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Schule im Homeoffice Tools und tIpps von Cathleen

Ich bin Cathleens Avatar und führe dich durch die Präsentation.

Wie kommuniziere ich mit Schüler/innen?

1. DSGVO-konform (Kein WhatsApp!)

Fileccia, Marco u.a.: Knowhow für junge User. Mehr Sicherheit im Umgang mit dem World Wide Web. Materialien für den Unterricht. Klicksafe 2016.

Wir Lehrer/innen haben eine Vorbildfunktion und sollten Schüler/innen dazu anleiten, sich sicherer im Internet zu bewegen und die eigenen Daten zu schützen. Der Server von WhatsApp liegt in Kalifornien. WhatsApp gehört zu Facebook und Telefondaten sowie Kontakte werden von Facebook gespeichert. Das macht es unsicher.

2. Über einfache technische Lösungen: z. B.

Telegram als Alternative zu WhatsApp

  • Telegram ist ein Cloud-Messenger.
  • Telegram ist schneller und sicherer (geheime Chats sind auch möglich).
  • Dateien und Fotos können wieder gelöscht werden.
  • Telefonnummern werden nicht angezeigt - jeder kann sich mit einem Profilnamen anmelden, z.B. @homeschoolist
  • Es können große Gruppe angelegt werde. Aber Vorsicht: Die Gruppengröße kann schnell zu unkontrolliertem sozialen Verhalten, inkl. Hass und Mobbing führen. Das sollte von der Lehrkraft unbedingt moderiert werden.
Screenshot Telegram FAQ (Stand: 23.3.2020)

Moodle

  • Viele Schulen arbeiten seit Jahren mit Moodle (z. B. Lernraum Berlin), was nun auch als App vom Handy aus bedienbar ist.
  • Kurse können mit Berechtigung erstellt, Dateien sicher abgelegt und mit Schüler/innen kommuniziert werden.
  • Aufgaben und Arbeiten können terminiert ausgegeben und eingesammelt werden.

Lernmanagementsystem

  • Manche Schulen haben bereits eine eigene schul.cloud, welche eine geschützte interne Kommunikation und eine Dateiablage erlaubt. Ähnliche Produkte sind Lernmanagementsysteme wie iServ, die bereits von vielen Schulen genutzt werden.

Microsoft Office Teams

  • Teams kann als App über das Handy verwendet werden.
  • Schüler/innen und Kolleg/innen können zu Chats und Videokonferenzen als Gast geladen werden, ohne dass eine Registrierung nötig ist.
  • Dateien können zur Bearbeitung abgelegt werden.
  • Eine Verknüpfung mit anderen Office-Produkten ist möglich, so z. B. mit One Note oder One Drive.

Eine gute Alternative zu Teams stellt Jitsi dar. Die Anwendung ist intuitiv und die Funktionalität gut.

Ein Tipp für Videokonferenzen: Stell das Bildschirmbild aus und lass nur das Profilbild anzeigen. So können Schüler/innen mit Screenshots keinen Unfug betreiben. Die Mikrofone sollten während der Konferenz ausgestellt werden, wenn nicht gesprochen wird. Andernfalls treten eine Reihe von Störgeräuschen auf.

Kollaboratives Arbeiten - gemeinsam Dokumente bearbeiten

Du möchtest mit Kolleg/innen zum Beispiel Kann-Listen für Prüfungen erstellen und fragst dich, wie das geht, ohne Worddokumente hin und her zu schicken?

Hier stelle ich dir einige Tools vor:

  • Kollaboratives Dokument und Etherpad Lite im Lernraum Berlin: Wer in Berlin unterrichtet, kann den geschützten virtuellen Raum Lernraum Berlin nutzen. Beim Anlegen von Material/Dateien besteht die Möglichkeit, ein gemeinschaftliches Dokument zu eröffnen. Zu diesem haben nur die eingeschriebenen Kursteilnehmer Zugang.
  • GoogleDoc für ein Lehrer-Team: Du erstellst ein Google-Konto (Daten und Dokumente werden von Google gespeichert!), gehst auf Docs, wählst eine Vorlage oder leeres Dokument aus und beginnst, ähnlich wie in Word, ein Dokument zu erstellen. Dieses kannst du an deine Teampartner freigeben, die jetzt jederzeit und auch über das Handy daran weiterarbeiten können. Das Dokument kann als PDF, docx, odt oder anderes Format heruntergeladen sowie ausgedruckt werden.
  • zumpad: Über https://zumpad.zum.de kannst du ohne Voranmeldung dein eigenes zumpad erstellen. Das Etherpad eignet sich beispielsweise, um Schüler/innen Texte oder Aufträge kommentieren bzw. gemeinsam Texte verfassen zu lassen (beispielsweise eine Kurzgeschichte in Partnerarbeit). Die Schüler/innen schreiben dann parallel in das Dokument hinein, was durch unterschiedliche Farben deutlich wird. Das kann in größeren Gruppen schnell unübersichtlich werden. Für kleine Teams und anspruchslose Austausche ist das Tool in Ordnung.
  • HackMD: Über https://hackmd.io kannst du mit Schüler/innen kollaborativ an Texten arbeiten, Texte formatieren, Bilder einfügen und Websiteinhalte einbetten. Für Fortgeschrittene ist das ein funktional vielseitiges Tool.

Schülerergebnisse präsentieren und kommentieren lassen

  • Padlet bietet dir die Möglichkeit, über Linkversendung zu einer digitalen Leinwand Arbeitsergebnisse von den Schüler/innen einstellen zu lassen, welche auch von anderen Schüler/innen kommentiert werden können. Padlet gibt es auf Deutsch und Englisch sowie als App- und Desktopvariante. Andere Vorlagen wie Timelines können beispielsweise für eine Prüfungsvorbereitung in Geschichte oder Politik genutzt werden. Ein paar Padlets sind kostenfrei nutzbar.
Trello bietet zahlreiche Vorlagen für den Bildungsbereich und ermöglicht einen reibungslosen Datenexport

Wie komme ich schnell an freie Unterrichtsmaterialien zum Bereitstellen für die Schüler/innen?

Der Lizenzhinweisgenerator sagt dir, ob du das Material oder Medium (z. B. Bilder, Videos) frei verwenden darfst. Das betrifft vor allem Materialien, die du im Internet gefunden hast.

OER-Materialien im Internet:

  • Tutory bietet einen großen Fundus an Unterrichtsmaterialien für alle Fächer, die du über Anmeldung auf der Website auch bearbeiten und mit gleicher Lizenz weiterbearbeiten sowie solidarisch weiterteilen kannst. Eine Beratung zu den Lizenzen ist bei Tutory inklusive.
  • Digital Learning Lab ist das Hamburger Kompetenzzentrum für die Unterrichtsgestaltung in digitalen Zeiten. Die hier eingestellten Unterrichtsmaterialien und -reihen folgen der KMK-Strategie zur Bildung im digitalen Zeitalten und sind redaktionell von Lehrer/innen geprüft, was bisher einzigartig ist. Die Vorstellung der Materialien erfolgt in einem einheitlichen und didaktisch aufbereiteten Format. Neue digitale Tools werden ebenfalls vorgestellt. Mein absoluter Favorit!

Du hast das erste Notfallpaket geschnürt und nun etwas Zeit übrig?

Dann sollten wir überlegen, wie du Unterrichtsmaterialien erstellst, die ansprechend und vielseitig sind.

Mein Favorit:

Tutory

  • Das Tolle an dem webbasierten Arbeitsblattgenerator ist das automatische Erstellen von Lösungsblättern, das fertige Layout, die CC-Bibliothek, der QR-Code-Generator sowie der Zugriff auf viele andere freie Materialien. Du kannst dir auch Materialsammlungen anlegen. Probier einige Tools mit der kostenfreien Version aus!

Wenn du deinen Schüler/innen weitere Empfehlungen sowie gezielte Medien zum Lernen geben willst, wirst du hier fündig:

Distanzlernen für Schüler/innen und Eltern

Ich finde es auch wichtig, die Schüler/innen bei der Selbstorganisation zu beraten und ihnen beim Finden einer Hauslern-Struktur zu helfen.

Folgende Ideen können beispielsweise Klassenleiter/innen an ihre Klassen weitergeben:

Homeschooling-Wochenplan mit Trello
  • Einen Wochenplan nach der eigenen Lernstruktur (unter Berücksichtigung des eigenen Biorhythmus) mit festen Lern- und Fachzeiten erstellen
  • Feste Termine für Videokonferenzen mit der/dem Klassenlehrer/in
  • Tipps für das Home Office geben: einen klar abgegrenzten ruhigen Arbeitsbereich einrichten, das Handy in der Arbeitszeit auslagern, kleine Pausen einlegen usw.

So, das war es erst einmal von mir. Bleibt gesund und munter!

Ich wurde mit Bitmoji erstellt.

Alle Aussagen zur DSGVO sind ohne Gewähr. Alle verwendeten Bilder sind selbst erstellt oder wurden der Website Pixabay (CC) entnommen. Der Avatar wurde mit der App Bitmoji erstellt.

Created By
Cathleen Henschke
Appreciate

Credits:

Erstellt mit Bildern von Marten Bjork - "Teamwork" • Emma Matthews Digital Content Production - "Black and White Desk Flat Lay"