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Ein Wahrzeichen verschwindet Der Wasserturm auf dem Georgschacht Stadthagen

Der Wasserturm auf dem Gelände des Georgschachtes ist seit dem frühen 20. Jahrhundert ein Wahrzeichen der Kreisstadt.

Nun soll das geschichtsträchtige Bauwerk verschwinden. Anlass genug dafür sich einmal mit der Geschichte des Wasserturms und des Georgschachtes im Allgemeinen zu beschäftigen.

Das Bild im Hintegrund zeigt den Förderturm I und das Maschinenhaus im Bau 1902 (Quelle: MEC Stadthagen / Stadtarchiv Stadthagen)

Die Belegschaft des Georgschachts 1903 (Quelle: MEC Stadthagen / Bergbaumuseum Lindhorst)

Über die Jahrzehnte hinweg war der im Jahr 1902 vom Fürsten Georg eingeweihte Schacht I, daher auch der Name "Georgschacht", Arbeitsstelle für viele hundert Schaumburger.

Das Areal des Georgschachtes wuchs dabei bis in die 1930er stetig weiter.

Blick auf das Zechenhaus – 1928 (Quelle: Niedersächsisches Landsarchiv Standort Bückeburg)

1908 kam das im Jugendstil errichtete repräsentative Zechenhaus, landläufig auch "Kohlenkirche" genannt, hinzu.

Bereits seit dem Jahr 1890 wurde auf dem Gelände des späteren Georgschachts mit der Erzeugung von Strom aus Kohle experimentiert.

Im Jahr 1914 konnte mit den Anlagen im Georgschacht fast die gesamte Grafschaft mit Strom versorgt werden.

Im Hintergrund zu sehen ist eine Aufnahme von 1958 mit den 1929 modernisierten Turbogeneratoren. (Quelle: MEC Stadthagen / Berg- und Stadtmuseum Obernkirchen)

Neben Berg- und Elektrizitätswerk entstanden auch eine Kokerei und später die Werkstätten für Schlosserei, Schmiede und Elektroarbeiten.

Die Kokerei im Jahr 1926 (Quelle: Stadtarchiv Stadthagen)

Mit der Zeit kam noch eine Gasferndruckstation und ein immer umfangreicheres Chemiewerk dazu.

Das Bild im Hintergrund zeigt die Teerdestillation um 1950 (Quelle: MEC Stadthagen / Stadtarchiv Stadthagen)

Benzolfabrik ca. 1950 (Quelle: MEC Stadthagen / Stadtarchiv Stadthagen)

Bereits in den 1940er Jahren zeichnete sich das Ende der Wirtschaftlichkeit ab.

Zum Jahresende 1960 wurde der Betrieb des Georgschachts eingestellt.

Das Bild im Hintergrund zeigt den Abriss der Schachtanlage (Quelle: Stadtarchiv Stadthagen)

Am frühen Morgen des 18. Januar 2018 haben die Abrissarbeiten begonnen.

Mittlerweile ist vom einstigen Wasserturm nicht mehr viel zu sehen. Und selbst diese wenigen Reste verschwinden teilweise hinter Schuttbergen.

Der Stadt Stadthagen gelang es, als Nachfolgenutzung nach dem Aus des Georgschachtes mehrere Zweigniederlassungen von Metallbauunternehmen auf dem Gelände anzusiedeln.

Diese hielten Ihren Betrieb bis in die 1980er Jahre aufrecht. Ihnen folgten zumeist Schrott- und Recyclingbetriebe nach.

Seit 1988 befindet sich die Firma MBN Lars Hoppe GmbH auf dem Gelände des Georgschachts.

Galerie

Mit freundlicher Unterstützung von

Der Georgschacht im Jahr 1955 (Quelle: MEC Stadthagen / Kreismedienstelle)

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