Der Altmühltal-Radweg in sechs Tagen Teil 2 - von Herrieden nach Treuchtlingen

Die zweite Tour unserer Altmühltal-Radreise führt von Herrieden nach Treuchtlingen und gliedert sich in die Strecke bis Gunzenhausen mit dem Almühlsee und des weiteren Abschnitts von Gunzenhausen nach Treuchtlingen. Es sind über 60 Kilometer, aber ohne Steigungen eine leichte Tour. Die Landschaft ist weiterhin geprägt von dem Charakter des Oberen Altmühltals und so radeln wir bei immer noch gutem Wetter entspannt und auf besten Radwegen los.

Eine leichte Tour trotz der gut 60 Kilometer-Distanz

Bei Mörlach überqueren wir die Altmühl (Startfoto) und schlagen die Richtung nach Ornbau ein.

Ornbau - touristisch noch nicht berührt

Ornbau ist die fünftkleinste Stadt Bayern und das Einganstor zu dem noch neuen Tourismusgebiet des Fränkischen Seenlandes. Den Ort selbst hat der Tourismus noch nicht erreicht und liegt an diesem Morgen auch noch im Tiefschlaf.

Die Altmühl bei Ornbau

Fränkisches Seenland

Am Altmühlzuleiter entlang von Ornbau

Hinter Ornbau führt der Radweg an dem Altmühlzuleiter entlang bis zum Altmühlsee. Dieser Wasserlauf ist wesentlich breiter als die Altmühl.

Überraschend groß, der Altmühlsee

Der Altmühlsee ist ein 450 Hektar großer, 1985 künstlich geschaffener See, der zur Regulierung der Hochwassersituation der Altmühl geschaffen wurde. Rund um den See hat sich eine intensive Freizeit- und Erholungssituation entwickelt. Es gibt Badestrände, Segelbootshäfen, Surfmöglichkeiten und Gastronomiemit den beliebten Biergärten.

Biergärten und mehr laden ein

Man kann den Altmühlsee rechts oder links herum umfahren oder, wer vor Ort Urlaub macht, hat einen schönen Rundkurs vor der Türe.

Rundkurs um den Altmühlsee gut ausgeschildert

Als Besonderheit und vor allem bei Wanderern und Gruppenausflügen beliebt ist die im Norden liegende Vogelschutzinsel, zu der ein Steg hinüber führt.

Brücke zur Vogelschutzinsel

Die Altmühl selbst fließt am Altmühlsee und westlich von Gunzenhausen vorbei.

Gunzenhausen - erfrischend belebt

Nach Herrieden und Ornbau, die sich uns so leb- und seelenlos darboten, freuen wir uns, in Gunzenhausen eine Stadt anzutreffen die sich modern und belebt präsentiert. Zwar stört auch hier der Autoverkehr mitten durch die Stadt, aber die gesamte Ausstrahlung wirkt positiv.

Der Färberturm - ursprünglich auch Pulverturm genannt

Die Keimzelle des Ortes war ein Römerkastell aus dem 2. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wird Gunzenhausen 823 im Zuge einer Klosterschenkung. rund 500 Jahre später kam die Stadt in den Besitz der Nürnberger Burggrafen. Heute ist Gunzenhausen das Zentrum des Fränkischen Seenlandes.

Rathaus

Das Stadt bild ist gepflegt und die Häuser haben wie das Rathaus die typischen farbigen Frontenmit den dekorativen Fensterläden.

Ein ganz moderner Designstore

Und wir stoßen auf das "S-Kultur", ein sehr modernes Geschäft, das Kochkurse, Kaffeebar und klassische Haushaltswaren anbietet und das so auch gut in jeder Metropole seinen Platz behaupten würde.

Lohnt ebenfalls einen Besuch, die Spitalkirche

An der Bahnlinie entlang

Von Gunzenhausen sind es noch gut 26 Kilometer bis zum heutigen Ziel Treuchtlingen. Es radelt sich gemütlich dahin in der flachen, weiten Landschaft. Die Strecke ist wenig spektakulär und führt lange Zeit durch die großen Maisfelder. Der Weg führt dabei oft direkt an der Bahnlinie entlang, so von Aha nach Windsfeld und mit kleineren Abzweigungen über Markt Berolzheim bis nach Treuchtlingen. Einen Abstecher gibt es nach Graben, wo die Karlsgrabenausstellung einen Eindruck zum Kanalbauversuch Karls des Großen von 793 gibt.

Die Fahrt zum Zentrum von Treuchtlingen ist unerfreulich, nicht richtig ausgeschildert und ohne Radweg. Wir weichen dem Straßenverkehr auf den Gehweg aus, müssen aber bald aufgeben, weil es keine Absenkungen des Bordsteins gibt. Im Zentrum angekommen lassen wir uns im Cafe LebensKunst, einem Integrationscafé, gegenüber dem Rathaus nieder. Auch hier stört der Verkehr, der mitten durch den Ort geleitet wird.

Unser Hotel - der Stadthof

Wir können auch hier im Garni-Hotel Stadthof ohne Wartezeit einchecken. Die Hotelanlage strahlt noch immer deutlich die Atmosphäre des ehemaligen Gutshofs, einer Stuterei, aus, bietet modern eingerichtete Zimmer und ein attraktives Ambiente. Zum Essen allerdings muss man in die Stadt. Eine Karte mit 5 Adressen bekommt man an der Rezeption.

Der Wintergarten

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht und umgezogen haben, machen wir uns auf den Weg durch die Stadt. Erstes Ziel ist das Stadtschloss.

Das Stadtschloss

Dort ist auch die Touristinformation untergebracht.

Im Schlosshof - im Hintergrund die St. Lambertuskapelle

Im Schloss gibt es verschiedene Ausstellungen, die überwiegend kostenfrei zu besuchen sind.

Ausstellung zum Naturpark-Zentrum

Dann schlendern wir noch durch die Gassen des 13 000 Einwohner-Ortes. Treuchtlingen ist ein gemütliches, gepflegtes Städtchen. Und mit der Altmühltherme, die 1996 fertig gestellt wurde, bekam der Ort eine weitere touristische Attraktion.

Gasse mit der evangelischen Markgrafenkirche

Treuchtlingen hat auch eine große Vergangeheit als Eisenbahnstadt. Neben dem Schloss findet man ein Dampflock-Exemplar.

Teilweise gibt es Fachwerkbauten und liebevoll gepflegte Gärten.

Vor dem Schloßgraben
Ein Beitrag aus dem Online-Reisemagazin www.reisepilot.de

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Credits:

Hans-Raimund Kinkel

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