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Antonkirche HEILIGE RÄUME 2018

Pfarrkirche "heiliger Antonius von Padua"

Seit 1894 gab es Bemühungen, in dem rasch wachsenden Arbeiterbezirk Favoriten eine zweite Kirche zu errichtet (seit 1876 bestand die Kirche St. Johann Evangelist, 10, Keplerplatz 6). Als Kardinal Anton Gruscha die Initiative ergriff, ordnete Franz Joseph I. am 18. April 1896 dem Kultusministerium die Bereitstellung der Geldmittel an; die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Oktober 1896 in seiner Anwesenheit.

Blick zum Chor
Blick zur Orgelempore

Die Pläne für den monumentalen byzantinisierenden Kuppelbau stammen von Franz Ritter von Neumann; die beiden campanileartigen Fassadentürme (51 Meter hoch) und die vier kleinen Türme orientieren sich an italienischen Vorbildern (Sant' Antonio in Padua und San Marco in Venedig). Die Pfarre wurde bereits am 1. Jänner 1901 errichtet, weshalb zunächst im unfertigen Bau eine Notgottesdienststätte benediziert wurde (Einweihung der Gesamtkirche am 11. November 1901). Am 6. November und 11. Dezember 1944 durch Bomben schwer beschädigt, wurde die Kirche 1946-1961 unter der Leitung von Anton Steflicek baulich wiederhergestellt. Die Vierungskuppel krönt eine Riesenstatue des Erlösers (durch den Kupferschmied Fritzwänger neu geschaffen und am 3. Oktober 1948 wiederaufgestellt), über dem Hauptportal ist eine Statue des heiligen Antonius angebracht (Neuanfertigung von Heinz Satzinger).

Die ursprünglichen Wandgemälde (von August Wörndle) gingen fast völlig verloren (Reste in der Taufkapelle). An den Apsiden Glasmosaikbilder von Heiligen, die eine besondere Beziehung zu Wien und Österreich haben (darunter Clemens Maria Hofbauer, Petrus Canisius, Johannes Capistran). Am Altar im linken Querschiff befindet sich eine Pietà-Gruppe aus dem 18. Jahrhundert, die sich in einer Kapelle des Schmelzer Friedhofs befunden hatte; von dort stammt auch die im hinteren Teil der Kirche aufgestellte Barockfigur des heiligen Johannes Nepomuk. Die Statue des heiligen Antonius auf dem Altar im rechten Querschiff schuf der Südtiroler Ferdinand Stuflesser. Der einzige im Originalzustand erhaltene Raum ist die (derzeit unbenutzte) ehemalige Lourdes-oder Trauungskapelle mit kassettierter Holzdecke, Gemälden und Porträtmedaillons.

Seit 1911 bestand an der Pfarre die erste Pfadfindergruppe Wiens, das "Pfadfinderkorps St. Georg", das zur Ausweitung des Gedankens beitrug.

ANTONKIRCHE · Antonsplatz · 1100 Wien

Credits:

Fotos by Gerd W. Götzenbrucker

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