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Polen Vision Europa

Polen - Das Land der rasanten Veränderungen

Polen ist seit 1989 eine westlich orientierte Demokratie. Vorher waren die katholische Kirche oder aber der Sozialismus die beiden vorherrschenden Möglichkeiten, wie man sein Leben entwerfen konnte. Nach der Wende hielten Marktwirtschaft, ein westlicher Pluralismus und Postmoderne schnellen Einzug. Die kleinen evangelikalen Gemeinden hatten und haben bis heute Mühe, darauf angemessen zu reagieren und in einem sich schnell ändernden Umfeld immer wieder Menschen aller Gesellschaftsschichten mit dem Evangelium zu erreichen.

Seit einigen Jahren polarisiert sich die polnische Gesellschaft – Anhänger der konservativ-nationalen Regierungspartei und der gesellschaftlich liberalen Opposition stehen sich immer feindseliger gegenüber. Dadurch müssen Menschen immer öfter zwischen zwei Extremen wählen, und die Gegensätze gehen manchmal selbst durch Familien hindurch. Polnische Gemeinden brauchen weise Leiter, die zeigen, dass das Evangelium von Jesus stärker und besser ist als das, was die politischen Pole bieten können, und dass es zur Versöhnung führt. Unsere Mitarbeiter in fünf Städten wollen sich diesen Herausforderungen stellen.

Andreas Hahn, Länderverantwortlicher PL

Gemeinde Wrocław (Breslau)

Die Gemeinde Wrocław Swojczyce ist eine junge Gemeinde. Von einer polnisch-kanadischen Familie 1997 gegründet setzt sie sich überwiegend aus jungen Familien zusammen.

Seit wir im Jahr 2015 in unser neues Gemeindezentrum eingezogen sind, sind wir die östlichste Gemeinde in Wrocław. Nun versuchen wir mit Jungschar-Arbeit, einem Montessori-Kindergarten und Freundschaftsevangelisation die Menschen im Osten Wrocławs zu erreichen.

Markus und Ula Karzelek

Gemeindeausflug

Eine der Herausforderungen im Gemeindebau hier in Polen - zumindest in Großstädten wie Breslau - ist es, Beziehungen auf zu bauen und zu pflegen. Jeder will Beziehungen mit anderen Christen, aber im geschäftigen Alltag fällt es immer wieder schwer, die Zeit dafür zu finden.

So sind Gemeindewochenende immer wieder eine gute Möglichkeit, einander näher zu kommen. Ende September packten wir also unsere Taschen und fuhren in ein kleines Dort an der tschechischen Grenze. Da man dort nicht am Mobiltelefon erreicht werden kann - und auch das Internet nur sporadisch funktionierte - hatten wir genug Zeit, um gemeinsam zu kochen, zu essen, guten Vorträgen zuzuhören, aber auch zu spielen und zu wandern

Jungschar / Ameisli

Neben dem Kindergarten ist die Jungschar ein anderer evangelistischer Arm unserer Gemeinde. Im Zentrum stehen die Treffen unserer lokalen Jungschargruppe. Alle zwei Wochen treffen wir uns, um z.B. mit Hilfe von biblischen Geschichten (aktuell ist es Daniel), guter Literatur (z.B. Robinson Crusoe) oder anderen Themen (Berufe in der Bibel) aus Gottes Wort zu lernen. Die Jungscharleiter und Minileiter lieben es, biblische Wahrheiten in kreative Programme zu verpacken, damit die Kinder nicht nur darüber hören, sondern es erleben können. So geschah es zum Beispiel vor kurzem, als wir mit den Jungscharlern ein Sonnensystem „bastelten”, um so Gottes Herrschaft zu betonen (Siehe Film!)

Turek

Jozef und Jolanta Kurzawa

Turek (Zentralpolen) ist mit kapp 30'000 Einwohnern die kleinste Stadt in Polen, in der VE arbeitet. Sie ist in Polen bekannt für die hier ansässige Milchverarbeitung, sowie für den Braunkohle-Bergbau und das dazugehörige Kraftwerk. Charakteristisch für Turek sind die vielen nach dem gleichen Grundmuster gebauten Weberhäuser, die das Stadtbild prägen.

Józef und Jolanta Kurzawa setzen sich seit vielen Jahren mit ihrer Gemeinde für ihre Stadt ein. Es sind immer wieder Menschen zum Glauben gekommen, von denen aber eine größere Anzahl wegen Ausbildung und Arbeitssuche die Kleinstadt verlassen haben. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehören Kinderlager im Sommer und evangelistische Aktionen wie Weihnachten im Schuhkarton. Józef und Jolanta haben vier erwachsene Kinder.

Einige Bilder aus der Gemeindearbeit:

Jan und Marta Puchaz mit Jakub

Łódź ist ein besonderer Missionsort, weil alle evangelikalen Gemeinden insgesamt weniger als 0,1% der Einwohner ausmachen. Es gibt ganze Bezirke mit über 150'000 Einwohnern in Łódź, in denen es keine evangelikale Gemeinde gibt!

In der Kleinstadt Głowno (15'000 Einwohner), ca. 40 km von Łódź entfernt, unterstützt Jan den Aufbau einer Gemeindegründung. Er arbeitet dabei zusammen mit Wilhelm und Maria Schweyer (ein ehemaliges Pastorenehepaar aus der Schweiz). Im Umkreis von 35 km gibt es keine evangelikale Gemeinde.

Video von Jan Puchacz, Łódz:

Einblicke in die Gemeindearbeit

Richtig reich...

… sind gemäss der Bibel nicht die Leute, die auf einem Haufen Geld sitzen, sondern die „gern von ihrem Reichtum abgeben:

Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, zum Teilen bereit sind... 1. Timotheus 6,18

Die vielen Spenden für unsere Missionare erzählen von solchem Reichtum. Doch haben wir unser Budgetziel noch nicht erreicht. Es braucht weitere finanzielle Mittel, um alle Auslagen zu decken.

Bist du dabei, mit vergänglichem Geld etwas Unvergängliches zu bewirken?

Liebe Grüsse aus unserer Vision Europa Sitzung in Hochdorf

Credits:

Erstellt mit Bildern von Serhii Pererva - "untitled image" • Fabian Blank - "Cute piggy bank"