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Hartz, Regehr &Partner seit 1988

Auszüge aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum

Von Glanz und Gloria zu Hartz, Regehr und Partner. Die Gründungsgeschichte einer un(t)adeligen Vermögensverwaltung

Als ich nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre im Frühling des Jahres 1974 als junger Mann, eher durch Zufall denn durch bewusste Bewerbung, meine Stelle bei Albrecht Graf Matuschka antrat, hatte ich keine rechte Vorstellung von einer „bankunabhängigen“ Vermögensverwaltung. Dies sollte sich über die nächsten Jahre ändern. Graf Matuschka, Abkömmling eines böhmischen Landadelsgeschlechts, hatte sich mit der Gründung der „TRV Treuhandvermögensverwaltung“ zum Ziel gesetzt, die bankunabhängige Vermögensverwaltung in Deutschland als eine anerkannte Finanzbranche zu etablieren. Damit wollte er die Lücke schließen, die sich durch den stetigen Schwund der Privatbankiers im 20. Jahrhundert gebildet hatte. Hatten diese es noch verstanden, die Interessen der Vermögensinhaber loyal zu vertreten und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufzubauen, war das bei den großen, anonymen Banken und Sparkassen naturgemäß nicht mehr gegeben.

'Think big!' oder 'Mehr Schein als Sein'

Vieles von dem, was Matuschka nach außen vertrat, stieß bei mir auf große Resonanz und überzeugte mich unmittelbar: Eine engagierte Vermögensverwaltung, bei der alles dafür getan wird, das Vermögen im Sinne des Kunden anzulegen und dafür einzustehen, dass jede Entscheidung im ausschließlichen Interesse des Kunden getroffen wird und nicht durch Provisions- oder Vertriebs- interessen einer Bank überlagert wird. Dieser Gedanke war einleuchtend, aber in Deutschland neu. Von Matuschka ging eine starke Faszination und Anziehungskraft aus. Durch seine begnadete Eloquenz, seinen Habitus und seine Fähigkeit zu motivieren, verstand er es, Menschen um sich zu scharen - Kunden wie Mitarbeiter.

Bei der TRV gab es damals zwei Partner, zwei Sekretärinnen und dann mich. Wir saßen in einem eher karg ausgestatteten Büro in der Prinzregentenstraße. Wenn wir etwas zu kopieren hatten, sammelten wir die Aufträge und gingen dann zum Büronachbarn, der Architektenkammer, deren Gerät wir hier und da benutzen durften. Die Anfangsjahre im Unternehmen waren richtig spannend. Wir arbeiteten engagiert und mit großer Begeisterung und so stellte sich der Erfolg sehr schnell ein

und verwandelte das kleine, beschauliche Büro in ein florierendes mittelständisches Unternehmen. Mitte der achtziger Jahre hatte das Unternehmen TRV - mittlerweile umbenannt in die Matuschka Gruppe - 400 Mitarbeiter mit Büros von New York bis Tokio. Von der Außenansicht lief alles vorbildlich und das Ansehen des Unternehmens stieg beständig - weniger wegen der professionellen Leistung, sondern vor allem auf Grund einer geschickten Öffentlichkeitsarbeit. Und irgendwie konnte sich kein Mitarbeiter der Faszination einer wachsenden Internationalität, verbunden mit einem starken persönlichen Zusammenhalt, entziehen. (...)

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Das richtungsweisende Jahresmeeting am Tucherpark

Das erste Meeting planten wir für Ende Juni 1992 im Park Hilton Hotel am Tucherpark. Das Meeting war gezielt darauf angelegt, das Bewusstsein für unsere höhere Idee zu schärfen, also für das, worauf es uns wirklich ankommt.“ „Das ist auch ziemlich gut gelungen!“ fiel Herr Seul ein. „Hatte Herr Hartz nicht bei dieser Gelegenheit den legendären Satz ausgesprochen, der sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt hat?“ , vergewissert er sich mit einem Augenzwinkern. „Ja, das ist richtig“, erwidert Herr Reisgies. Und an mich gewandt erklärt er: „Das war ein sehr bedeutungsvoller Moment damals. Angefangen hatte Herr Hartz damit zu erklären, was wir nicht tun oder sein wollen: Wir wollen nicht reicher werden. Wir wollen nicht bekannter werden. Wir wollen auch nicht einfach mehr Kunden bekommen. Was wir wollen ist, qualitativ die beste Vermögensverwaltung für deutsche Privatkunden zu sein!“ (...)

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Blut, Schweiß und Tränen: der steinerne Weg der Einführung unseres Softwareprogramms

„Ja, das machen wir!“ Die mit dieser Aussage getroffene Entscheidung prägte das Thema Vermögensverwaltungs-Software“ wie keine Zweite in der Geschichte von Hartz, Regehr & Partner, das zu dem Zeitpunkt, als der richtungsweisende Satz ausgesprochen wurde, noch unter der Thurn und Taxis Treuhandgesellschaft firmierte. Für Banken und Vermögensverwalter ist die VV-Software bzw. ein Portfoliomanagement-System in der Regel nur Mittel zum Zweck. Nicht so bei HR&P. Sie kann in unserer Firma als das Herzstück der Unternehmensorganisation bezeichnet werden, weil sie die prozessualen Abläufe und die Struktur unseres Unternehmens vorgibt. Da ist die Berichterstattung an Kunden fast schon ein Nebenprodukt, wenn auch ein sehr Bedeutungsvolles. Schließlich wird das Reporting als ein zentrales Kommunikationsmedium verstanden, welches die Sicht des Kunden auf HR&P wesentlich prägt. Entsprechend hoch ist der Anspruch an ein technisch einwandfreies und bis in Details durchdachtes Softwareprogramm, entsprechend groß die Bereitschaft, Zeit und Geld zu investieren. „Ja, das machen wir!“ Damit wurde die Entscheidung getroffen, eine eigene VV-Software zu entwickeln. (...)

Created By
Katrin Frische
Appreciate

Credits:

Hartz, Regehr&Partner

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