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A wie Abfalltrennung bis Z wie Zeitung Ein Bericht von Tom und Lois Egli

Mittlerweile sind wir in Österreich, aktuell in Wien, angekommen. Ein neues Land, eine neue Kultur, das ist unser neues Zuhause!
Rechts: Familie Egli

Wir lernen gerade, Altbekanntes und Alltägliches anders zu machen als bisher. Das fängt bei den ganz einfachen Dingen an: Wie trennen die Österreicher ihren Abfall und wie läuft die Entsorgung ab? Wie grüsst und verabschiedet man sich? Spar, Billa, Hofer, Lidl oder Merkur – wo sollen wir einkaufen? Wie funktioniert das mit dem ÖV? Welche Zeitung lohnt es sich zu lesen? Mit den Antworten auf diese und weitere Fragen lernen wir auch die Österreicher immer mehr kennen.

Wer ist dieser Österreicher?

Ein Wiener würde sich dagegen wehren, wenn er in denselben Topf wie andere Österreicher geworfen wird, denn «Wien ist anders». So zumindest der traditionelle Werbespot der Tourismusindustrie von Wien. Aber auch beim «Wiener» sieht es bunt aus: Auf der Strasse im 9. Bezirk begegnen wir bisher österreichisch, deutsch, englisch, französisch, serbisch und russisch Sprechenden. Da treffen wir Studenten, Geschäftsmänner und -frauen, Eltern mit ihren Kindern, Pensionierte mit ihren Enkeln, Strassenarbeiter, Würstelbude-Verkäufer, selten einmal einen Penner und um ein Vielfaches öfter kreuzten wir Menschen jeden Alters, die Hunde an der Leine Gassi führen. Da fragen wir uns:

Wie würde hier wohl eine Gemeinde aussehen, welche den Auftrag wahrnimmt, alle Völker zu Jüngern zu machen?
Ja, was für Wege gibt es überhaupt, den Wienern nahe zu kommen und ihnen zu dienen?

Diese und weitere Fragen stellen wir uns in unserer ersten Zeit in Wien bis Mitte Februar 2020. Wir versuchen möglichst in die Kultur hier einzutauchen. Wir führen in dieser Zeit gemeinsam mit einem anderen Ehepaar eine Kontextanalyse des 9. Bezirks durch. Dabei schauen wir, welche Menschen hier wohnen (Alter, Herkunft, Zivilstand, soziale Schicht, Freizeitaktivitäten, Einkaufsverhalten usw.), welche Geschäfte es gibt, ob und, wenn ja, welche Gemeinden es im Bezirk und darum herum hat, welche anderen religiösen Gemeinschaften es gibt und vieles mehr. Eine solche Analyse kann bei einer Gemeindegründung wichtige Informationen liefern. Wir werden bis Ende nächstes Jahr auch an weiteren Orten in Österreich Analysen durchführen und schauen, wo eine Zusammenarbeit mit etablierten Gemeinden möglich ist.