Messerschmied by Livio Cozzio

In diesem Scrollytelling, möchte ich euch gerne den Job meines Vaters (Leone Cozzio) näher bringen. Er gehört zu den letzten Messerschmieden die die Schweiz noch hat. Da ich diesen Job sehr cool finde, möchte ich mein möglichstes tun um ihn vor dem Aussterben zu bewahren. Mein Ziel ist es, verschiedene Menschen auf diesen Beruf aufmerksam zu machen und so vielleicht neue Messerschmiede zu schaffen.

-Kleidung-

Früh am Morgen steht Leone bereits auf den Beinen. Gleich nach einem kurzen Frühstück begibt er sich in seine Werkstatt, die sich direkt im unteren Stock unseres Hauses befindet. Eine bestimmte Arbeitskleidung hat er nicht, jedoch werden Stahlkappenschuhe und schwarze Kleidung empfohlen.

-Vorbereitung-

Leone sagt sich immer,

"Eine gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit."

Deshalb legt er sich am Morgen zuerst seine Arbeit bereit, die er sich dann zu einem späteren Zeitpunkt am selben Tag vorknüpft.

"Eine gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit"
-Einzelne Bearbeitung-

Die bereitgelegten Scheren werden zuerst mit einem Schraubenschlüssel auseinander geschraubt, sodass jede Stelle bestmöglich erreichbar ist und sie gut geschliffen und bearbeitet werden können.

Nachdem die Schere in ihre Einzelteile zerlegt wurde, wird sie vorsichtig auf einem sogenannten Schleifstein geschliffen. Diesen Schritt möchte ich euch durch ein kurzes Video näher bringen, da dass die Hauptarbeit eines Messerschmiedes ist.

-Fingerspitzen Arbeit-

Nachdem beide Seiten der Schere scharf sind, werden sie wieder zusammengefügt. Jetzt kommt der schwierigste Teil. Das Anspitzen. Was rau und gewaltig aussieht, ist in Wirklichkeit eine richtige Fingerspitzen-Arbeit. Die Spitze darf nicht abgebrochen werden, da die Schere sonst ruiniert wäre.

-Kontrolle-

"Qualität vor Quantität."

Dies ist ein Motto das Leone verfolgt. Besser eine scharfe Schere anstatt 100 geschliffene, stumpfe Scheren. Nachdem die Spitzen und die Seiten geschliffen wurden, wird die Arbeit genau überprüft. Wenn beide Scherenblätter "hickfrei" und scharf sind kommen sie einen Schritt weiter, wenn nicht, wird sie noch einmal geschliffen.

-Der letzt Schliff zur Perfektion-

Wenn der Vorderteil schneidet (Klinge, Spitze). Wird der Schere noch "der letzt Schliff zur Perfektion" verpasst. Erneut geht Leone mit Fingerspitzengefühl hinter die Arbeit und feilt mit einer Feile Unebenheiten heraus. Dies macht er am hinteren Teil der Scherenblätter, damit die Schere reibungslos läuft. Am Schluss wird die Schraube noch angezogen oder gelockert damit die Schere ohne grosse Anstrengung gebraucht werden kann.

-Verkauf-

Mit viel Freude und gutem Gewissen kann er nun die geflickten und perfektionierten Scheren an den Kunden zurückgeben.

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