Loading

PWC Australia 2018: Task 3 Der optimistische Endanflug...

The Daltons of Austria ;-)

Ein Trog sollte die kommenden Tage nördlich von uns durchziehen und so zeigte sich heute der Himmel etwas verschlossen.

Dementsprechend war die Hoffnung auf einen Task überhaupt sehr verhalten.

"Do kenn ma no amoi entspannt ins Semmei beissn!"

Nach später Auffahrt auf den Mystic-Startplatz einigten sich die Tasksetter auf eine 55km-Aufgabe, die erst gegen 14:30 gestartet werden sollte.

Der Task führte uns 2 mal im Dreieck und dann zum Landeplatz vom letzten Mal beim Flugplatz.

Bei der Bedeckung:

"Des kunnt knopp werdn..."
Nachdem sich die ersten aber doch stetig himmelwärts arbeiteten, stürzte ich mich frohen Mutes ins (noch zähe) Getümmel.

Wieder mal zeigte sich die Kombination aus labiler Luftmasse und straubtrockenem Boden als sehr Thermik-förderlich. Wir cruisten langsam aber doch Richtung Basis, oder besser gesagt: 300m über Startplatz, denn ging der zarten Thermik endgültig die (Warm-)Luft aus...

Hier das Video zu Task 3: - noch einfügen -

Schwarmintelligenz in Reinkultur bei der Suche nach dem besten Steigen
Einmal mehr wunderbare Aufnahmen meines Gespanns von Ewa Korneluk-Guzy

Rich Binstead hat den eleganten Tanz von 120 Piloten bei anfangs noch bedecktem Bright-Himmel wunderbar in Szene gesetzt:

Just 10 Min bevor das Startgate öffnete, schichtete die Bedeckung etwas aus, dodass das etwas Mehr an Sonne sofort wieder passable Thermik verhieß. Dennoch blieb es spannend, denn die Licht-Schatten-Wechsel hielten den restlichen Tag an.

Gemeinsam mit Honorin Hamard brachten wir uns noch in die bestmögliche Ausgangslage und bevor ich mit verhaltenen 1250m das Rennen in Angriff nahm, Honorin (mit dem lila-gelben Enzo 3) irgendwie wieder 100 m darüber (Fotos von Georg)

Danach ging es den Grat entlang bis zum Schnittpunkt mit der von rechts kommenden Querridge bevor wir links abbogen, um an der nächsten erst Ridge wieder tief einzufädeln... *zach*

Bilder von Georg, die von dessen tiefem Einstieg am 2. Grat zeugen

Ich selbst hatte mehr Glück und konnte früher in halbwegses Steigen eindrehen

Da die vor mir fliegenden nur schwaches Steigen hatten, beschloss ich meinem Instinkt entlang der rechts der Bildmitte verlaufenden Ridge zu folgen

Dort hatte ich dann großes Glück mit Chris Banford einen super Bart auszugraben, der unseren Umweg mit schnellem Steigen und 100m höherer Ausgangshöhe wieder wett machte! So konnten wir die vor uns liegenden wieder gut einholen - bis auf Honorin, der einsam vorne weg wieder Richtung Startplatz Mystic bretterte - und dort wieder tief ankam.

So konnten wir die vor uns tiefer fliegenden Piloten wieder einholen...

Honorin grub sich vor uns liegend wieder au und drehte schlussendlich mit mir wieder im selben Bart, sodass wir den zweiten Umlauf ähnlich starten konnten, wie den ersten. Lediglich Isidor und Georg hatten bereits an der ersten Ridge der Schwerkraft Tribut zollen müssen...

Chris Banford hatte mit super direkter Spur zwischendurch die Führung übernommen, war aber an der letzten Ridge zu tief und musste mit Méryl Delferriere leider im Nebental außenlanden.

Auf dem Weg zum 4. Wendepunkt konnte ich mit Luki gemeinsam wieder gut aufdrehen, bevor ich mich erneut wieder für den zuvor gut funktionierenden Hügel entschied.

Ich entschied mich erneut für den rechten Hügel - ohne Landemöglichkeiten, dafür mit Aussicht auf stärkeres Steigen...

Dort musste ich das stärkste Steigen zwar etwas suchen, aber grundsätzlich ging die Rechnung erneut auf: Nach Wendepunkt 4 war ich wieder am Spitzenpulk dran - gemeinsam mit Herbert und Luki!

Top motiviert - warteten wir nur auf das Schwächerwerden des 2m/s-Bartes, um dann bei Gleitzahl 1:12 vom Startplatz Mystic aus optimistisch in den Endanflug zu gehen.
"Da vorne wird's schon tragen..."

Tja...leider eine Fehleinschätzung. Einige Laufmeter in stärkerem Sinken und schon baute sich die Ridge vor uns als unüberwindbare Hürde für Herbert und mich auf. Wir bissen uns in den Allerwertesten, als wir die etwas weiter höher gestarteten und das Steigen etwas besser mitnehmenden Enzo3-Piloten vor uns sahen - und wir kamen grad 20m nicht über den Quergrat im Bild oben - und mussten mühsam im leichten Lee Grat-parallel fast 1 km rausrodeln, um auf die Luvseite zu kommen.

Für Herbert und mich folgte eine unfreiwillige Fotosession tief rechts außen. Be
"Hätten wir doch länger gekurbelt!"

Dachten wir bei uns, während wir viele andere, konservativere Piloten entspannt über unsere Köpfe hinweg Richtung Ziel segeln sahen. Doch ganz so einfach war auch das nicht, denn Luki hatte 150m mehr Höhe gemacht und stand kurz vor mir ebenfalls in derselben Landewiese wie ich...

Ja, wir standen alle, denn unsere Linien gegen den Wind waren nicht wirklich tragend und so kamen wir allesamt nicht ins Ziel. Für Herbert war es speziell bitter, denn er stand nur 100m vor der Ziellinie.

You live, you learn!

Lessons Learned

  • Bei sonst schwachen Bedingungen zahlen sich Umwege zu stärkeren Bärten absolut aus. Es geht schneller hoch und auch höher rauf für längere Abgleiter
  • Längere Trackanzeigedauer beim Oudie einstellen. Bei meinem zweiten Umlauf hatte ich die Spur vom ersten nicht mehr auf der Anzeige - unnötige Thermiksucherei...
  • Bewölkt, zu optimistischer Endanflug. Über Mystic nochmal aufdrehen und dann entspannt wieder mit den TOP-15 ins Ziel segeln.

Weitere Videos & Links

Im Video von Teo Bouvard sieht man uns wieder gut mithalten und sogar einiges an Co-Führungsarbeit leisten, bis… ja bis zum sehr tiefen Endanflug – und wie wir um 20m an der so wichtigen letzten Querridge zu tief ankamen…

Schöne, kurzweilige Bilder auch von Peter - mit genialem Endanflug! :-)

Created By
Lex Robé
Appreciate

Credits:

Laura Sepet, Georg Grieshofer, Herbert Tamegger, Ewa Korneluk-Guzy

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.