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Risikogruppe schützen JETZT

Überlastung der Intensivstationen -

Jetzt braucht es griffige Massnahmen zum fokussierten Schutz der Risikogruppe!

Rund 150‘000 Menschen können in der Schweiz aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden oder wegen einer Immunschwäche trotz Impfung keinen vollen Immunschutz aufbauen.

Aktuell gehören laut einer Aussage von Virginie Masserey vom BAG die Hälfte der ungeimpften Coronapatienten im Spital der Risikogruppe an! [1]

Und das BAG schreibt im neusten Wochenbericht:

„Von den 10’190 seit Beginn der Epidemie verstorbenen Personen, für welche vollständige Angaben vorhanden sind (97 %), litten 96 % an mindestens einer Vorerkrankung. Seit der Woche 24/2020 hat sich die Häufigkeit der Vorerkrankungen im Vergleich zur ersten Phase nicht grundlegend verändert.“ [2]

Impfdurchbrüche bei Risikopatienten

Die offiziellen BAG-Zahlen zeigen: Das Risiko, dass der Impfschutz versagt, ist bei bestimmten Gruppen deutlich höher – bei jenen nämlich, die auch ungeimpft stärker gefährdet sind: Vorerkrankte und Alte. Diese werden bei Impfdurchbrüchen auch häufiger hospitalisiert. [3] Von den 93 Patienten unter 60 Jahren, die Anfang August (Kalenderwoche 31) wegen einer Corona-Erkrankung im Spital lagen, war keine Person vollständig geimpft. Von den 56 Patienten über 60 Jahren waren 5 Personen bereits vollständig geimpft.

Von insgesamt 563 Personen mit Impfdurchbrüchen seit Ende Januar bis Mitte August mussten 103 ins Spital und 19 verstarben. Dies entspricht einer Todesrate von 3,5 Prozent. Von über 4 Millionen vollständig Geimpften infiziert sich einer von 7’000.

Was tun, um die Risikogruppe zu schützen?

Mit einfachen Massnahmen könnte die Risikogruppe leichter geschützt werden, um die Intensivpflegestationen zu entlasten und Todesfälle zu verhindern.

  • FFP2-Masken für medizinische Behandlungen und für Aufenthalte in Innenräumen (auch von Heimen) mit Personen ausserhalb ihres Haushalts
  • Breiter und konsequenter Einsatz der erprobten medikamentösen und therapeutischen Massnahmen, präventiv und auch im Falle einer Infektion, ab Tag 1 der Symptome, und wo nötig auf der IPS.
  • Beispiel Präventivmedikation: Es gibt ein einfaches herkömmliches Nasenspray mit Rotalgen [4], welches die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zu 80 Prozent reduziert. Eine Dosis ist während vier Stunden präventiv wirksam, zusätzlich zur Maske und anderen Schutzmassnahmen wie Impfung, Lüften und Abstand. Es wurde in Argentinien an fast 400 von Pflegepersonen getestet, die Coronapatienten im Spital behandeln mussten. Das Spray ist in der Schweiz ohne Rezept erhältlich und enthält nur Kochsalzlösung und Rotalgen.
  • Infizierte der Risikogruppe benötigen ab dem ersten Erkrankungstag bereits zuhause eine engmaschige Betreuung und spezielle Medikamente wie die vom BAG eigens für die Betroffenen finanzierte Antikörperkombination Casirivimab / Imdevimab.
  • Therapeutische Massnahmen wie das disziplinierte häusliche Monitoring / Selbstmonitoring von Fieber, Puls, Blutdruck, Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung und bestimmte Massnahmen wie Inhalationen, Atemübungen, aufrechtes Sitzen tagsüber und Schlafen in Bauchlage haben eine erwiesene Wirkung zur Reduktion des Risikos für einen schweren Verlauf / eine Hospitalisierung. Die Entwicklung einer geeigneten Applikation für Smartphones könnte dabei helfen. Zur Unterstützung kann die Spitex einbezogen werden.
  • In Berlin haben sich einige Hausarztpraxen auf diese Art der Betreuung spezialisiert.
  • Hausärzte sollten ihre Risikopatienten ausnahmslos auch präventiv im Bezug auf das Minimieren des Risikos einer Infektion instruieren, nicht erst im Fall einer Erkrankung.
  • Zu Randzeiten könnte man in Restaurants, Museen, zoologischen Gärten, Kinos, u.a. das 2 G-COVID-Zertifikat ganz zur Pflicht machen (Zugang nur für Geimpfte und Genesene). Dies ergäbe es einen zusätzlichen Schutz für die Betroffenen
  • Webcams zur Ansicht des Personenverkehrs würden es Risikopatienten erlauben, öffentliche Orte dann aufzusuchen, wenn es kaum Personenverkehr hat, meistens zu Randzeiten. Das ginge in Museen, Parks, auf Schiffen, etc., sodass die Betroffenen auch mal ausser Haus etwas Schönes erleben könnten, ohne immer eine Maske tragen oder zuhause bleiben zu müssen.
  • Finanzielle Unterstützung für bedürftige Betroffene oder deren Angehörige im Falle der Notwendigkeit eines Stellenwechsels (Erwerbsersatz), einer Umschulung (Krankentaggeld) oder für die Beschaffung von Schutzmaterial - bisher sind Risikopatienten, die nicht im Home Office arbeiten können, gezwungen, entgegen ärztlichem Rat an Orten zu arbeiten, die für sie zu gefährlich sind. Dasselbe gilt für Angehörige von Betroffenen. Bleiben sie zuhause, gilt dies aktuell als selbstverschuldete Arbeitslosigkeit. Unterstützung gibt es keine. Insbesondere Immigranten droht deswegen beim Gang zur Sozialhilfe der Entzug der Aufenthaltsbewilligung.
  • Möglichkeit des Heimunterrichts für Kinder, die zur Risikogruppe gehören oder Risikopatienten unter den Angehörigen desselben Haushaltes haben (Geschwister, Eltern) plus Aufklärung über die Wichtigkeit des Impfens dieser Kinder und ihrer Angehörigen.

Kinder sind unfreiwillige Treiber der Pandemie

Vor allem die Kinder aus der Risikogruppe, sind selbst gefährdet, Intensivpflege zu benötigen. In den USA und in England werden zur Zeit mehr Kinder auf der Intensivstation behandelt denn je [5]. Kinder / Geschwister von Risikopatienten schleppen das Virus aus der Schule nachhause, vor allem seit in vielen Kantonen auf die Maskenpflicht im Unterricht verzichtet wird. Auf der Online-Plattform schulcluster.ch können die Ausbrüche an Schweizer Schulen stets aktualisiert eingesehen werden.

Abstand einhalten - Vielen sieht man ihre Krankheit nicht an. Damit Gesunde wissen, dass sie Abstand halten sollten, signalisiert das Handzeichen: „Ich brauche Abstand.“ Denn für Betroffene kann es auch draussen gefährlich werden, wenn ihnen jemand spontan auf die Pelle rückt, Deltavariante sei „Dank“.

Kostenhammer Intensivstation

Ausstattung eines Intensivbetts kostet rund 200'000 Franken [6]

Grösster Kostenpunkt, mit 40’000 bis 60'000 Franken: Das Beatmungsgerät

Long COVID - Die Kostenlawine hat erst begonnen!

Eine erste Kohorten-Studie [8] im Kanton Zürich hat Anfang Februar 2021 belegt, dass 26% der mit Sars-Cov-2 Infizierten auch nach 6 Monaten nicht zu ihrem normalen Gesundheitszustand zurückgekehrt waren; 21% bei den Männern und 31% bei den Frauen. Darüber hinaus berichteten 23% der nicht hospitalisierten und 39% der hospitalisierten Teilnehmer, dass sie sich nicht vollständig erholt hatten. Geht man von insgesamt 1,2 Millionen Infizierter und 20% Betroffener von Langzeitfolgen aus, müssten in der Schweiz mehr als 240’000 von Long Covid betroffen sein. Milo Puhan, Leiter der Kohorten-Studie in Zürich, geht von mindestens zehn Prozent aus, die noch nach sechs Monaten stark beeinträchtigt sind.

Es gilt, keine Zeit zu verlieren

Angesicht der Eingangs genannten Zahlen und der Folgen, welche der ungenügende Schutz der Risikogruppe auch für nicht an COVID-19 erkrankte Spitalpatienten hat (Tausende verschobener Operationen), darf es nicht länger geduldet werden, dass dieses Problem weiterhin unter den Tisch gekehrt und darüber geschwiegen wird. Denn es ist ein tödliches Schweigen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Reichen aber auch diese Massnahmen nicht aus, wären gewisse Verschärfungen unausweichlich.

Aber zuvor sollten alle wirksamen und kostengünstigen Massnahmen ausgeschöpft werden, bevor es soweit kommt.

Und: Wer immer kann, möge sich doch bitte impfen lassen. Danke!

Das Fazit - Unsere Petition

Hotspots an Schulen, Ferienrückkehrer, Working Poor, überlastete Spitäler, Risikogruppe - eine explosive Mischung!

Jetzt braucht es griffige Massnahmen.

COVID19 #Risikogruppeschützen

#SchweizFürAlle

IG Integration Jetzt Basel

http://www.integration-jetzt.org

09.09.2021

Anhang

1)

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/corona-newsticker-trotz-dividendenverbot-von-corona-gebeutelte-firmen-schuetten-millionen-aus-bag-6832-neuinfektionen-und-19-todesfaelle-ld.1207707

2)

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-woechentlicher-lagebericht.pdf.download.pdf/BAG_COVID-19_Woechentliche_Lage.pdf

3)

https://www.tagesanzeiger.ch/doppelt-geimpft-und-doch-im-spital-wer-sind-diese-patienten-222723938468

4)

https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/nasenspray-gegen-covid-19.html

5)

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-corona-krankenhaeuser-kinder-101.html

6)

https://www.blick.ch/schweiz/es-kostet-200000-franken-blick-erklaert-das-intensivbett-id16200588.html

7)

https://www.tagesanzeiger.ch/covid-patient-auf-der-intensivstation-kostet-ueber-100000-franken-256552141683

8)

https://www.long-covid.online/blog/long-covid-in-der-schweiz-wie-weiter

9)

https://www.landbote.ch/es-ist-unverantwortlich-sich-nicht-impfen-zu-lassen-711999600171

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