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Stoneman Taurista 123 kilometer - 4.500 Höhenmeter

Der Stoneman Taurista im Salzburger Land ist mit seinen 4.500 Höhenmetern eine echte Herausforderung für jeden Mountainbiker, aber ohne Wettbewerbsstress. Wer die sportliche Challenge will, macht die 123 Kilometer an einem Tag, wer es etwas ruhiger angehen will in zwei Tagen und der Genussbiker in drei Tagen. Die drei Etappen führen vorbei an glitzernden Bergseen, grünen Almwiesen und urigen Berghütten. Es gibt drei Varianten für die Teilnahme am Stoneman Taurista, mehr dazu erfährst Du hier.

Die Route:

Roland Stauder, hat in seiner Zeit als Mountainbike-Profi so gut wie alles gewonnen: 2003 den Gesamt-Worldcup, im gleichen Jahr auch die extrem anspruchsvolle Crocodile Trophy in Australien. Dazu kamen Siege beim Dolomiten-Mann und der Trans Alp Challenge. Das war für ihn eine spannende und tolle Zeit. Aber das Naturerlebnis kommt dabei natürlich viel zu kurz und das ist ihm genau so wichtig. Schon als Junge ist er viel in den Bergen unterwegs gewesen und mit dem „Stoneman“ hat er ein Konzept entwickelt, das für Mountainbiker aller Alters- und Leistungsgruppen zum echten Erlebnis wird. Originalton Stauder: „Es muss zäh sein, um unvergesslich zu bleiben.“

Es kann nur einen geben.

Roland Stauder

Orientierung

Schilder weisen den Weg. Sie sind vor und noch mal 100 bis 200 Meter nach dem Abzweig angebracht. Wer auf Tempo fährt, sollte zur Sicherheit trotzdem ein GPS-Gerät nutzen. Es könnte ja das ein oder andere Schild übersehen werden.

Wir brauchen weder GPS noch Karte, denn wir wurden von der Salzburger Land Tourismus GmbH zu einer Schnuppertour eingeladen, haben einen Guide und fahren als „Warmduscher“ eine Teilstrecke mit E-Bikes. Sind also vollkommen auf Genuss eingestellt, starten unsere erste Etappe in Forstau und fahren zur Vögei Alm hoch auf 1356 Meter.

Nach der Vögei Alm erwartet uns ein steiler, anspruchsvoller Anstieg über einen Almenweg zur Oberhütte.

Dank E-Bike müssen wir uns nicht über Gebühr anstrengen. Ohne Motorunterstützung würden auf dieser Teilstrecke schon einige Körner abgearbeitet werden.

Der Wettergott meint es ausgesprochen gut mit uns. Die Sonne strahlt, wir auch. Wie kann das auch anders sein, bei so einer traumhaften Landschaft um uns herum.

Inzwischen sind wir auf der Oberhütte (1.860 m) angekommen und es wird Zeit für eine Rast. Die Oberhütte ist ja bekannt für regionale Köstlichkeiten aus eigener Landwirtschaft und ich bestelle mir einen deftigen Kaiserschmarrn, passend zum Kaiserwetter, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Die 500 Höhenmeter von der Vögei Alm hoch zur Oberhütte haben ja eine deutliche Lücke ins Kaloriendepot gerissen, die wieder gefüllt werden muss. Dazu noch ein isotonisches Getränke, sprich Weißbier und das Es-geht-mit-gut-Gefühl ist nicht zu toppen.

Und wen treffen wir hier oben auf der Oberhütte? Roland Stauder, Mr. Stoneman. Auch er ist mit einer Gruppe auf dem Taurista unterwegs.

Nach der Oberhütte folgt die Überquerung des Tauernpasses, die Königsetappe des Stoneman Taurista. Mit E-Bikes ist die nicht zu empfehlen, sagt unser Guide, weil stellenweise die Bikes getragen und geschoben werden müssen auch über noch vorhandene Schneefelder. Stattdessen fahren wir wieder talwärts, zurück nach Forstenau, ganze 970 Höhenmeter lassen wir den E-Bikes freien Lauf. Was für ein Spaß.

In Forstau angekommen karrt man uns auf die andere Seite der Königsetappe, die wieder mit E-Bike fahrbar ist.

Zickzack geht es sehr steil den Berg hinab. Selbst Roland Stauder schiebt hier, bin mir aber sicher, dass er könnte, wenn er wollte.

Auf einer Trage- und Schiebepassage führt uns der Weg zum Johanneswasserfall.

Naturschauspiel Johanneswasserfall

Nach dem Wasserfall geht unsere Tour weiter zu den „Hinteren Gnadenalmen“ und hier kommen wir in den Genuss von süßen Almspezialitäten. Die Vorfreude darauf ist Ernst unserem Guide und mir ins Gesicht gemeiselt.

Heute am zweiten Tag warten 1.200 Höhenmeter und 25 Kilometer auf uns. Zum Checkpoint Grießenkar zieht sich eine endlos lange und steile asphaltierte Straße hoch, die am Ende in einen geschotterten Forstweg übergeht. Hier kommen wir auch trotz E-Bikes mächtig ins Schwitzen. Unseren Flüssigkeitshaushalt gleichen wir bei einer kurzen Einkehr in der Kogelalm aus, bevor es durch den Bikepark Wagrain downhill geht.

Video:

Fazit

Wie schon eingangs geschrieben, waren wir auf einer Schnuppertour unterwegs und haben ungefähr nur ein Viertel der Gesamtstrecke des „Stoneman Taurista“ absolviert und das mit einem E-Bike. Drei Viertel fehlen noch, also haben wir beschlossen, in diesem Jahr mit unseren eigen MTBs (ohne E) den gesamten Stoneman Taurista zu fahren und darüber zu berichten. Und warum? Es hat uns einfach supergut gefallen.

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Credits:

Herbert Worm