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er wohnt, wie er lebt - oder wie colombo die welt entdeckte Ivano Colombo hat den Schweizer Designermöbelmarkt revolutioniert, ist mit russischen Flugzeugen um die Welt gereist und besitzt ein Haus in Wolfhausen. Am liebsten spricht der Tessiner aber über Frauen.

Text: Tanja Bircher/ Bilder: Seraina Boner

Februar: Mit grossen Schritten durchquert Ivano Colombo das Erdgeschoss seines Möbelgeschäfts in Zollikon. Man nennt ihn auch Wohngott, Pionier oder Legende der Schweizer Designermöbel. Als einer der ersten hat Colombo italienische Luxuseinrichtungen in die Schweiz gebracht. «Ich weiss, was ich mache», sagt er in beiläufigem Tonfall und mit breitem italienischen Akzent.

Sein Kopf ist kahl, seine Nase ziemlich gross, sein Markenshirt spannt etwas am Bauch. Colombos Charme ist entwaffnend. Seine Energie fast greifbar. Während seines Marsches, der an afrikanischen Masken, silbernen Vasen und dicken Fellen vorbei führt, bleibt er immer wieder abrupt stehen, dreht sich um und erzählt eine Anekdote. Und davon hat er viele.

Zum Innendesign sei er dank seiner ersten Ehefrau gekommen. «Wir waren in der Altstadt in Zürich unterwegs und da entdeckten wir einen wahnsinnig guten Laden mit italienischen Möbeln.» Dort habe er sein erstes Sofa gekauft. «Es war ungeheuer teuer.» 5000 Franken. Am Neumarkt 17. Er war 29 Jahre alt. Die Besitzerin habe ihn sympathisch gefunden und ihn gefragt, ob er jemanden kenne, der den Laden führen könnte. Er sagte: Ich. So habe es begonnen. Von der Branche wusste er wenig. 16 Jahre habe er dort gearbeitet, dann sei er in die Selbständigkeit gegangen.

Das Gästezimmer ist der einzige Raum in Ivano Colombos Haus, das sich mit Schiebewänden zu einem abgeschlossenen Raum verschliessen lässt.

Die Toilette steht in der Dusche. Auf dem WC-Deckel hat Colombo seinen Namen eingravieren lassen.

Die schwarze Küche im Hintergrund steht im krassen Kontrast zum farbigen Flickenteppich und dem kunterbunten Hocker, der aus Recycling-Material besteht.

Die vielen Reisen, die Colombo nach Südamerika unternommen hat, haben auch seine Inneneinrichtung geprägt.

Nun ist Colombo seit über 50 Jahren in der Innen- und oft auch Ausseneinrichtung tätig. «Aber noch nie an einer so schönen Lage.» Colombo deutet aus dem Fenster auf den Zürichsee. Vor vier Jahren ist er mit seinem Fachgeschäft «Colombo - La Famiglia» vom Hürlimann-Areal an die Goldküste ins sogenannte «Redbox-Haus» an der Seestrasse gezogen.

«Die Gemeinde sollte einfach sexyer sein.»

Zweimal sei er bereits verheiratet gewesen, wechselt er jetzt unvermittelt das Thema. Seine jetzige Freundin ist jung. Wie jung, will er nicht sagen. Er selbst sei alt. Wie alt, will er nicht sagen. Seit über 30 Jahren wohnt Colombo in Wolfhausen. «Zu welcher Gemeinde gehört das schon wieder?», fragt er jetzt und dreht sich erneut mitten im Lauf um. Er lächelt. Frech. Freundlich. «Bubikon, oder?» Bünzlis seien das. Die Gemeinde lasse sich überhaupt nichts einfallen für ihre Bewohner. «Sie sollten zum Beispiel Pärke bauen mit Wasserfällen und Ponys für die Kinder.» Die Umgebung sei wunderschön, die Landschaften idyllisch. «Aber die Gemeinde sollte einfach sexyer sein.»

August: Ein gigantisches Gitter, das mit farbigen Glasflächen bestückt ist, verläuft entlang jener Hausseite, die der Strasse zugewandt ist. Überdimensionierte Bronze-Figuren von Menschen stehen davor. Ivano Colombo öffnet in einem schwarzen Marken-Sportshirt das Tor zu seinem Haus in Wolfhausen und grinst. «Kann es sein, dass man – wenn man in einer Bünzli-Gemeinde wohnt – selbst zum Bünzli wird?», fragt er lausbübisch. Er habe noch einmal alles kontrolliert und aufgeräumt. Das tue er normalerweise nicht.

Das Tor, das zu Ivano Colombos Haus in Wolfhausen führt, zieren überdimensionierte bronzefarbige Figuren.

Colombo wohnt bereits seit über 30 Jahren im seinem Haus, das alleine umgeben von Wäldern und Feldern Richtung Lützelsee steht.

Entdeckt hat das Objekt, das damals als Schwulenburg bekannt gewesen sei, eine seiner Ex-Frauen.

Damit sein Garten schön aussieht, hat Colombo darauf bestanden, dass die Fotos erst im Sommer geschossen werden. «Im Winter sieht alles so trostlos aus.» Nun hat aber die Trockenheit der grossen Wiese vor dem Haus zugesetzt, sie ist mit lauter braunen Flecken durchzogen. «Dieser braune Fleck dort ist aber gewollt», sagt Colombo und kichert. Er zeigt auf eine kleine Anhöhe, wo mitten in der Wiese ein Stück Gras mit feinem Sand ersetzt wurde. Ein Ministrand inklusive gestreiftem Sonnenschirm, zwei gleichfarbigen Liegestühlen und einem Flaschenhalter. «Das ist meine kleine Copacabana», sagt Colombo. Im Hintergrund stehen bronzefarbige Metallplastiken von Kühen.

Mix zwischen Brasilien und Wolfhausen: Hinter der kleinen Copacabana vor Colombos Haus stehen bronzefarbige Metallplastiken von Kühen.

«Der Grund für diesen Artikel ist, dass ich einen Gärtner suche», sagt er jetzt und kichert wie ein kleiner Junge. Er meine das ernst, fügt er dann noch immer glucksend an. «Er darf auch schon pensioniert sein, ich brauche ihn nur etwa 15 Wochen im Jahr.»

Den Strand erreicht man über eine breite Holzbrücke.

Colombos Haus ist einstöckig, im Stil eines Bungalows und liegt abseits Richtung Lützelsee, umgeben von Feldern und Wäldern. «Früher nannte man das Haus Schwulenburg», sagt Colombo. Der Mann, der vor ihm dort gelebt habe, sei homosexuell gewesen und habe ständig Freunde aus ganz Europa eingeladen, um Partys zu feiern. Colombos damalige Partnerin hat das Objekt entdeckt. Als er sie nach dem Kauf bei der Gemeinde angemeldet habe, sei das dort auf Verwunderung gestossen. «Die dachten, sie hören nicht recht, dass nun eine Frau hier wohnt.» Er lacht laut.

Februar: Nun steht er in einem Raum mit knallbunten, orientalisch angehauchten, Blumen-Tapeten, die vom Boden bis zur Decke reichen. Sie stammen vom St. Galler Modedesigner Jakob Schläpfer. Er möge verrückte Dinge. «So chli crazy», sagt er und fuchtelt wild in der Luft herum. In seinem Haus in Wolfhausen habe er sich ausgetobt. «Das Bad», sagt Colombo, dann hält er inne und tippt mit dem Zeigfinger verschwörerisch an die Nase. «Nein, ich verrate es nicht. Sie müssen selber schauen kommen.»

August: Das Haus ist offen, durchlässig. Nur das Gästezimmer kann dank farbigen Holzschiebewänden zu einem einzelnen Raum verschlossen werden. Colombos Bett hat die Form eines Schlauchbootes, von seinem Schlafzimmer besteht ein direkter Zugang zur Autogarage. Dort steht oft ein alter Ferrari, wenn er nicht gerade in der Werkstatt ist. Und dann «Das Bad»: Dass es eine Badewanne beherbergt, sieht man erst auf den zweiten Blick. Colombo hat einen verschiebbaren Schrank darüber bauen lassen. So kann die Badewanne nach Bedarf abgedeckt werden.

Ivano Colombos Bett hat die Form eines Schlauchbootes. Es liegt im selben Raum wie auch das Badezimmer.

Vom Schlafzimmer aus besteht dank der Türe rechts ein direkter Durchgang zur Autogarage. Das Bild hinter dem Bett hat Ivano Colombo für eine Ausstellung zum Thema Stuhl in Auftrag gegeben.

Der Schrank zwischen Lavabo und Bett dient nicht nur als Stauraum für Kosmetika. Er beherbergt zudem einen Fernseher und ...

... überdeckt eine Badewanne.

Eine ehemalige Partnerin liebte es zu baden. Colombo selbst mag es nicht sonderlich.

«Ich hatte einmal eine Freundin - oder war es eine Ehefrau? Ja, ich glaube es. Jedenfalls liebte sie es, zu baden.» Er zuckt die Achseln. Er hingegen könne damit nichts anfangen. «Es ist grusig.» Er wolle doch nicht in seinem eigenen Dreck sitzen. Die Frau sei mittlerweile weg, die Badewanne nicht. «Deswegen habe ich jetzt den Schrank.»

Februar: Colombo setzt sich an einen runden Holztisch im hinteren Teil seines Geschäfts. Wolfhausen sei nur sein Teilzeit-Zuhause. Den Winter, den er in der Schweiz nicht ertrage, verbringe er in Brasilien. Eine seiner Ex-Frauen stamme von dort. «Die Ehe war keine so gute Idee. Aber dafür konnte ich ein Haus am Strand bauen, ich bin süchtig nach dem Meer.» Während er spricht, zeichnet er mit seinem Zeigfinger einen Kreis auf den Tisch. Immer und immer wieder. «Direkt am Wasser», flüstert er dann. Das habe auch einen Nachteil. Das Salz dort sei neunmal stärker als beispielsweise jenes in Italien. «Es rostet alles», sagt er jetzt laut. «Alles.» Alle zwei Jahre er den Kühlschrank und den Fernseher ersetzen.

«Einige der Frauen dort, das glauben Sie nicht. Diese Schönheit, so anmutig.» Er kenne jeden Winkel von Brasilien. Sogar den Dschungel. «Ich bin an Orte vorgedrungen, wo vor mir noch kaum jemand war.» Er zwinkert.

August: In seinem Haus treffen Brasilien und Wolfhausen an vielen Ecken aufeinander. Mit einem Schalter kann Colombo einen Mechanismus auslösen, der einen kleinen Bach über ein gläsernes Vordach in einen darunter liegendes Becken tropfen lässt. Das Wasser fliesst in einen ovalen mit Seerosen übersäten Teich, in dem kleine Fische schwimmen.

Über den Teich erstreckt sich eine breite Holzbrücke, die einen Wall hinauf zu einem merkwürdigen quadratischen Häuschen führt. Dieses besteht aus vier Seitenwänden, die an Leinwände erinnern, und einem Dach, in der Mitte davon steht ein Bett. Die Seitenwände lassen sich entfernen. Somit bleibt ein überdachtes Bett, das frei im Garten steht. Hinter Colombos Haus auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ausserdem ein langer Pool, der den Blick auf einen grossen Wald und einige weit entfernte Bauernhäuser freigibt.

Mit Bubikon habe er wenig am Hut, sagt Colombo. «Aber meine Nachbarn - die Luchsingers und die Familie Brunner - mag ich sehr gerne.» Ausserdem besuche er regelmässig das Restaurant Löwen im Dorf. «Die Besitzer sind wahnsinnig liebe Leute und das Essen ist köstlich.»

Über eine runde, bewachsene Treppe erreicht man eine Hollywoodschaukel und das Schwimmbad hinter dem Haus.

Pflanzen aller Art sorgen vor und auch im Haus für eine südliche Atmosphäre am Rande der Gemeinde Bubikon.

Eine breite Holzbrücke erstreckt sich über den mit Seerosen übersäten Teich. Auf einer kleinen Ausbuchtung steht ein Holztisch mit Stühlen.

Das Wasserspiel auf dem gläsernen Vordach vor Colombos Haus wird über einen Schalter an der Wand ausgelöst.

Über das gläserne Vordach tropft Wasser in ein Auffangbecken. Von dort aus fliesst es bergab zwischen weissen Stufen hindurch, um die Ecke und in den Teich.

Bei heissen Temperaturen kann Ivano Colombo die Wände an diesem Aussenraum entfernen und auf einem freistehenden Bett mitten in seinem Garten schlafen.

Februar: Jedes Jahr lege er seine Arbeit hier im Geschäft am 23. Dezember nieder und kehre erst am 15. März zurück. «Das ist eine lange Pause, aber ich arbeite auch sechs Tage die Woche. Ich habe nicht viel. Keine Hobbys.» Früher sei er Marathon gerannt. Iron-Man. «Da wirst du so stark, dass du mit dem Kopf durch jede Wand kannst.» Damals habe er das gebraucht – als Ablenkung.

Colombo führte zu jener Zeit ein Geschäft in der Nähe der Mühle Tiefenbrunnen. Der Umbau habe ewig gedauert. «Er war nie fertig. Ich konnte einfach nicht eröffnen.» Der Sport habe ihm gut getan.

90 Prozent der Athleten, die den Ironman absolvierten, seien Studierte, sagt er. Das habe er einmal irgendwo gelesen. «Ein Normaler macht das nicht. Ein Metzger zum Beispiel.» Er selbst habe im Tessin das Gymnasium und Lyzeum absolviert. Colombo ist in Lugano geboren und lebte bis zu seinem 20. Lebensjahr dort. Aufgewachsen ist er bei seiner Grossmutter und Mutter. Seine Grosseltern stammen beide aus Genua. Sein Grossvater war Professor. «Er hat mich geprägt. Ich habe ihn sehr geliebt.» Seine Grossmutter war eine talentierte Pianistin. «Sie sprach nur Französisch mit mir. Meine Mutter war auch eine Gute.»

Colombo zeichnet wieder den Kreis auf den Tisch. «Mit 20 musst du von Lugano weg», sagt er dann abrupt. «Da kannst du keinen Seich machen.» Und das sei wichtig. Das wisse er aus eigener Erfahrung. «Nichts Schlimmes. Nur Untersuchungshaft.» Weswegen, will er nicht sagen.

«Ich bin gereist, gereist, gereist. Und jetzt bin ich ein alter Mann.»

Er kam nach Zürich, wo er sich zunächst mit kleinen Jobs Geld dazuverdiente. «Mit 23 war ich Personalchef bei einer Firma.» Er habe immer nur gearbeitet, damit er reisen konnte. «Viermal bin ich um die Welt gereist.» Zuerst via Autostopp, dann mit russischen Flugzeugen. «Ich bin gereist, gereist, gereist. Und jetzt bin ich ein alter Mann.»

Seine Eltern führten in Lugano eine grosse Pasticceria, eine Konditorei. Sein Finger fährt wieder im Kreis über den Tisch. Jeden Tag habe er ausgeholfen. «Mein Vater war eine spezielle Figur. Frauengeschichten, geschieden. Seine Harley Davidson war ihm wichtig.»

August: Vor Colombos Haustüre steht eine grosse Kartonschachtel. «Ich wollte vor ein paar Tagen eine Prosecco-Flasche öffnen», erzählt er. Der Korken sei aber nicht rausgekommen. «Also habe ich versucht, ihn mit dem Flaschenöffner herauszudrehen. Plötzlich knallte es wie wahnsinnig und der Korken jagte aus der Flasche.» Er zeigt die Innenfläche seiner Hände. «Hier, hier und hier habe ich mich verletzt.» Deswegen habe er sich bei der Firma gemeldet. «Dies», sagt er und deutet auf die Kiste, sei eine schöne Art, sich zu entschuldigen

In Colombos Wohnzimmer dominiert ein gigantisches Wandbild den Raum. Darauf sind Menschen zu sehen, die sich an einem Strand vergnügen. Einige Stellen sind noch weiss - es wirkt unfertig. Natürlich gibt es auch dazu eine Geschichte: Ein Freund von ihm habe in die USA reisen wollen, sei aber pleite gewesen, sagt Colombo. «Ich sollte ihm 3000 Franken leihen.» Er habe ihm stattdessen einen Deal vorgeschlagen: Der Künstler malt das Wandbild und Colombo zahlt ihm dafür die Reise. «Sobald er das Geld hatte, ist er aber abgehauen.» Deswegen sei das Bild nicht ganz fertig. Der Freund heisst Sergio Galli, lebt in New York und ist mittlerweile berühmt geworden.

Mehrere feine Netze hängen bauchig von der Wohnzimmerdecke. An ihnen glitzern Dutzende tropfenförmige Steinchen. «Lacrime del pescatore», sagt Colombo. Tränen des Fischers. Dies sei eine neue Anschaffung. «Die Idee stammt vom deutschen Industriedesigner Ingo Maurer - viele nennen ihn auch Lichtpoet.» Ein viertes Netz hängt im verglasten Wintergarten, von wo aus man direkt auf den Pool sieht.

Das grosse Wandbild ist nicht ganz fertig geworden. Der Maler hatte es eilig und musste in die USA reisen. Heute ist er in New York ein berühmter Künstler.

Lacrime del pescatore: Tränen des Fischers hängen von der Wohnzimmerdecke. Die Idee stammt von einem deutschen Industriedesigner.

Ivano Colombo in seinem farbigen Wohnzimmer in Wolfhausen. Hinter ihm ist die schwarze Küche zu sehen.

Der Wintergarten mit Sicht auf den Pool und den dahinter liegenden Wald hat ebenfalls ein Freund von Colombo gebaut.

Auch im Wintergarten ist an der Decke ein Tränennetz gespannt. Ein Hometrainer steht beim Eingang. Derzeit dient dieser auch als Hutständer.

Februar: Viele der Möbel und Accessoires sowohl in seinem Geschäft als auch in seinem Zuhause stammten aus dem Ausland, sagt Colombo. Er zeigt auf ein weisses Hochglanzregal, das mit kleinen und grossen Buddhas gefüllt ist. «Sie sind sehr in Moment». In Bali habe er ein grosses Netzwerk an Menschen, durch die er von den lokalen Trends auf dem Mode- und Kunstmarkt erfahre. Während seinen Erzählungen über Accessoires aus Asien nimmt sein Monolog irgendwo eine falsche Abzweigung und er hält eine fünfminütige Tirade über Yoga. «Sogar Kinder machen Yoga, was soll das?»

Dann fällt ihm wieder ein, weshalb er über Buddhas zu sprechen begonnen hatte. Roger Schawinski. «Er war einer der ersten, der einen Buddha besass.» Vor vielen Jahren. Dass er den Journalisten kennt, verdankt er ebenfalls seiner ersten Ehefrau. «Wir machten bei Radio 24 Werbung für ihre Tanzschule. Schawinski, raffiniert wie er ist, wollte einen Deal aushandeln.» Und so habe er, Colombo, ihm, Schawinski, einen amerikanischen Nussbaumtisch als Gegenleistung für die Reklame geschenkt. Colombo denkt nach, als würde er in Erinnerungen schwelgen, dann: «Er hat eine schaurig gute Frau.»

Er lässt den Blick durch sein Möbelgeschäft schweifen. Scheint dabei aber nichts zu sehen. Was Colombo in diesem seltenen ruhigen Moment überlegt, bleibt sein Geheimnis. Eine Mitarbeiterin ruft just in dieser Sekunde seinen Namen: «Ivano, Telefon.» Er lächelt entschuldigend, steht auf und eilt mit grossen Schritten davon.

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