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Schneechaos in Süddeutschland 150 Ortsverbände gegen die Schneemassen.

Das Alpenvorland versinkt im Schnee

Über Tage anhaltende starke Schneefälle. Lawinengefahr. Von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer. Ein ganzes Land schaut am Jahresanfang 2019 in das Alpenvorland. Die Region lebt vom Tourismus und ist viel Schnee gewohnt. Jedoch, was da über Tage vom Himmel kommt, wird langsam aber sicher zur Last. Insbesondere für Dächer von Turnhallen, Schulen, Seniorenheimen, aber auch von Privathaushalten, Pensionen und Hotels. Die Sorgen um das eigene Heim oder um die Existenzgrundlage werden vor Ort immer größer. Katastrophenalarm wird in fünf Landkreisen ausgelöst.

Über Tage und Wochen hinweg schaufeln Helferinnen und Helfer aus allen 111 bayerischen Ortsverbänden sowie Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg und Hessen Schnee von Hausdächern. Durch die körperlich anstrengende Arbeit sind häufige Personalwechsel nötig. Trotzdem kommen Helferinnen und Helfer mehrmals zum Einsatz und beweisen volles Durchhaltevermögen.

Miteinander geht es besser! Nicht nur bei der Sicherung der Einsatzkräfte ist man auf einander angewiesen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisation ist im Team erfolgsversprechend.

Oliver Friedel OV Baiersdorf

"Wir schaufeln ohne Unterbrechung. Aber was die Unterkunft angeht und die Logistik, sind wir maximal versorgt. Die Koordination lief zwar am Anfang ein wenig schleppend, aber das ist vermutlich bei jedem solcher großen Einsätze so. Es gab jedenfalls keine Organisation, mit der die Zusammenarbeit nicht geklappt hätte, und das ist toll zu sehen.“

Die Helferinnen und Helfer leisteten während des Einsatzes im Süden Bayerns unzählige Stunden. Allein die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW waren 77.000 Stunden im Einsatz.

In diesem Einsatz war die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte gefordert. Trotzdem war die Technik oft die Lebensversicherung für alle eingesetzten Helferinnen und Helfer. Kranwägen konnten als Festpunkte für die Seilsicherung eingesetzt werden. Sicherheitsgurte schützten die Einsatzkräfte vor Absturz.

Kranwägen zur Sicherung. Schaufeln gegen Schnee. Kettensägen gegen umgestürzte Bäume. Der Technikbaukasten des THW war gefragt.

Nicht nur die eigene Technik galt es zu beherrschen. Auch andere Kompetenzen waren gefragt. Beispielsweise die der 38 eingesetzten Baufachberater. Sie ermittelten die Schneelasten und ermöglichten eine Priorisierung der Einsatzstellen.

Schneelasten werden auf zahlreichen Dächern gemessen.

Kein koordinierter Einsatz ohne Führung. Das THW war in zahlreichen Stäben vertreten und setzte die eigenen Einheiten nach Bedarf ein. Auch die Logistik und Nachforderung war ein wichtiger Aspekt im Hintergrund.

Die Ablösung kam aus ganz Bayern. Wichtig, dass die benötigten Einheiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort eintrafen.

WIR DANKEN

Wir bedanken uns bei unseren Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz! Ein besonderer Dank gilt unseren Partnerinnen und Partnern, die dieses Engagement überhaupt erst ermöglichen, indem sie zu Hause die Stellung halten und sich um die Kinder kümmern. Besonders schätzen wir auch die Bereitschaft unserer Arbeitgeber, uns für den Dienst an der Gemeinschaft unbürokratisch frei zu stellen.

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