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Vom Eingang zum Park 'Bötzleinsdorf' bis zur Ladenburghöhe. Heute: 'Pötzleinsdorfer Schlosspark'

Wer den Pötzleinsdorfer Schlosspark besucht, erlebt ein wunderschönes grünes Stück der Stadt Wien. Der Pötzleinsdorfer Schlosspark liegt in Währing (18. Wiener Gemeindebezirk) am Fuße des Schafbergs (Nordhang). Er erstreckt sich von der Ladenburghöhe (die Familie Ladenburg-Ellisen war 1668 Besitzer des Pötzleinsdorfer Schlossparks) bis zur Endstation der Linie 41. Seine Größe - 354 000 m² - ist beeindruckend. Er wurde von Philippina von Herberstein als englischer Landschaftsgarten (ab 1797 durch Johann Heinrich Geymüller) angelegt und befand sich bis 1935 in Privatbesitz.

Nicht nur heute ist der Park ein beliebter Ausflugsort (und seit Corona auch ein Treffpunkt, Geburtstagsfeiern und Familientreffs abzuhalten), nein, er war auch schon früher ein Treffpunkt und Sommerfrische für die Wiener Oberschicht. Der Möbelfabrikant Max Schmidt vererbte der Gemeinde Wien die Parkanlage. Seit 1935 ist der Pötzleinsdorfer Schlosspark für die Bevölkerung offen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er mehrmals von Fliegerbomben getroffen und im Juni 1949 durch Bürgermeister Theodor Körner wieder eröffnet.

alte Ansicht

Im Schlosspark/ Plastik "Junge Menschen" /Hilde Uray/1962

Wandert man durch den Schlosspark, so sieht man in der wunderschönen Natur Rehe, aber auch das ehemalige Schloss, einen griechischen Freundschaftstempel, den Gedenkstein für den Dichter Johann Baptist von Alxinger, das „Singende Quartett“ und die Grotte (Kindern erzählen wir von der geheimnisvollen „Knorzelhöhle“). Das ehemalige Schloss (klassizistisch) beherbergt heute die Rudolf Steiner Schule. Im Sommer finden auch immer wieder Shakespeare-Aufführungen (manchmal auch in Englisch) mit der Schlosskulisse im Hintergrund statt. Ein wunderschönes Erlebnis .

Schloss Pötzleinsdorf
„Singendes Quartett“

Ein besonderes Highlight stellt das „Singende Quartett“ (Attikafiguren aus Kalksandstein von Friedrich Steger- 1873/74) dar. Vier Figuren, die den Brand des Ringtheaters am 8. Dezember 1881 überlebten, stehen im Park. Nach dem Brand erwarb Max Schmidt sie und platzierte sie im Pötzleinsdorfer Schlosspark. Das singende Quartett setzt sich zusammen aus: „alte Frau“ (Alt), „junger Mann“ (Tenor), „junge Frau“(Sopran) und „alter Mann“(Bass).

Der Freundschaftstempel

Meine Wanderer-Empfehlung für jene die aus Neuwaldegg Richtung Pötzleinsdorfer Schlosspark gehen wollen: Verlasst die Neuwaldegger Straße nimmt die Geroldgasse und zweigt dann nach rechts ab. So kommt ihr am oberen Ende des Pötzleinsdorfer Schlossparks beim Gasthaus Steirerstöckl an.

Ihr könnt noch einen Baum mit Heiligenbildern, den tollen Kindergarten der Stadt Wien oder die neuen Wegtafeln im Wienerwald bewundern. Ob es sich lohnt, zu den '2 Gehängten' (siehe Wegweiser) zu gehen? Ich schlage Neuwaldegg als Weg vor - ist 'sicherer'.

Kindergarten der Stadt Wien
Von Neuwaldegg zum Pötzleinsdorfer Schlosspark
Created By
Paul Kral
Appreciate

Credits:

Erstellt von Paul Kral. Frühjahr 2021 Foto-Credits bei den Bildern integriert, weitere Bilder by Paul Kral, CC-BY-BA 4.0