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ZukUEnfte des Kinos - Kinos der Zukunft Möglichkeiten eines digitalen Expanded Cinemas

Tagung am 17. November 2018

Das, was wir als Kino kennen – das Lichtspielhaus mit seinem dunklen Saal, der großen Leinwand und den bequemen Sesseln – ist in einer Krise. Sehgewohnheiten haben sich verändert und bewegte Bilder sind schon lange nicht mehr exklusiv im Kino zu sehen. „Digitalisierung” ist das Schlag- und Schreckenswort der Stunde. Die digitale Konkurrenz in Form von Heimkino- und Streaming-Anbietern lockt das Publikum angeblich aus den Kinosälen vor die heimischen und mobilen Bildschirme. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, wollen wir auf einem Symposium mit Kinomacher*innen, Kurator*innen, Filmemacher*innen aber auch Expert*innen aus der technologischen Entwicklung und unserem interessierten Publikum diskutieren, ob „das Digitale“ der prophezeite Sargnagel für unsere Kinos ist, oder im Gegenteil eine Gelegenheit, neue Räume zu gestalten, sie zu besetzen und mit anspruchsvollen Inhalten zu füllen.

Beginn 9:30 – Ende 18:30

Im Rahmen der Tagung eröffnet auch die digitale Ausstellung fiber and liquids, welche vom 17.11. bis 31.12. über www.fiberandliquids.tv zu sehen sein wird.

Kinemathek Karlsruhe, Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

Symposium in der Kinemathek Karlsruhe am 17. November 2018

9:30

Empfang mit Kaffee im Foyer / Möglichkeit der Besichtigung der digitalen Ausstellung „fiber and liquids“

10:00, Begrüßung

Dr. Christine Reeh-Peters, Jens Geiger

10:30, Panel 1: Das Darknet als kultureller Raum

Impulsvortrag: Timon Hackenjons

Paneldiskussion: Fabian Donay, Roland Groell, Jennifer Smailes. Moderation: Jens Geiger

12:30, Mittagspause

14:00, Panel 2: Digitalräume als cineastische Räume

Impulsvortrag: Jens Geiger

Paneldiskussion: Graeme Arnfield, Jens Geiger, Sabiha Keyif. Moderation: Dr. Christine Reeh-Peters

16:00, Kaffeepause

16:30, Panel 3: Digitale Zukünfte des Kinos

Paneldiskussion: Borjana Gaković, Christoph Mathieu, Sandra Trostel. Moderation: Jens Geiger

19:00, Filmvorführung

All Creatures Welcome, Sandra Trostel, D 2018

Anschließend: Filmgespräch mit der Regisseurin

Sprecher*innen

  • Graeme Arnfield (London), ist ein britischer Videokünstler und Filmemacher. Er studierte Experimental Cinema an der Universtät Kingstion. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Fragen nach Kommunikation, Zuschauerschaft und Geschichte und wurden bereits auf zahlreichen internationalen Film- und Videokunstfestivals gezeigt.
  • Fabian Donay (Hamburg) arbeitet seit 2005 als selbständiger Programmierer sowie in der Konzeption und Beratung zur Umsetzung von Web-Projekten aller Art. Seine Expertise ergänzte er um weitere Schwerpunkte durch ein Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Universität Hamburg.
  • Borjana Gaković (Berlin) studierte Medien- und Filmwissenschaft in Potsdam und Berlin. Ko-Redakteurin der 68. Ausgabe der Zeitschrift Frauen und Film (Aufbruch. Regisseurinnen der 60er) und der kinopolitischen Quartalszeitschrift Kinema Kommunal. Sie ist Medienpolitische Sprecherin des Bundesverbands kommunale Filmarbeit e.V., präsentiert Filmprogramme in verschiedenen Kinos und lebt in Berlin.
  • Jens Geiger (Karlsruhe) studierte Politikwissenschaften in Freiburg, Göteborg und Hamburg sowie Kulturen des Kuratorischen an der HGB in Leipzig. Seit 2017ist er Programmleiter der Kinemathek Karlsruhe und arbeitet daneben als Autor sowie als Kurator für verschiedene Kinos und Filmfestivals.
  • Roland Groell (Karlsruhe) ist seit April 2017 ist Roland Gröll am Forschungszentrum Informatik als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Software Engineering (SE) tätig. Hier sind seine Schwerpunkte IT-Sicherheit und Kryptographie.
  • Timon Hackenjos (Karlsruhe) ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum IT-Sicherheit tätig und beschäftigt sich mit IT-Sicherheit, Telematik und Kryptographie.
  • Sabiha Keyif (Stuttgart), ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Derzeit entwickelt sie als Kultur- und Medienmanagerin eine Digitalstrategie für die Abteilung Kunst des Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Zuvor war sie als Kuratorin und Projektleiterin am ZKM Karlsruhe tätig (2013-2017). In ihrer Praxis beschäftigt sie sich überwiegend mit Strategien zeitgenössischer Kunst und ihrer Beziehung zur digitalen Medienkultur sowie dem Einfluss neuer Technologien auf unsere Gesellschaft und unseren Alltag.
  • Christoph Mathieu (Köln) ist Drehbuchautor und Journalist. Daneben arbeitet er seit 2014 als Marketingmanager bei Rushlake Media, wo er das das Projekt Kino on Demand, mit dem Kinos und Festivals online Filme anbieten können, betreut
  • Dr. Christine Reeh-Peters (Karlsruhe) ist Filmkuratorin, Filmemacherin und Forscherin im Bereich der Filmphilosophie. Aktuell ist sie Geschäftsführerin der Kinemathek Karlsruhe und Mitglied des Centro de Filosofia der Universität Lissabon.
  • Jennifer Smailes (Bremen) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für gesellschaftliche Vielfalt an der Kunsthalle Bremen. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften und kuratorischen Praxis in Hildesheim, Warschau und Leipzig war sie u.a. beim subvision Festival, Hamburg, am MOCA Cleveland, Ohio und am Museum für Neue Kunst, Freiburg tätig. Von 2016-18 leitete sie den Kunstvereins Harburger Bahnhof, Hamburg.
  • Sandra Trostel (Hamburg) arbeitet als unabhängige Filmemacherin mit einem Fokus auf digitalem Storytelling. Sie arbeitet und forscht zu gegenwärtigen und zukünftigen Formen der gesellschaftlichen Entwicklung und nähert sich über das Feld der Kunst Fragen der menschlichen Interaktion, insbesondere unter dem Einfluss der Digitalisierung, an.

fiber and liquids

Ausstellung vom 17.11. – 31.12.

Im Rahmen der Tagung eröffnet auch die digitale Ausstellung fiber and liquids, welche vom 17.11. bis 31.12. über www.fiberandliquids.tv zu sehen sein wird.

Bildnachweis: Laura Balboa, „Information is not beautiful (internetis.tv)“, 2011, Digital Infographics

All Creatures Welcome

Sandra Trostel, D 2018 | Digital, 87 Min.

Der Chaos Computer Club (CCC) ist die größte Hackervereinigung Europas und steht für Netzneutralität und Informationsfreiheit. Der 1981 gegründete CCC setzt seine Open-Source-Ideale des freien Austauschs und der Partizipation gegen die zunehmende Kontrolle und Kommerzialisierung des Internets. Nach dem Grundsatz »All creatures welcome! Be excellent to each other!« treffen sich auf dem CCC-Kongress in Hamburg alljährlich Hacker aus aller Welt. Wie begegnen sie den Herausforderungen unserer Zeit? Und wie sehen ihre Strategien für eine Re-Demokratisierung des World Wide Web aus?

17.11. 19 UHR

Kinemathek Karlsruhe | Kaiserpassage 6 | 76133 Karlsruhe | Büro 0 7 21 - 9 37 47 14 | Kasse 0 7 21 - 83 18 95 85 | kinemathek-karlsruhe.de

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