Olympus OM-D E-5MarkII praxistest

Praxistest OLYMPUS OM-D E-M5 MarkII von Eric Berger und Maximilian Marques Lottmann

Copyright by Maximilian Marques Lottmann

Im Februar stellte OLYMPUS die neue OMD E M5 MarkII vor und versprach eine Reihe von Superlativen. Den leistungsstärkste 5-Achsen-Bildstabilisator weltweit. Die weiterentwickelte Version dieser außergewöhnlichen OLYMPUS Technologie kompensiert fünf verschiedene Arten von Bewegungen und erreicht damit eine um fünf EV-Stufen kürzere Verschlusszeit. Durch die direkte Integration in das Gehäuse der Kamera wirkt der 5-Achsen-IS der Mark II Verwacklungen entgegen – unabhängig vom verwendeten Objektiv. Dies gilt für Fotos und Videos gleichermaßen – auch bei schlechten Lichtverhältnissen und extremen Vergrößerungen.

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Maximilian Marques Lottman und ich hatten die Gelegenheit dieses neue OLYMPUS Model in Spanien einem Profifraxistest zu unterziehen. Beim Einschalten lässt sich die E-M5II mit 1,7 s eine knappe Sekunde mehr Zeit als die E-M1. Die Serienbelichtung der E-M5 von 8,5 B/s beschleunigt Olympus in der E-M5II auf über 10 B/s. Bis zu 15 JPGs- und 11 RAW-Fotos kann die E-M5II in Folge aufnehmen. Auf den Tiefpassfilter hat Olympus verzichtet, was sich bei der Schärfe positiv auswirkt.

Perfekte Maße

Ein wesentlicher Vorteil des spiegellosen Micro Four Thirds Standards ist die reduzierte Gesamtgröße und das geringere Gewicht der Kamera, vor allem im Vergleich zu den kunststoffbeschichteten Gehäusen der meisten digitalen Spiegelreflex-Modelle. Ballast, wie schwere Stative oder Gyro-Rig, sind dank des 5-Achsen-Bildstabilisators der Mark II unnötig. Die neue OM-D mit ihrem Gewicht von 419 g (Gehäuse) ist auf minimale Abmessungen und maximale Mobilität ausgelegt. Ein robustes, staub- und spritzwassergeschütztes sowie frostsicheres Gehäuse aus Magnesiumlegierung fügt sich perfekt in das Designkonzept ein.

Herausragende Videos

Fotografen sind längst von der Bildqualität der OM-D Serie begeistert. Mit der neuen E-M5 Mark II werden auch ambitionierte Filmemacher ins Schwärmen kommen. Im Movie-Modus zeichnet die Mark II mit einer hohen Datenrate von bis zu 77 Mbit/s auf und bietet eine große Auswahl an 1080- Full-HD-Formaten an. Der Anwender hat die Möglichkeit, zwischen Bildraten von 60p, 50p, 30p, 25p oder den klassischen 24p zu wählen. Die Videoaufnahme lässt sich komfortabel über das 3-Zoll große dreh-, schwenk- und neigbare Touch-LCD verfolgen. Mit der Movie-Clip-Funktion können bis zu 16 Sekunden lange Filmsequenzen erstellt und in der Kamera editiert werden. So lassen sich beispielsweise Clips und Fotos zusammenfügen oder deren Reihenfolge verändern.

Klare Sicht

Für eine klare Sicht auf jede Szenerie, sogar aus ungewöhnlichen Perspektiven, sorgt das flexible LCD mit 1.040.000 Pixeln. Ebenso vorteilhaft ist der große elektronische Sucher mit 2.360.000 Pixeln, der mithilfe des Augensensors aktiviert wird. Er zeigt ein übersichtliches Menü mit den wichtigsten Einstellungen an, deren Effekte noch vor dem Auslösen dargestellt werden.

40-Megapixel-High-Resolution-Shot

Ein weiterer Vorteil des ultrapräzisen 5-Achsen-Bildstabilisationssystems von OLYMPUS besteht in der Möglichkeit, extrem hochaufgelöste Fotos aufzunehmen, die weit über die normale Kapazität des 16-Megapixel-LIVE- MOS-Sensors hinausgehen. Hierbei wird der Sensor zwischen den einzelnen Aufnahmen in 0,5-Pixelschritten bewegt, anschließend werden die acht Belichtungen zu einer zusammengefügt. So entsteht in der E-M5 Mark II ein 40-Megapixel-Bild mit atemberaubendem Detailreichtum und Glanz.*** Eine andere wichtige Komponente, die solch eine spektakuläre visuelle Leistung ermöglicht, ist der Bildprozessor. Die Mark II verwendet denselben TruePic VII, der auch im Spitzenmodell OM-D E-M1 zum Einsatz kommt.

Ergonomische Bedienung

Die weltbeste Technologie ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn deren Bedienelemente intelligent angeordnet sind und sich die benötigten Funktionen schnell aktivieren lassen, wie bei der neuen OM-D E-M5 Mark II. Bei ihrer Entwicklung wurden viele kleine Details berücksichtigt: Zum Beispiel sind die auf der Oberseite des Gehäuses befindliche Fn-Taste und das Funktionsrad, das jetzt etwas höher herausragt, nun leichter zu bedienen. Ähnliche Begeisterung löst die Geschwindigkeit des Autofokus aus – eine weitere für die OM-D typische Stärke. Er bietet einen Fokusbereich mit 81 Messfeldern, exzellente Leistung selbst bei wenig Licht und prädiktiven AF.

Spektakuläre Effekte und Funktionen

Obwohl bemerkenswert klein und leicht zu bedienen, steckt die E-M5 Mark II doch voller cleverer Optionen, die einfach dazu auffordern, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Im Live-Composite-Modus kombiniert die Kamera mehrere Aufnahmen, um die optimale Szenerie einzufangen. Er ist immer dann die richtige Wahl, wenn die Bewegung heller Objekte, wie zum Beispiel Sterne, Feuerwerk oder Taschenlampen beim Light Painting, aufgezeichnet werden soll. Serienaufnahmen lassen sich mit 10 Bildern/Sekunde sowie Verschlusszeiten bis zu 1/16.000 Sekunde aufzeichnen. Die Keystone- Korrektur der Kamera beseitigt stürzende Linien im Live View, ganz ohne Shift-Objektiv oder Bearbeitung am Computer. Und dank der zahlreichen Art Filter stehen auf Knopfdruck spezielle Effekte zur Verfügung.

Weil die OM-D E-M5 Mark II WLAN-fähig ist, lässt sie sich über ein Smartphone und die OLYMPUS OI.Share App fernsteuern. Und das nicht nur bei Foto-, sondern auch bei Videoaufnahmen. Die Ergebnisse können außerdem mit Geotags versehen und in sozialen Medien geteilt werden.

Große Auswahl an Objektiven

Das vielfältige Angebot an Wechselobjektiven lädt ebenfalls zum Experimentieren ein. Das neue Modell ist kompatibel mit einer umfangreichen Auswahl von über 40 Micro Four Thirds und Four Thirds Objektiven sowie einem breiten Angebot an Zubehör.

Technische Details:

OM-D E-M5 Mark II

HAUPTMERKMALE:

> Weltweit leistungsfähigstes* 5-Achsen-Bildstabilisierungs- system für verwacklungsfreie Video- und Fotoaufnahmen ohne Stativ oder Gyro-Rig. Entspricht 5 Belichtungsstufen.

> Leichtes, kompaktes sowie staub-, spritzwassergeschütztes und frostsicheres Gehäuse

> OM-D Movie Mode für 1080 Full HD 60p Video und flexible Bildwiederholraten, inklusive dem klassischen 24p

> Movie-Clip-Funktion

> Dreh-, schwenk- und neigbarer 3-Zoll-Touchscreen und großer, heller elektronischer Sucher mit automatischer Augenerkennung und 2,36 Millionen Pixeln

> 40-Megapixel-Composite-Fotos

> 16-Megapixel-LIVE-MOS- Sensor und Bildprozessor TruePic VII

> Extrem schneller Fast AF

> WLAN-fähig für die kabellose Kontrolle (Auslösen, Blende, Verschlusszeit, Live-Bulb) und das Teilen von Aufnahmen via Smartphone mit OLYMPUS OI.Share

PRO

klassisches Retro-Design, Feeling wie Analogkamera

sehr kompakt und gut abgedichtet + spritzwassergeschützt. keine Probleme im windigen, staubigen, spanischen Hinterland oder auf Wiens verregneten Straßen

wichtige Bedienelemente schnell zu erreichen, ohne ins Menü zu müssen

sehr umfangreiche Filtersammlung (Art Filter) für Jpeg

WIFI Remote Control, über Smartphone komplett steuerbar, ideal für unauffällige Street Aufnahmen mit umgehängter Cam

5 Achsen Bildstabilisator funktioniert perfekt, ermöglicht verwacklungsfreie Aufnahmen auch bei langen Belichtungszeiten (Abend - Stadt), verwendbarer ISO Bereich klar verbessert gegenüber PEN.

Touch Screen LCD in alle Richtungen verschwenkbar (super für Street) Auslösen und Fokus über Touch Bedienung

exzellenter Sucher auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, in Kombination mit dem extrem schnellen Autofokus unschlagbar für rasches, konzentriertes Arbeiten auch im LowLight Bereich (Nacht, Konzerte, …)

High Res Mode macht 8 Aufnahmen in Folge und kombiniert sie zu einem 40 Megapixel Bild (ideal für Landschaft und Architektur) KONTRA

für große Hände etwas schwer zu halten - Zubehör: Batteriegriff schafft Abhilfe

Bedienräder für Zeit und Blende sind sehr leichtgängig, verstellen sich dadurch manchmal unabsichtlich

FAZIT:

Wem es nicht auf Größe ankommt ist hier mehr als professionell bedient!

Fotos by Maximilian Marques Lottmann

Created By
Eric Berger
Appreciate

Credits:

All Rights Reserved. Copyright by Eric Berger 2015 Fotos by Maximilian Marques Lottmann

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