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Auf Augenschein in Henggart Die Gemeindeserie

Unsere Eckdaten:

  • 1988: Leute aus der FEG Seuzach und junge Christen aus Henggart gründeten die «freie evangelische Gemeinde Henggart», die sich in privaten Räumen versammelten. Weil die Gemeinde schnell auf rund 50 Personen anwuchs und die «Versammlungs-Stube» aus allen Nähten platzte, wurde der Wunsch nach eigenen Räumen immer stärker.
  • 1994: An der Seewadelstrasse konnten Gewerberäume erworben und zu Gemeinderäumen ausgebaut werden. Zum Bund FEG stand man im «Befreundeten-Status». Es entstand eine blühende Jungschar sowie eine tolle Jugendgruppe. Die Gemeinde hatte ein grosses Herz für die Mission. So wurden immer mehr Missionare im Gebet sowie finanziell unterstützt.
  • 2004: Aufgrund der eher konservativen Gemeindekultur entstand innerhalb der Gemeinde der Wunsch nach Veränderung gewisser Bereiche, z.B. Musik und Öffnung nach aussen. In der Folge verliess etwa ein Drittel der Besucher die Gemeinde, was sehr schmerzlich war.
  • 2007: Mit der Unterstützung von Global Focus (Martin Voegelin), wurde ein Leitbild erarbeitet, das zur Basis für die Weiterentwicklung der Gemeinde wurde. Gleichzeitig wurde dankbar Unterstützung der FEG Schweiz durch Armin Mauerhofer und Thomas Kaspar angenommen. Ein Schülerfussballturnier, das Kerzenziehen im Advent sowie die Mitarbeit beim Heavenstage Festival (Openair) gehörten zu den jährlichen, nach aussen gerichteten Aktivitäten.
  • 2010: Der erste Pastor, Alex Weidmann, konnte angestellt werden.
  • 2012: Im Frühling wurde die FEG Henggart in den Bund FEG Schweiz aufgenommen.
  • 2015: Tim Hallstein kam als Pastor in die FEG Henggart.
  • 2017: Eine grosse Gebetserhörung war, dass zusätzliche Räume gekauft und zu einem Ganzen umgebaut werden konnten. Die Hand Gottes war besonders auch in finanzieller Hinsicht spürbar. Im gleichen Jahr erlebte die Gemeinde durch den überraschenden Tod des Pastors Tim Hallstein einen tiefen Rückschlag.
  • 2019: Nach zwei Jahren Übergangszeit durch Gastprediger und mit dem Kandidaten Christian Enderli wurde Christian Zwicky als Pastor angestellt.
  • Heute besuchen rund 70 Erwachsene und 30 Kinder regelmässig unsere Gottesdienste.

Aktuelle Gemeindeleitung:

(v.l.n.r.) Christian Zwicky, Jean-Marc von Reitzenstein, Sam Schwalm und Christian Frehner

Fragen an Pastor Christian Zwicky

Du bist seit einem Jahr in der FEG Henggart. Was begeistert dich an der Gemeinde?

Ich staune über die Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft, welche sehr ausgeprägt ist. Aber auch die Treue und die Hingabe zum Gebet füreinander von «Alten» wie «Jungen» finde ich aussergewöhnlich und stimmt mich sehr dankbar.

Wie habt ihr während dem Corona-Lockdown Gemeinde gelebt?

Als kleine, aber dynamische Gemeindeleitung waren wir uns schnell einig, dass unsere Stärke nicht das qualitativ hochstehende Programm ist, sondern die persönlichen Beziehungen. Darum haben wir innerhalb einer Woche die ganze Gemeinde in vorläufige «Mini-Chilen» (Kleingruppen) aufgeteilt, welche einander nachgingen und regelmässig telefonischen Kontakt zueinander hatten. An den Sonntagen feierten wir via Zoom Gottesdienst, damit möglichst viel Interaktion stattfinden konnte.

Mini-Chile im Garten

Ab Mai trafen sich diese Mini-Chilen in Gärten, Garagen und grossen Wohnzimmern zu Mini-Gottesdiensten (siehe Bild oben). Als Pastor predigte ich so jeden Sonntag bis zu den Sommerferien von einem anderen Ort aus, was dann nebst dem Lobpreis und der Moderation live zu den anderen Mini-Gottesdiensten übertragen wurde. Danach hoffen wir, dass in unserem Saal wieder alle Gottesdienstbesucher trotz Schutzkonzept Platz finden. Doch was wir bereits jetzt sehen, ist, dass im vergangenen Quartal die Beziehungen untereinander vertieft wurden und diese Form von Mini-Gottesdienst durchwegs auch Nachbarn und Familienangehörige motiviert, auch an einem solchen Gottesdienst im kleinen Kreis teilzunehmen.

Wie fördert ihr die Verwurzelung eurer Gemeinde in der Bibel? Oder anders gefragt: Worauf liegt euer Fokus in der Verkündigung?

Die Gemeinde hat in den früheren Jahren starke Bibellehrer gehabt, die zeigten, wie das Leben mit der Bibel in der Hand gelebt werden kann. Auf diesem Boden wuchs in den letzten Jahren das Motto «Wir sind Kirche, in der Jesus Christus erfahrbar ist». So liegt der Fokus der Verkündigung (ob im Gottesdienst, bei Leiterförderungen und in den Gebetstreffen) heute stark darauf, Jesus mitten im Alltag, in den Beziehungen und Entscheidungen dabei zu haben und zu erleben, dass seine Versprechen bis heute gültig und wahr sind und wir alle als Kirche ein Teil seiner grossen Geschichte sind.

Welchen Stellenwert haben Lobpreis und Musik bei euch?

Wir sind eine Gemeinde, die gewohnt ist, am Sonntagmorgen die Verkündigung als etwas Zentrales zu sehen. Gleichzeitig haben wir aber auch viele begabte Musiker, die im Lobpreis und der Anbetung in Gottes Gegenwart kommen. So lernen wir, wie beide Elemente ihre Wichtigkeit am Sonntagmorgen haben sollen und sich immer wieder gut ergänzen lassen.

Stichwort «neugierig»: Wo bleibt ihr als Gemeinde neugierig?

Im Moment gibt es drei Dinge, die uns neugierig machen: In der Corona-Zeit haben wir das Potenzial der Mini-Gottesdienste entdeckt und wir sind neugierig, was Gott aus diesen Gruppen wachsen lässt. Darum werden wir auch in der nächsten Zukunft monatlich solche Mini-Gottesdienste feiern.

Zum Zweiten glauben wir, dass sich im Lobpreis und der Anbetung noch einiges verbirgt, das wir noch nicht entdeckt haben. Hier sind wir neugierig, was geschieht, wenn wir Gott mehr Raum im Lobpreis und unserem Leben lassen.

Und drittens haben wir begonnen, den Eltern mehr Tools und Ressourcen für die Glaubenserziehung zu geben, statt primär in den Kindergottesdienst zu investieren. Hier sind wir neugierig, welche Früchte Gott wachsen lässt.

Nächste Gemeinde: FEG Thierachern