Entscheidungen WIe treffe ich sie?

Mein Name ist Vanessa und ich bin 17 Jahre alt. Ich besuche die 12 Klasse der Fachoberschule der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln. Hier haben wir uns mit dem Thema beschäftigt, wie man Entscheidungen trifft. Da ich das Thema sehr interessant finde, möchte ich dieses gerne mit euch teilen. Denn ich denke es gibt viele Leute die Schwierigkeiten haben Entscheidungen zu treffen und möchte euch so helfen wie ihr vielleicht das nächste Mal entscheiden könntet. Zunächst schreibe ich euch meine intrinsische Situation auf, worauf ich meine Entscheidung bezogen habe.

Fehl am Platz?

Ich musste für mein dreimonatiges Praktikum in den pflegerischen Bereich gehen. Obwohl ich keine Lust darauf hatte, dachte ich mir, dass ich in die Tagespflege gehen könnte. Hier habe ich nicht soviel mit der Pflege zutun, sondern mehr mit der Beschäftigung. So waren die älteren Leute noch nicht so alt, dass sie pflegebedürftig waren, sondern konnten noch viel alleine tun. Zum Beispiel habe ich mit den "alten" Leuten Kuchen gebacken, Spiele gespielt, wie Mensch ärgere dich nicht oder Kniffel, Bücher vorgelesen, Lieder gesungen oder beim Essenanreichen geholfen. Da ich mich für die Pflege nicht interessiere, dachte ich, dass ich dies mal ausprobieren könnte. Vielleicht gefällt es mir ja. Ich habe mich einfach darauf eingelassen.

Ich finde ich habe in dem Moment die richtige Handlung gemacht, da ich jetzt anders darüber denke. Die Entscheidung die bei mir lag , das letztendlich zu machen war, dass ich mal etwas neues ausprobieren wollte, um zu gucken, wie es in dem pflegerischen Bereich wirklich ist. Ob die Vorstellungen, die ich hatte, sich bestätigen oder anders waren. Ich würde zwar nicht für immer in die Pflege als Beruf gehen, aber bin froh, dass ich die Erfahrung machen durfte und bin positiv überrascht. Die netten Leute mit denen man zusammen arbeitet und auch die "Alten" selber waren total nett und man konnte gut mit ihnen arbeiten." Einfach mal eine neue Chance nutzen!"

"Die Dinge sind nie so wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.- Autor unbekannt

Dieses Zitat finde ich , passt sehr gut zu meiner Situation oder im allgemeinen zu Entscheidungen. Wie ich oben schon geschrieben habe, hatte ich garkeine Lust und Interesse an der Pflege. So hätte ich immer noch die negativen Gedanken zu der Pflege, die garnicht stimmen, wenn ich es nicht probiert hätte. Ich bin mit dem Gedanken dahin gegangen, dass das nichts für mich ist, aber ich habe das Beste daraus gemacht und so für mich herausgefunden, dass die Vorstellungen die ich davon hatte ganz anders sind als ich dachte. Deswegen sollte man nicht direkt aufgeben wenn nicht gleich von Anfang an alles gut läuft. Es gibt immer etwas Neues, woran man sich gewöhnen muss und denkt, dass man diese Sache nie schaffen wird und im nachhinein war die Sache einfach nur ungewohnt. Bei dem einen sind die Dinge die man tut gut und gefallen einem und der andere findet sie überhaupt nicht gut und fühlt sich unwohl. So sind die Dinge die man tut nie so wie sie sind, denn jeder von uns ist ein anderer Typ Mensch und das ist auch gut so. Aber man sollte nicht sagen, dass wie zum Beispiel die Pflege nichts für einen ist wenn man nur von den Vorurteilen gehört hat und nie selber was mit dem Thema zutun hatte. Wenn man es ausprobiert hat und immernoch findet, dass das nichts für einen ist, dann ist es auch völlig okay. So weiß man wenigstens, dass man es versucht hat und kann nach was anderem suchen. Man hat kein schlechtes Gewissen, dass man es getan hat und weiß, was man nicht tun möchte. Denn nichts ist schlimmer als "Nichts" probiert zu haben, nur weil man denkt, es sei nicht gut für einen, obwohl man es nicht einmal versucht hat.

Über den Wolken?
"Dann mache ich meine Augen zu und stell mir vor, wie es da oben wäre. Ich muss leicht sein, ich will über den Wolken sein. Ich muss frei sein, es geht hier alles so schnell vorbei." -Tim Bendzko

Das ist ein Liedtext von Tim Bendzko und heißt "Leicht sein". Ich bin im Internet auf das Lied gestoßen und finde, dass das Lied wunderbar zu meiner Situation passt. Ich kannte das Lied vorher garnicht und weiß auch nicht wie es sich anhört, aber ich finde Text dafür einfach sehr passend. Das Lied passt, weil ich mich in den laufenden drei Monaten mit den alten Leuten befasst habe und man über das "älter" werden nachdenkt und über den Tod, obwohl man selber noch sehr jung ist. Wo lebe ich später? Ist die Familie für einen da? Wie fühlt sich das Sterben an? Wo ist man nach dem Tod? Alle diese Fragen und auch noch mehrere rund um das Thema schweben einem durch den Kopf, weil man sich viel und intensiv mit den alten Leuten auseinandersetzt. Deswegen "Stell mir vor wie es da oben wäre." Und der letzte Satz, weil die Zeit in der Tagespflege ziemlich schnell vorbei ging und mir vorher alles so lange vorkam und ich garkeine Lust darauf hatte. Das soll euch nochmal zeigen, dass wenn man vorher für ein Thema kein Interesse hatte und sich damit auseinandersetzt, sich die Sichtweise auch sehr schnell ändern kann und eine ganz andere Denkensweise erschafft.

"Fischzug des Petrus" - Was hat das mit Entscheidungen zutun?

"Der Fischzug des Petrus" ist ein Psalm von Lukas 5, 2 - 7. Da geht es darum, dass Leute die ganze Nacht draußen fischen waren, aber nichts gefangen haben. Im Hafen wurde zu ihnen gerufen , dass sie weiterfischen und die Netze wieder auslegen sollten. Das ging im Hafen schlecht, also fuhren sie wieder raus. Jetzt hatten sie volle Netze und freuten sich. Sie haben nicht einfach aufgegeben und haben die neue Chance genutzt. Dies habe ich euch mit aufgeschrieben, weil ich vorher von der Pflege auch nicht begeistert war und es durchgezogen und nicht aufgegeben habe. Ich habe die Chance genutzt, etwas Neues auszuprobieren, um mir selbst ein Bild davon zu machen. Man muss etwas neues ausprobieren um sich weiterzuentwickeln. Schließlich lernt man aus Fehlern. Vielleicht habe ich dich jetzt damit zum Nachdenken angeregt.

Wie treffe ich jetzt am besten Entscheidungen?

Ich glaube heutzutage ist es viel schwerer Entscheidungen zu treffen, weil man viel mehr Auswahl hat. Man entscheidet sich ja schon über Kleinigkeiten. Ob man morgens im Bett liegen bleibt oder aufsteht, ob ich zu Fuß gehe oder mit dem Fahrrad fahre. Außerdem glaube ich, dass wir durch vieles Beeinflusst werden. Zum Beispiel durch Gefühle oder die Familie. Oder auch was mir aufgefallen ist, durch Verkäufer. Immer wenn man einkaufen geht, raten sie einem zu dem einen Oberteil oder dem anderen. Ich denke zu viel nach und sowas ist auch ein Fehler. Man sollte einfach mal auf sein Bauchgefühl hören. Denn wie wir oben beschrieben schon gelernt haben, muss nicht immer alles richtig und perfekt sein. Ich glaube aber auch, dass man sich nicht nur auf sein Bauchgefühl verlassen sollte, sondern auch denken sollte. Also sollte man zwischen Verstand und Gefühle variieren. Einfach ist es, wenn die eine Option besser erscheint als der Rest. Nur leider ist das nicht immer so.

Was ich euch damit sagen will ist, seit offen für alles was kommt und auch wenn es ein Fehler war, versuche ihn positiv zu korrigieren. Zumindest war es eine Erfahrung!

Created By
Vanessa Schulz
Appreciate

Credits:

meine Gedanken, Erfahrungen und Bilder

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