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Unterwegs mit Rosalie in Süditalilien 2016

Dieser Reiseblog beginnt ganz am Ende der Reise, wer von Anfang an lesen möchte, bitte erst ganz nach unten scrollen, dann könnt Ihr chronologisch lesen.

07.03.2016 In Bettona sind wir gut angekommen. Unsere Rundreise neigt sich dem Ende zu. Gemeinsam mit Tanjas Eltern werden wir am Mittwoch nach Jesolo fahren und dort noch zwei oder drei Tage verbringen. Unser Reiseblog endet jedenfalls hier, nach gut 16 Tagen. Wir haben die Stiefelspitze umrundet und können sagen, es war eine schöne Reise mit guten Eindrücken. Nette Menschen, schöne Landschaften, bestes Essen, nur das Wetter war uns etwas zu kühl und wir hatten nicht soviel Möglichkeiten, draußen vor unserer Rosalie die Stühle aufzustellen. Da wird ein VW-Bus dann doch ganz schön klein, aber dank Heizung haben wir nicht gefroren. Nächstes Mal muss es etwas wärmer sein, damit wir mehr Zeit draußen genießen können. Der erste Test wurde aber sehr gut bestanden, die nächste Reise wartet bestimmt schon auf uns. In diesem Sinne, bleibt neugierig und bis bald auf unserer nächsten Tour.

06.03.2016 Leider ist das Wetter immer noch sehr windig und kühl, im Vergleich zum Norden allerdings um längen besser. In Turin liegt ein Meter Schnee, da geht es uns noch gut. Trotzdem beschließen wir uns in Richtung Norden auf den Weg zu machen, zunächst nach Bettona zu Tanjas Eltern und dann weiter Richtung Venedig nach Jesolo. Das Wetter soll besser werden, aber der Schnee in den Bergen grüßt bereits vom Strand aus.

Unsere nächste Station heißt Lesina, an der gleichnamigen Lagune. Der Platz ist total unscheinbar, direkt am Wasser, neben einem kleinen Lokal, aber der Inhaber ist sowas von freundlich, und macht uns abends eine leckere Fischplatte. Warme Duschen und ein Frühstück gibt es obendrein.

05.03.2016 Wir machen uns auf den Weg Nach Peschici und fahren die Küste entlang. Der Weg ist wirklich einmalig schön, auch das Städtchen Vieste macht einen guten Eindruck auf uns, nicht nur wegen dem leckeren Essen in einem Lokal. Unterwegs kaufen wir noch Oliven ein. Allerdings sind die beiden Camperplätze in Peschici eher enttäuschend. Der eine bei einem Agritourismo gleicht eher einer Schlammwüste in den Olivenhainen, und der andere befindet sich direkt neben drei Straßen, zwei davon die Hauptstraßen und sieht auch nicht gerade einladend aus. Also geht es weiter.

04.03.2016 Leider hat das Wetter umgeschlagen, es ist bewölkt, windig, regnet, die Sonne scheint, kühl, also alles nicht so prickelnd. Wir sind mit dem Bus nochmal nach Manfredonia gefahren, Zitronen vom Markt ganz frisch einkaufen (für Limoncello) und haben uns dann in den Bars rumgetrieben, bis der Bus wieder zurück fuhr. Glücklicherweise hat Rosalie eine tolle Standheizung und wir genügend Lesestoff, so dass wir es uns im Bus gemütlich machen können.

Im Hinterland geht es nach San Giovanni in Rotondo, für alle Kenner der Geburtsort von Padre Pio, einer hier sehr verehrten Person. Uns haben aber die Landschaften mehr beeindruckt als das Städtchen. Umso besser war das Abendessen mit Orechiette con Cime di Rapa, kleine runde Nudeln wie Ohrläppchen mit Stängelkohl.

03.03.2016 Dicht am Beginn des Gargano liegt das Städtchen Manfredonia. Das mussten wir natürlich besichtigen. Es hat eine nette Fußgängerzone mit kleinen Geschäften, Bars und wir schlendern so durch die Straßen und lassen uns treiben. Außerdem gibt es eine Befestigungsburg, die wir aber links liegen lassen und uns lieber auf machen nach Monte Sant´Angelo, einem Bergstädtchen 800m über dem Meer mit traumhaftem Blick und interessanter Architektur.

Dann kamen wir wieder ans Meer in der Nähe von Manfredonia in Apulien, vorbei an Salinen mit einem Haufen Salz, das würde für mehrere Winter bei uns reichen. Dort leben auch ganzjährig Flamingos. Heute sind wir wieder auf einem Campingplatz und genießen unsere eigene Küche in Rosalie, aber noch viel mehr eine warme Dusche und ein endlos langer Sandstrand nur für uns bei Sonnenschein.

Dann ging es weiter durchs Hinterland, und das ist wörtlich zu nehmen. Kaum ein Auto, Schafherde auf der Straße, Olivenhaine und Weingärten, keine Menschen.

02.03.2016 Auf unserem Agritourismo waren wir die einzigen Gäste und das Ristorante hat extra wegen uns aufgemacht und gekocht, was für ein Service!! Die Nacht war sowas von ruhig, und dann gab es in der Bar nur für uns Frühstück italienisch, also Cappucino und Hörnchen mit Creme. Aber der Berg ruft, also mehr das Castel del Monte. Echt beeindruckend die ganze Anlage.

01.03.2016 Die heutige Strecke führt uns weiter nach Apulien, genauer gesagt erst einmal nach Süden in das Städtchen Alberobello, eine Unesco-Weltkulturerbe-Stadt. Die Landschaft glänzt mit vielen Olivenbäumen, Mandelbäumen in Blüten und ist streng strukturiert mit tollen Trockenmauern, ein Traum für jeden Landschaftsgärtner. In der Altstadt, aber auch schon außerhalb, gibt es zahlreiche Trulli mit Läden, Bars, Restaurant, sogar eine Kirche ist dabei. Das sind Steinhäuser mit spitzen Dächern aus dem Mittelalter. Wir flanieren durch das Städtchen und genießen die Ruhe, denn es ist Nebensaison und nichts los. Ein paar Souvenirs müssen aber schon sein, bevor es weiter geht nach Castel del Monte, der Stauferburg in Italien von Kaiser Friedrich II. Schon von weitem sieht man diese einmalige Burg, deren Besichtigung aber erst morgen auf dem Programm steht.

29.02.2016 Der Weg nach Matera führt uns zuerst zu einer Cantina, etwas Wein kaufen. Wir finden das Weingut Librandi und kaufen in der bekanntesten Weingegend von Kalabrien ein. Dann geht es durch die Basilikata mit seinen typischen Hochebenen. Wir kommen am Nachmittg auf unserem Agritourismo an und erfahren erfreut, dass es einen kostenlosen Bus nach Matera gibt. Wir schlendern durch diese einmalige Stdt mit seinen Höhlenwohnungen, die bis heute bewohnt werden, genießen eine Prosecco an einer Piazza und essen gemütlich ein Eis. Das ist alles sehr beeindruckend, auch die Landschaft mit der Schlucht am Rande von Matera, da kann man nur staunen.

Am Nachmittag war dann erstmal Waschtag angesagt, mit unserer eigenen kleinen Waschmaschine, kann ich nur empfehlen für alle Rucksackreisenden (Scrubba Washbag). Hat wunderbar funktioniert, nur das Trocknen dauert heute etwas länger mangels Sonnenschein. Morgen geht es dann weiter, unser Ziel ist Matera. Andiamo amici..

28.02.2016 Heute war ein stürmischer Tag. Wir wollten eigentlich nur im Wind am Meer laufen und die Wellen beobachten, aber dann kamen wir an einer schönen Bar vorbei mit leckeren Süssigkeiten, und dann fanden wir eine kleine Trattoria, ein reines Fischlokal, von außen wie Spelunke, kommt man nur rein wenn man klingelt, und innen schön rustikal mit tollem Fischessen und Vino Spumante. Genau das richtige für unser Jubiläum, denn heute sind wir auf den Tag genau 20 Jahre zusammen!!! So schnell vergeht die Zeit, so schön war die Zeit....

27.02.2016 Unser Tag begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am Meer, den wir direkt von unserem Bett in Rosalie sehen konnten. Dann ging es los entlang der Küste. Zwischen der Straße und dem Meer verläuft meistens die Bahnlinie. Schön für die Bahnreisenden, schade für uns, aber wir sehen immer wieder schöne Strände. In Stilo besichtigen wir das kleine Bergstädtchen mit einer der vollkommensten Bauten aus byzantinischer Zeit. Das Kirchlein ist nur 6x6m groß, gekrönt von 5 Türmchen, aber strahlt ganz viel Ruhe aus. Nach soviel Kunsthistorie kommt uns ein MIttagessen am Strand mit frischem Fisch gerade recht. Dann geht es vorbei an Catanzaro mit seinen hässlichen Vorstädten und Cosenza, was man auch nicht gesehen haben muss, nach Cirò Marina, unserem Übernachtungsplatz für die nächsten zwei Tage. Wäsche waschen und selbst mal ausgiebig mit warmem Wasser duschen ist das Ziel, bevor es weiter geht.

26.02.2016 Hinein ins Getümmel, nach Reggio di Calabria, mit einer wunderschönen Strandpromenade. Aber vorher geht es an die Meerenge nach Messina, der kürzesten Entfernung zu Sicilia. Leider war es etwas trüb heute, aber für einen Fotostopp hat es gereicht. Genauso wie uns der Verkehr in Reggio zu schaffen macht, aber Rosalie macht sich extra schlank durch die Gassen und wir hatten sogar einen Parkplatz direkt an der Promenade. Aber das ist uns dann zuviel Trubel, nach einem Capuccino in der Fußgängerzone geht es weiter an die Südspitze des Stiefels. Leider verpasse ich die Abahrt nach Pentidatillo, einem verlassenen Dorf in den Bergen, aber die Uferstraße ist so schön, die Sonne scheint, dass wir nicht an Umkehr denken. Wir haben einen sehr schönen Übernachtungsplatz direkt am Meer, für null Euro, neben ein paar anderen Campern und genießen den Nachmittag in der Sonne.

25.02.2016 NAch einer ruhigen Nacht sind wir schon sehr früh unterwegs. Unser Ziel heute ist die Küste entlang an Orangen- und Zitronenhainen bis nach Tropea. Dieses Städtchen liegt wirklich einmalig schön, und besonders die vorgelagerte kleine Kapelle auf der Isola, das bekannteste Fotomotiv von Kalabrien, mussten wir natürlich auch fotografieren. Das Städtchen selbst ist sehr ruhig, vieles geschlossen, auch die Ristorante, aber wir haben ein leckeres gefunden. Dann ging es in den Aspromonte nach Francica, zum Übernachten in die Olivenhaine einer Frattoria. Sehr ruhig, nur Vogelstimmen, nur wir allein.

24.02.2016 Nach einer weiteren Nacht mit wenig Schlaf ging es heute weiter, über die Amalfiküste Richtung Cilento bis nach Diamante. Unterwegs haben wir Zitronen und Orangen gekaut, und natürlich das Panorama gennossen. Wow, das sind Ausblicke! Gegen späten Nachmittag kamen wir auf einem kleinen Stellplatz an, direkt am Meer mit Sonnenuntergang vor dem Camperbus, Grillwurst und Prosecco (Danke Schwiegerpapa!). Schöner kann man kaum übernachten, und ruhig ist es auch, wenn man mal vom Meeresrauschen absieht.

23.02.2016 Heute waren wir in Pompeji unterwegs, nach einer relativ schlaflosen Nacht zwischen Bahngleis, Kopfsteinpflasterstraße und Autobahn. Aber der Vorteil war, dass wir die ersten in der Ausgrabungsstätte waren. Den ganzen Morgen waren wir unterwegs, haben alle wesentlichen Gebäude angesehen und Fotos gemacht. Leider kann ich die Fotos von meiner Canon nicht übetragen, da ich ein Kabel vergessen habe. Dann halt mit der kleinen Kamera, für einen ersten Eindruck ist es okay. Nachmittags fing es an zu regnen, dann haben wir halt einen längeren Kaffeestop eingelegt. Abends waren wir sehr lecker essen, eine kleine Trattoria, Stuzzicato, direkt neben den Ausgrabungen, falls mal jemand in Pompeji wäre, lohnt sich echt!

22.02.2016 Wir sind in Pompeji angekommen. Die Fahrt verlief ruhig, nur die letzten Kilometer war der Verkehr ziemlich dicht. In der Stadt selbst war das übliche italienische Chaos, der Campingplatz ist direkt neben der Ausgrabungsstätte. Etwas laut, aber für die nächsten zwei Nächte ist das unser Standort, da wir ja die Ausgrabungen ansehen wollen. Leider war der Vesuv heute nicht zu sehen, aber mal schauen, wie es morgen wird. Dafür hängen hier noch die Orangen an den Bäumen und es blüht und grünt überall. Frühling!!!!!!

21.02.2016. Heute haben wir uns einfach nur etwas erholt. Die Sonne schien den ganzen Tag und wir räumten erstmal den Bus um, so dass wir in den nächsten Tagen hoffentlich alles am richtigen Platz haben und finden. Der Plan sieht vor, dass wir morgen eine Etappe bis nach Pompeji fahren, dort übernachten, und dann einen Tag später die Ausgrabungsstätte ansehen. Mal sehen, ob der Plan was wird. Wir haben jedenfalls den Tag genutzt für die Familie und sind abends noch bei Toscanini vorbei, leckere Pasta und Pizza, gekrönt von einem Grappa mit meinem Schwiegervater. Der Morgen kann kommen, wir sind bereit.

20.02.2016 Gestern sind wir erst einmal in Bettona angekommen. Nach einer Fahrt durch die Berge, wo sich rechts und links noch tiefster Winter zeigt, erreichten wir die Po-Ebene, mit angenehmen 15 Grad Außentemperatur. Nach einem kleinen Stopp ging es weiter, bei wenig Verkehr, bis wir am Nachmittag nach nur 9 Stunden Fahrt bei der Familie ankamen. Nach einem kurzen Prosecco ging es zum Abendessen zu Siro, in Torgiano, sehr zu empfehlen!

19.02.2016 Endlich Urlaub, und dieses Mal geht es mit unserem VW Bus, genannt Rosalie, zum ersten Mal nach Kalabrien. Ziel ist es, einmal die Südspitze zu umrunden und unbekannte Gegenden zu erforschen. Natürlich führt uns unser Weg zunächst nach Umbrien, zu den Eltern von Tanja, es liegt ja quasi auf dem Weg. Also, auf geht´s!!!

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