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Birnenlobpreis Madeleine Ruh-Hedinger

Im Herbst bekomme ich ein Kistchen mit Birnen. Mein Schwager übergibt sie mir und sagt: «Bringe sie in den Keller und schaue immer wieder danach. Wenn eine gelb wird, kann sie gegessen werden.»

Ja, tatsächlich. Eines Tages entdecke ich eine gelbe Birne und nehme sie mit in die Küche. Ich setze mich hin und schneide Schnitze und beisse hinein. Mmmh, fein, denke ich, genau im richtigen Moment erwischt. So saftig. Ich schlürfe den Saft in meinem Mund. Und dieses Aroma, einfach himmlisch. Ja, himmlisch, denke ich, der Vater im Himmel hat diese Birne erschaffen. Hier ist mein Schöpfer Gott dahinter.

Ich weiss nicht, wie mir geschieht. Meine Gedanken beginnen Gott zu loben: «Wunderbar, du grosser Gott. Du hast die Birne erschaffen. Woher hast du dieses geniale Aroma? Ich weiss, du hast es selbst erfunden. Es ist anders als das einer Banane, eines Apfels, einer Erdbeere. Es ist das einer Birne. Du hast es nicht in einem Beutel als Aroma gekauft. Nein, du bist der Erfinder. Auch des Aromas der Banane. Auch das des Apfels und der Erdbeere. Es gibt so viele verschiedene Früchte und alle haben ihr eigenes Aroma. Wir können es gut unterscheiden. Das bringt Abwechslung in unser Leben. Das hast du sooo gut gemacht.

Du bist einfach wunderbar. Ich danke dir, ich bewundere dich, bete dich an. Du bist so gut. Du bist so erfinderisch. Du bist so kreativ. Du bist ein schöpferisches Phänomen. Du bist mein grosser Gott»

Credits:

Erstellt mit einem Bild von khloe arledge - "untitled image"