkiste ziehen. Neben dem Singen gibt es genügend Platz zum Spielen, im Garten, in der BobbycarArena wie auch zum Austauschen und gemeinsamen Käfälä für die Mamis und Papis. Gerade diese Zeit ist sehr kostbar, da die (jungen) Mamis und Papis einen Raum haben, um mit Gleichgesinnten über dieselben erzieherischen Themen zu reden, welche sie gerade auch durchleben.

Das «Bambolino» erlebe ich als einen sehr wertvollen und dankbaren Zweig der Gemeinde. Zudem ist es auch schade, wenn Räume unter der Woche leer stehen – am Donnerstag ist dies definitiv nicht der Fall, von Kinderlachen, über Schreien bis hin zu ersten Worten ist alles vorhanden. Kinder sollen schon von klein auf Freude an der Gemeinde haben und positiv geprägt werden. Gemeinde findet nicht nur am Sonntag statt, sondern überall da, wo Erwachsene und (Klein-)Kinder zusammenkommen und darüber staunen und Lieder singen, wie gross und wunderbar unser Gott doch ist.

Wenn du denkst, das wäre auch etwas für «deine Gemeinde», dann melde dich bei mir. Ich helfe euch gerne beim Entwickeln!

nadine.aebersold@feg.ch