Loading

Gemeinschaftsprojekt Café Endlicht wiedereröffnet

Text und Bilder: Vivien Götz, Layout: Nico Talenta

Die Renovierung war überfällig und seit gut zwei Jahren in Planung. Über den Sommer hatte das Café Endlicht an der HTWG wegen Umbauarbeiten geschlossen, seit Anfang Dezember ist das AStA-Café wieder für alle geöffnet.

Draußen fällt dichter Schnee und ein kalter Wind fegt um die Gebäude der HTWG. Umso wärmer und gemütlicher ist es im frisch renovierten AStA-Café Endlicht. Jetzt am Nachmittag drängen sich im Eingangsbereich Studierende, die sich zwischen den Vorlesungen einen Tee oder Kaffee gönnen wollen. Das renovierte Endlicht kommt offenbar sehr gut an – an diesem Nachmittag sind alle Plätze besetzt.

„Es werden eigentlich täglich mehr Getränke verkauft“,

erzählt Dennis Jendel. Zusammen mit Anton Hummel und Matthias Asche hat er die Umbauarbeiten des Endlicht geleitet. Die drei sind sichtlich stolz auf den Erfolg ihres Projekts.

Die eigentlichen Umbauarbeiten begannen zwar erst im Sommer 2018 mit dem Abriss der alten Küche, die Planung war aber deutlich aufwändiger und hat beinahe zwei Jahre in Anspruch genommen. Unterstützt wurde der AStA bei der Planung vor allem von der Dekanin der Fakultät Architektur Myriam Gautschi und einem Architektur-Studenten aus dem 3. Semester. Dennis, Anton und Matthias betonen alle drei die ausgesprochene Gemeinschaftsarbeit, die den Umbau erst möglich gemacht hat.

„Insgesamt waren es über 50 Projektbeteiligte“,

erzählt Anton stolz. Neben den Studierenden und der Dekanin seien auch die Mitarbeiter der Werkstätten eine große Hilfe gewesen. Dadurch, dass so viel in den Werkstätten gefertigt wurde, konnten sie die Kosten niedrig halten. Rund 67.000 Euro aus Qualitätssicherungsmitteln und nochmal rund 5000 Euro von den Fördergesellschaft der HTWG hätten zur Renovierung des Endlicht zur Verfügung gestanden. Viele Arbeiten haben die Studierenden deshalb auch selbst ausgeführt.

„In der Endphase waren wir hier 24/7“,

erzählt Matthias.

Heute ist viel los. Alle Tische im hinteren Bereich sind belegt.

Das Besondere an diesem Projekt war die Begeisterung und Zuverlässigkeit, mit der alle Beteiligten bei der Sache waren, erzählt Dennis. Die Planung mit öffentlichen Geldern und der damit verbundene bürokratische Aufwand seien beträchtlich gewesen. Daher war es umso wichtiger, dass alle verlässlich an einem Strang gezogen haben. Um das außerordentliche Engagement der Studierenden zu würdigen, wurde im Lounge Bereich eine Tafel angebracht, auf der alle Unterstützer_innen verewigt wurden. Auch zahlreiche Firmen seien ihnen entgegengekommen, um das Studi-Projekt zu unterstützen, sagt Anton Hummel.

Neben einer neuen Edelstahlküche, die dem zunehmenden Ansturm an Gästen standhalten soll, hat das Café auch neue Möbel und eine neue Beleuchtungsanlage erhalten. Dafür haben Architekturstudierende im Ramen eines Seminars mit einem Lichtplaner aus der freien Wirtschaft zusammengearbeitet. Ein eigens für das Endlicht ausgearbeitetes Lichtkonzept war das Ergebnis.

Der Lounge-Bereich ist mit gemütlichen Sesseln ausgestattet und soll Raum für Besprechungen und Lerngruppen bieten.

Auch über die Aufteilung des Raumes hat man sich bei der Planung viele Gedanken gemacht. Im Eingangsbereich gibt es hohe Tische und Hocker: der „Bar-Bereich“ ist eher für einen schnellen Café und eine kurze Pause gedacht. Gemütliches zusammensitzen ist im hinteren Teil des Raumes und im erhöht gelegenen Lounge-Bereich möglich. „Gerade sitzen da ein paar Profs und halten eine Besprechung ab“, erzählt Anton stolz. Das Café werde wirklich gut angenommen und von Studierenden und Mittarbeitern der Hochschule offenbar gleichermaßen geschätzt.

Die Arbeit hinter der Theke des Café Endlicht stemmen die Mitglieder des AStA nach wie vor ehrenamtlich . Da der AStA an der HTWG im Gegensatz zur Uni nach wie vor nicht verfasst ist, wurde für den Betrieb des Endlicht extra ein Verein gegründet. Seit der Wiedereröffnung hat das Projekt auch über die Gruppe der Studierenden hinaus viel positiven Anklang gefunden. Inzwischen hätten schon Mitarbeiter der Verwaltung und einige Professoren angeboten, eine Schicht hinter dem Tresen zu übernehmen, erzählt Matthias begeistert.

Sophie und Christian arbeiten wie alle im Café Endlicht ehrenamtlich.

Die Campuls berichtete in einer Print-Ausgabe vor zwei Jahren schon einmal über das Café Endlicht. Damals war das Renovierungskonzept erst eine grobe Idee und steckte noch in den Kinderschuhen. Das Ziel hatte Matthias Asche aber damals schon klar vor Augen. Das Endlicht solle nach dem Umbau zur Schnittstelle zwischen dem AStA, den Studierenden und dem Lehrkörper werden. Wenn man sich jetzt im Endlicht umschaut, dann kann man Matthias, Dennis, Anton und alle ihre Mitstreiter_innen zu ihrem Erfolg nur beglückwünschen.

Created By
Campuls Hochschulzeitung
Appreciate

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a copyright violation, please follow the DMCA section in the Terms of Use.