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THEA an der GMS Jettingen THEmenorientiertes Arbeiten

Grundlagen

  • THEA ist eine offene Projektzeit an einem Nachmittag in der Woche (mind. 90 Minuten), ohne vorgeschriebenes zeitliches Limit für SchülerInnen
  • THEA findet über das gesamte Schuljahr statt
  • für alle Klassenstufen von 5 bis 10 gibt es ein gemeinsames Überthema
  • SchülerInnen erarbeiten ein Teilthema einzeln, mit einem Partner oder in einer Gruppe (max. i.d.R. 4 Personen)
  • nach Möglichkeit findet THEA zu Hause statt (die GMS Jettingen bietet eine Notbetreuung an, da sie eine gebundene GTS ist)
  • Fachräume können bei Bedarf und rechtzeitiger Anmeldung vor Ort genutzt werden
  • für einen Doppeljahrgang (5+6, 7+8 und 9+10) ist jeweils eine Gruppe von Lehrkräften und ggf. weiteren Mitarbeitern als THEA-BegleiterInnen zuständig
  • jeder Doppeljahrgang hat ein gemeinsames THEA-Padlet als zentrales Tool
  • das Ergebnis eines THEA-Projektes wird in irgendeiner Form vorgestellt (z.B. Präsentation, Video, Labbook, Ausstellung, ...)

Rolle der Lehrkräfte

"Am schwersten auszuhalten ist, dass SchülerInnen vielleicht auch zunächst nichts tun. Sollen sie aber wirklich selbstständig arbeiten, dann bringt es nichts, den Bespaßungsclown zu machen. Es auszuhalten gehört dazu." (Lehrkraft der GMS Jettingen nach der 3. Woche THEA)
  • Lehrkräfte sind THEA-BegleiterInnen; sie begleiten, sie beraten, sie coachen
  • THEA-BegleiterInnen sind während der THEA-Zeit per BigBlueButton zu erreichen und/oder sind für die SchülerInnen in Präsenz vor Ort greifbar
  • sie verwalten das THEA-Padlet
Einblick ins THEA-Padlet der Kl. 7a
  • bei Bedarf geben sie in den unteren Klassenstufen Impulse, auch fachlich, oder stellen helfendes Material bereit-dazu dient auch unser Ideenpool
  • THEA-BegleiterInnen geben methodischen Input, sofern dieser verlangt wird - z.B. zur Nutzung von bestimmten Methoden und Tools
  • sie geben Feedback und Tipps
Beispiele für Feedback über Padlet. Jede Gruppe hat eine eigene Spalte. Über dem Feedback finden sich durch die SchülerInnen geteilte Zwischenschritte in Form von Text, Bild und Film.
"THEA ist eine tolle Bereicherung. Was SchülerInnen hier von sich zeigen, lässt mich jetzt schon staunen." (gleiche Lehrkraft wie zuvor nach der 5. Woche THEA)

ABER:

Da sich die Zeit für THEA auch aus Stunden verschiedener Nebenfächer generiert (jedes Nebenfach gibt eine Stunde), funktioniert THEA nicht ohne Lernstandserhebung und muss mit in den Lernentwicklungsbericht einfließen, so sind die Lehrkräfte auch in der Rolle des Beurteilers. Daher spielen Rollenklarheit, Formen der bestärkenden Leistungsrückmeldung und Wertschätzung eine äußerst wichtige Rolle für die THEA-BegleiterInnen.

Auch die THEA-BegleiterInnen organisieren sich mit Hilfe eines eigenen Padlets.

Lehrkräfte können jedoch nicht überall Profis sein, daher gilt es im Team (und in Unterteams) zu handeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Wie im bekannten Schulalltag auch, sind multiprofessionelle Teams am erfolgreichsten. Neben Lehrkräften unterschiedlichen Lehramts und unterschiedlicher Fachrichtung bestehen unsere Teams auch aus Jugendbegleitern, FSJlern, Schulsozialarbeit und KooBO-Beauftragten (=kooperative Berufsorientierung).

Warum überhaupt THEA?

  • Projektarbeit ist ernsthaftes Lernen mit einer vergleichsweise hohen intrinsischen Motivation
  • Loslösung vom Denken in Fächern
  • ernsthafte Nutzung von digitalen Tools und somit dauerhaftes Üben/Vorbereiten auf school@home oder einem Hybridsetting (aus welchen Gründen auch immer)
  • Vorbereitung auf die verbindliche Projektarbeit in Klasse 9
  • Lockerung/Entlastung des gebundenen Ganztages

TIPPS AUS DER PRAXIS

  • ein gemeinsamer Auftakt vor Ort erleichtert den Start (für neue Klassen fand THEA in den ersten 4 Wochen in Präsenz statt)
  • wenige, aber verlässliche Tools nutzen (bei uns sind dies Padlet, Nextcloud und BigBlueButton)
  • SchülerInnen brauchen Bereiche, in denen sie sich ohne Lehrkräfte vernetzen können (z.B. eigene BBB-Räume oder Padlet-Chats)
  • fixe Termine für Besprechungen und Zwischenstände setzen, um gerade SchülerInnen, die sich schwer selbst organisieren können, zu unterstützen - frei nach dem Motto: "So viel Struktur wie nötig, so viel Freiheit wie möglich."
"Die Einführung von THEA ist wie ein eigenes THEA-Projekt, aber eben für das Kollegium. Lehrkräfte sind hier auch Lernende und brauchen dafür Vertrauen, Wertschätzung und Unterstützung. Als Schulleitung [im Team] gilt es die Rolle des THEA-Begleiters fürs dieses Projekt zu übernehmen - ohne das man selbst Profi für jeden Bereich sein kann." (Dominic Brucker, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Jettingen)

THEA im Schuljahr 2020/2021 - 14 Klassen - 1 Thema - 1000+ Möglichkeiten

Mehr Infos dazu gibt es hier.

Einblicke in das THEA-Projekt "Aus Alt mach neu!"

Kissen aus alter Bettwäsche
eine Flasche wird zur Lampe
Anleitung zum Twin-Shirt (im Hintergrund)
Ananas-Stiftedose mit Anleitung
1 Flasche + 2 Kochlöffle = viele satte Vögel

Rechtliches zum Versicherungsschutz

Auskunft der UKBW vom 17.11.2020: Die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg sind bei den durch die Schule und die Lehrer vorgegebenen Tätigkeiten (Videokonferenz, Aufgaben und Vor- und Nachbereitung) im Home-Schooling über die UKBW abgesichert. Damit das projektorientierte Arbeiten zu Hause versichert ist, muss dieses von den Lehrkräften der Schule vorbereitet und organisiert werden. Dazu ist z.B. erforderlich, dass der Lehrer die Aufgaben genau definiert, bestimmte zeitliche Vorgaben hinsichtlich der Durchführung und Fertigstellung macht und dass der Lehrer währenddessen als Ansprechpartner erreichbar sein muss.

Anforderungen oder Mindestanforderungen zum Alter oder Lernort geben wir nicht vor.

Generell ist der Versicherungsschutz von Schülern gegeben, wenn die unfallbringende Verrichtung im organisatorischen Verantwortungsbereich geschieht und im sachlichen / inneren Zusammenhang mit dem Schulbesuch steht [Bildungsplanbezug oder Bezug zum Schulcurriculum]. [...] Ein "Besuch der Schule" findet folglich nicht ausschließlich im Schulgebäude und auf dem Schulgelände statt. Auch wenn das nicht bedeutet, dass an allen außer-schulischen Lernorten für alle dort verrichteten schulbezogenen Tätigkeiten Unfallversicherungs-schutz besteht, ist doch auch Unfallversicherungs-schutz jedenfalls für Tätigkeiten bejaht worden, die "im Auftrag" oder "auf Anordnung" einer Lehrperson erfolgten. Hinsichtlich der Sicherheit und Gesundheit möchten wir darauf hinweisen, dass nur solche Aufgaben gestellt werden, die mit den Sicherheitsbestimmungen der Schule konform sind. Auch beim Home-Schooling muss eine Unterweisung des Lehrers (z.B. durch Videochat) erfolgen. Gefährliche Maschinen sind zu vermeiden bzw. zugelassene Maschinen sind nur unter Aufsicht des Lehrers bzw. in der Schule zu benutzen.

Der Schutzbereich der gesetzlichen Unfall-versicherung endet bei Minderjährigen jedoch dort, wo der elterliche Verantwortungsbereich beginnt.

Zur Abgrenzung: Werden die Aufgaben zu Hause ohne konkrete schulische Organisation und zwar im Sinne von einer privaten Lernvorbereitung (Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitung, freiwillige Übungen) durchgeführt, so stehen die Schüler dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Created By
Dominic Brucker
Appreciate

Credits:

Alle Foto stammen aus laufenden oder abgeschlossenen THEA-Projekten der GMS Jettingen.