A TASTE OF MORGEN ‘BMW i8’ Plug - in - Hybrid

Paul Harris

Dank BMW können Sie jetzt einen rassigen Sportwagen fahren, ohne das Gefühl zu haben, gewissermaßen persönlich an der Zerstörung unseres Planeten beteiligt zu sein. Allerdings müssen Sie akzeptieren, dass – wie unser Testfahrer Harald Pavlas beschreibt – es noch nicht möglich ist, den Hybrid mit Höchstgeschwindigkeit ausdauernd über eine Rennstrecke zu jagen. Die Batterien entladen sich bei einer derartigen Fahrweise in kürzester Zeit und sie zu laden dauert nun mal um einiges länger, als den Tank mit Benzin zu befüllen. Dieses Problem sollte also noch gelöst werden, um Spaß daran zu haben, mit einem Hybrid Rennen oder mehr als sportlich zu fahren. Aber, ich kann mir vorstellen, dass die Techniker von BMW alsbald mit einer praktikablen Lösung aufwarten werden. Ob Rennstrecke oder nicht: es ist in jedem Fall ein pures Vergnügen, unter reger Anteilnahme der Passanten, den coolen BMW i8 durch die Wiener City zu fahren – egal ob mit einem fast lautlosen woossshh oder einem geräuschvollen brumm-brumm!

fotos: PAUL HARRIS

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Der BMW i8 ist das erste Plug-in-Hybrid Fahrzeug der BMW Group und der weltweit progressivste Sportwagen. Die Kombination aus BMW eDrive Technologie und BMW TwinPower Turbo 1,5-Liter-3-Zylinder-Benzinmotor vereint die Vorteile von Elektro- und Benzinmotor zu einem außergewöhnlichen Fahrerlebnis. Die Kombination aus einem Elektro- und einem leistungsstarken Benzinmotor ist das Fundament für einen der innovativsten Sportwagen unserer Zeit. Der sportliche Charakter des Fahrzeugs ist jederzeit spürbar: Das präzise Zusammenspiel von Verbrennungs- und Elektroantrieb sorgt gleichermaßen für Effizienz und Dynamik. Die Kraft der beiden Motoren wird ohne Zugkraftunterbrechung über alle vier Räder auf die Fahrbahn übertragen. Schon beim leichten Antippen des Pedals liefert der 96 kW / 131 PS starke Elektromotor an der Vorderachse sein maximales Drehmoment von 250 Nm und beschleunigt das Fahrzeug souverän. Doch das ist erst der Anfang: Gemeinsam mit dem neu entwickelten 1,5 Liter-3-Zyinder Benzinmotor mit BMW TwinPower Turbo Technologie und 170 kW / 231 PS an der Hinterachse beschleunigt der neue BMW i8 in 4,4 s von 0 auf 100 km/h. Die Verbrauchs- und Emissionswerte liegen dabei auf Kleinwagenniveau. (EU-Testverbrauch: 2,1 l / 100 km, CO2-Emissionen: 49 g/km). Der Tankinhalt in Österreich beträgt serienmäßig 42 Liter.

  1. Spitzenleistung: 362
  2. PS Von 0-100 km/h: 4,4 sec
  3. Top speed Hybrid: 250 km/h
  4. Top speed nur Elektro-: 120 km/h
  5. Preis(Test auto): 148.362,- euros inkl. 20% MwSt.

Normalerweise bin ich auf Rennstrecken mit vielen Zylindern und hoher Drehzahl unterwegs. Heute betrete ich völliges Neuland und teste den BMW i8, eine Kombination aus nur 3 Zylindern plus Elektromotor, einem so genannten Plug-in-Hybrid. Keine Ahnung was mich erwartet. Ich warte am ÖAMTC Testgelände in Teesdorf. Als das Auto lautlos vorfährt erinnert es mich an Sience fiction. Eine utopische Augenweide. Das futuristische i8-Design, vor allem der Heckpartie, ist radikal und der Sportwagen-Gegenwart gefühlt um ein Jahrzehnt voraus. Mit vollem 30-Liter-Tank wiegt der BMW i8 gerade einmal 1.486 Kilo. Das Gewicht der Flügeltüren hat fast Rennwagen-Niveau. Kurz bevor die Tür im Schloss einrastet, fällt der Blick auf die Sichtcarbon-Leisten unterhalb des Armaturenbrettes und der Türränder. Startknopf, Getriebewählhebel, iDrive-Controller, Navi-Bildschirm – im BMW i8-Innenraum wird der Fahrer der Gegenwart zunächst nicht überrascht sein. Das fahrerorientierte Armaturenbrett ist sehr ansprechend und gibt genauso wenig Anlass zur Kritik wie die tiefe Sitzposition in den Sportsitzen mit gutem Seitenhalt. Startknopf drücken: Während draußen alles geräuschlos bleibt, meldet sich der BMW i8 im Innenraum mit einem raumschiffähnlichen Geräusch zum Dienst. Kein für einen Sportwagen typisches Zylindergebrüll, kein Auspuffröhren. Faszinierend wenn er geräuschlos startet und anfährt. Ich war mir zu Beginn nicht sicher, ob ich tatsächlich den Startknopf gedrückt habe. Doch gerade im rein elektrischen Fahrbetrieb sorgt der BMW i8 bei sämtlichen Passanten, vor allem aber bei weiblichen, für Verrenkungen, Bewunderung und dem Gefühl „bitte mitfahren wollen“. Ich habe genug vom geräuschlosen Elektromotor und drücke den Schalthebel nach links auf den Verbrennungsmotor. Eben noch war ich mit einem zarten Fuß auf dem Weg zum persönlichen elektrischen Reichweitenrekord, und schon brüllt von hinten dieses Verbrenner-Biest.

Der 3-Zylinder attakiert mit brachialem Sound und sprintet in 4,4 Sekunden von Null auf Hundert. So einen Speed hätte ich dem Teil niemals zugetraut! Im rein elektrischen Modus wird von einem 96 kW starken Hybrid-Synchron-Elektromotor die Vorderachse angetrieben, dann auch noch die Unterstützung seines Dreizylinders mit 231 PS, der die Hinterachse antreibt. Insgesamt 362 PS Systemleistung, da kann man sich wirklich nicht beschweren. Trotz dieser starken Leistung schafft der BMW i8 den Traumwert von 2,1 Liter Verbrauch pro 100 km. Ein Hochdrehzahlwunder ist der BMW i8 zwar nicht, trotzdem begeistert er mich mit seinem guten Durchzug über den gesamten Drehzahlbereich. Die elektrische Servolenkung erfordert eine kurze Eingewöhnungsphase. Im Comfort- oder Eco-Pro-Modus sind die Lenkkräfte synthetisch leichtgängig. Im Sportmodus ist das ganze Lenkgefühl dann deutlich straffer. Die Serienbereifung des BMW i8 (195/50 vorne und 215/45 hinten) haben wir nicht im Test. Unser BMW i8 im Test trägt 215/45er- vorne und 215/45er- auf der Hinterachse. Damit ist eine höhere Kurvendynamik sichergestellt. Das gut abgestimmte Fahrwerk fällt kaum durch Rollneigung auf. Im Gegenteil – der BMW i8 bewegt sich leichtfüßig. Die Traktion des Allrad-Hybrids fällt je nach Lenkwinkel unterschiedlich stark aus. Ein befürchtetes Untersteuern wegen der doch schmalen Reifendimension blieb jedoch aus. Innerhalb von einer halben Stunde schrumpfte der Ladezustand auf zwei Prozent. Das lag jedoch mehr an meiner Fahrweise. Durch den hohen Vollgasanteil sank auch die Leistung spürbar. Alles in Allem ein großer Spaßfaktor mit einem spannenden Auto, mit hohem Auffall-Effekt, sensationellen Werten, die mit so manchem Supersportler durchaus mithalten können, und unsere Umwelt kommt auch nicht zu kurz.

Harald Pavlas fährt bei den österreichischen Porsche Cup Meisterschaften „Alpenpokal“ mit einem Porsche GT3 und hat im 2015 die Meisterschaft gewonnen.

Harald Pavlas Geschäftsführer Chanel Österreich - foto: Paul Harris
fotos: Paul Harris

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