Loading

Dreifaltigkeitskapelle HEILIGE RÄUME 2018

Kapelle zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Die Kapelle Heiligste Dreifaltigkeit ist eine römisch-katholische Krankenhauskapelle und befindet sich im Hochparterre des Pavillon IV des nach den Plänen von Architekt Johann Nepomuk Scheiringer gebauten Krankenhauses. Sie wurde als Rechtecksaal mit Tonnengewölbe und Polygonalchor und eingespannter Orgelempore gebaut. Der Saal wird beidseitig von drei mit Rundbögen überfangenen Rechteckfenstern belichtet. Der Chor ist mit einem Bronzegitter-Kommunionsbank abgetrennt. Aufgestellte Figuren Herz Jesu von Florian Josephu-Drouot und Herz Mariae von Anton Endstorfer. Das Triptychon Heilkunst aus dem Jahre 1913 ist von Hans Zatzka. In den Seitenwänden eingelassene glasierte Kreuzwegreliefs von Heinrich Epler sind aus dem Jahre 1896.

Blick zum Chor
Blick zur Orgelempore

Der einschiffige Kapellenraum hat 104 Sitzplätze und reicht über zwei Geschosse. Die bunten Glasfenster rechts und links zeigen die Heiligen Josef, Antonius von Padua, Johannes Nepomuk, Elisabeth von Thüringen sowie Franz und Klara von Assisi. Geweiht ist die Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Das dreiteilige Altarbild ist eine Spende des Malers Hans Zatzka, von dem auch der Altar in der Versorgungsheimkirche stammt. Er schuf es 1913 als sein letztes großes sakrales Werk. Das Mittelbild zeigt den Heiland als Tröster der Kranken. Der auf dem Totenbett liegende Mann trägt die Gesichtszüge des drei Jahre zuvor verstorbenen Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger, der auch in anderen Gestalten der Altarbilder wiederzuerkennen ist. Die Frau im Ordensgewand der Hartmannschwestern symbolisiert das Pflegepersonal.

Über dem Eingang zur Kapelle spannt sich eine Orgelempore. Die Lampen im Presbyterium und die Wandleuchten sind nach Entwürfen von Otto Wagner gefertigt. Auch im Eingangsbereich der Kapelle gestaltete der Jugendstil-Architekt zwei heute leider entfernte Absperrgitter. An beiden Wänden unter den Fenstern und über den Sitzbänken läuft ein einfacher Fries, in den 1896 von Heinrich Epler gestaltete Kreuzwegstationen eingesetzt sind. Im Vorraum erinnert ein Bild an die 1998 selig gesprochene Mödlinger Krankenschwester und Hartmannschwester Maria Restituta Kafka, die wegen ihres Widerstands gegen die Nazidiktatur als einzige Ordensfrau am 30. März 1943 in Wien hingerichtet wurde. Einst hatte sie als Hilfsschwester in diesem Krankenhaus den Kontakt zu den Hartmannschwestern gefunden und war daraufhin in ihre Gemeinschaft eingetreten.

Das Krankenhaus Hietzing (vormals Lainz) wurde im Jahr 1913 anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. nach fünfjähriger Bauzeit eingeweiht. Architekt war Johann Nepomuk Scheiringer, der unter anderem auch die Karl Borromäus-Kirche im benachbarten ehemaligen Versorgungsheim Lainz geplant hatte. In seiner Zeit zählte das so genannte Kaiser-Jubiläumsspital mit seinen 1000 Betten zu den modernsten Spitälern der Stadt Wien.

KAPELLE HEILIGSTE DREIFALTIGKEIT · Krankenhaus Hietzing · 1130 Wien

Credits:

Fotos by Gerd W. Götzenbrucker

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.