Afrika Botswana-Namibia-Simbabwe

Es gibt tausende von Büchern, Bildbänden und Erzählungen über den Afrikanischen Kontinent. Wer ihn bereist, erlebt hier sein eigenes Abenteuer. Mein Abenteuer soll euch einen kleinen Einblick in die wunderbare Natur von Afrika zeigen.

Mit South African Airways startet die Safari in Frankfurt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Der Start ist schwierig, die Tragflächen sind vereist und müssen mit Enteisungsmittel behandelt werden. Über 10 Stunden beträgt die Flugzeit für die fast 9000 Kilometer bis Johannesburg.

In der aufgehenden Morgensonne von Süd Afrika leuchten stolz die Farben der Airline an der Spitze der Tragfläche.

Die Nacht im Airbus 340-600 war heftig. Gott sei dank, war mein Nebensitz nicht besetzt und so konnte ich meine 185 Zentimeter Körpergröße auf einer Fläche von 90 Zentimetern verteilen. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Johannesburg, bei drückenden 28 Grad, verlasse ich Süd Afrika.

Mit einem AVRO RJ85 Avroliner geht es nach Maun, dem Tor zum Okavango-Delta in Botswana.

Tief unten erkennt man schon die ersten Umrisse des wunderbaren Kontinents.

Die Strecke ist in 90 Minuten schnell überbrückt.

Als sich in Maun die Flugzeugtür öffnet, zeigt sich das wahre Afrika. Sonne und lockere 36 Grand bilden das Empfangskommite. Der Checkpoint ist typisch Afrikanisch, zwei kleine Holzkisten mit je einem Uninformierten. Das Einreisevisum ist ein dünnes DinA6 Zettelchen. Ausfüllen und ab zum nächsten Checkpoint! Auch wenn ich das Land nicht verlasse, extreme Abflugkontrollen. Die Schweißperlen auf der Stirn sind nicht nur von den extremen Temperaturen. Geschafft, der Fußweg über das Rollfeld wird angetreten.

Und da steht es schon, das Buschflugzeug, das mich in den nächsten 10 Tagen In den Ländern:

Botswana, Simbabwe und Namibia begleiten soll.

Flugsafari auf höchstem Niveau

Meine erste Station ist die Leroo La Tau Lodge im Makgadikgadi Pans National Park in Botswana. Wir sind eine kleine Reisegruppe, zwei Pärchen und ich! Der Empfang in der Lodge ist perfekt. Schnell die Regeln erklärt. Zimmerzuweisung und schon geht es ab in den Geländewagen!

Erste Nachmittags-Pirschfahrt. Ollie, unser Guide kennt sich hier bestens aus!

Elefanten auf dem Weg zum Fluss

Hippo-Kräftemessen

Löwenrudel mit den Männchen: Blondie und Blacky

Geschwisterliebe

Secretary Bird

Die einen warten auf ihr Mittagessen, die anderen zeigen ihre Schönheit.

White Backed Valture - Go Away Bird - Greater Blue Eared Starling

Lilac Breasted Roller

Die erste Nacht war traumhaft. Kein Motorengeräusch, kein Summen eines Elektrogerätes, nur der wohlige Klang der Natur erhellte meine Sinne. Es ist kein normaler Bungalow, sondern eine kleine Panorama-Wohnung. Ob im Bett, unter der Dusche, auf der Toilette oder der Terasse, immer hast du einen gigantischen Blick auf die Tierwelt. Auch den morgendlichen Weckservice übernimmt hier die Natur!

Zaghaft leuchten die ersten Sonnenstrahlen in dein Bett.

Jeden Morgen das gleiche Schauspiel, "Sunrise"! Unermüdlich steigt die Sonne in die Höhe und vertreibt rasant die morgendliche Kühle. Nach einer halben Stunde ist das Thermometer schon wieder über 30 Grad geschossen. Unerbittlich schickt sie die alles aufsaugenden Strahlen auf die Erde. Die Tiere ziehen sich schnell vom Fluss in den schattenspendenden Busch zurück.

Schon steht wieder der Flugkapitän mit seiner Maschine von Safari Air bereit für den 50 minütigen Flug in den Moremi Nationalpark.

Camp Xakanaxa, auch hier liegen die zwölf Wohncamps wieder direkt am Wasser. Per Boot oder Geländewagen finden die Touren morgens oder Nachmittags statt. Wer möchte, kann sich im sprudelnden Pool direkt an der Flussseite von der Strapazen der Safaritouren erfrischen.

Sundown von der Terasse

Das Camp Xakanaxa ist nicht zu vergleichen mit der Leroo La Tau Lodge. Es ist ein Camp direkt am Fluss und die 12 komfortablen Zelte sind weitläufig aufgestellt Auch hier gilt, "Safety First". Für den abendlichen Weg zum Zelt, wird jeder von einem Ranger begleitet. Bei der Einführung dachte ich mir natürlich meinen Teil! Schnell merkte ich, hier ist Wildnis pur. Die Hippos und Wasserbüffel kennen keine Grenzen, sie liegen in der Camp-Anlage oder vor deinem Zelt. Die dünne Fliegengittertür verspricht nicht viel Sicherheit. Ein mitreisendes Ehepaar hatte das schnell erfahren, sie hatten Süßigkeiten im Zimmer liegen. Während des Brunches wurde von einem Affen "Bamboo" die Tür aufgebrochen und er bediente sich der Leckereien. Er hinterließ eine totale Verwüstung.

Ein Ranger berichtete mir, das sei nicht alles! Im Camp leben auch Python-Schlangen mit einer Länge von bis zu 5 Metern. Sie fressen die kleinen Tiere.

Hier wird mir erstmals bewusst, in welcher Sicherheit wir uns in Deutschland wiegen. Adrenalinausstösse sind hier an der Tagesordnung. Wenn du innerhalb des Camps auf ein größeres Tier stößt, bist du innerhalb von Sekunden hellwach. Angst muss man eigentlich nicht haben, denn es sind immer ein paar wachsame Augen da. Die Ranger und Angestellten erkennen sofort jede Gefahr.

Meine Reisetasche liegt jetzt gut verstaut in dem kleinen Badezimmer und der Fotorucksack ist jetzt immer am Mann.

Die Pirschfahrten sind hier komplett anders. Hier grünt und blüht alles! Das Wasser aus dem Okawango-Delta verwandelt die Gegend in eine kleine Oase. Tiere sind schwer zu entdecken. Sie finden hier genügend Schutz.

Ohne Allrad läuft hier nichts, der Boden ist sandig und die Wege sehr ausgefahren. Harrison, unser Guide, macht seinen Job ganz ordentlich.

White Backed Night Heron - Marabou - Lilac Breasted Roller

Waterbuck

Wasserbüffel

Der hintere Reifen hat nicht gehalten.

Für heute Nachmittag ist eine Pirschfahrt mit dem Motorboot geplant! Es regnet, doch pünktlich um 16.00 Uhr hört der Regen auf und die Sonne gewinnt wieder die Oberhand.

Vögel fliegen erschrocken vor uns auf, die Krokodile interessiert unsere Anwesenheit nicht, doch das Flusspferd zeigt seine mächtige Stärke.

Goliath Heron - Crocodile - Hippo

Die Bootsafari war einfach gigantisch! Harrison hatte seinen Spaß, mit voller Geschwindigkeit durch die engen Kanäle zu fahren. Es war nicht nur Spaß, nein, immer wenn er einen Hippokopf auf der Wasseroberfläche entdeckte, wurde der Gashebel ins Maximum geschoben. Sicherheit stand an erster Stelle.

Von weitem sah ich ein anderes Boot und einige Personen auf einer kleinen Insel. Wow, dachte ich, die trauen sich aber einiges zu! Doch zu meinem Erstaunen, hatten die Camp-Mitarbeiter für uns einen kleinen Snack, like "Jenseits von Afrika" hergerichtet. Perfekte Kulisse, perfektes Timing.

Romantik pur!

Jeden Tag gibt es auf der Nachmittagstour so um 17.30 Uhr einen kleinen Snack, den "Sundowner". Jeden Tag fragt der Bar-Manager, was du gerne zum Sundowner trinken möchtest. Hier werden alle Wünsche erfüllt. Die Snacks sind lecker und das Trockenfleisch von den Botswanischen Rindern ist fantastisch.

Sonnenuntergang im Boot

Zurück von der Bootsafari, wurde ich von einem Ranger zu meinem Zelt begleitet, denn ca. 20 Meter von meinem Zelt entfernt, graste ein Hippo.

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Die Nacht war heftig, mir ging ständig der Affe und die eventuell unter meinem Zelt jagende Python durch den Kopf. Und dann geschah es, ungefähr einen Meter neben meiner Zeltwand ein grunzen und schmatzen! Ein riesiger Wasserbüffel meinte, dass das Gras neben meinem Zelt wohl am besten schmeckt! Adrenalin pur, ich habe mich etwas mehr unter die Bettdecke verkrochen. Bloß jetzt kein Geräusch machen. Der Spuk war nach 30 Minuten vorbei. Jetzt ist der Rasen wieder schön kurz.

11.12.2016

Die fehlenden Stunden der Nacht, konnten am Morgen durch drei Tassen Kaffee ersetzt werden. Hellwach und mit voller Energie startete der Aufbruch zur Savute Safari Lodge im Chobe National Park. Ein Helikopter brachte uns von der Lodge zu dem kleinen Flugplatz und weiter ging es mit Safari Air in 35 Minuten in Richtung Savute Safari Lodge.

Savute Safari Lodge! Perfekt gelegen an einer Wasserstelle. Auch hier sind wieder 12 Wohnhäuser großzügig verteilt. Der Blick, wie gewohnt, direkt auf die unten liegende Wasserstelle. Mein neuer Guide hat den Namen "OBi". Lustiges Kerlchen, hat immer einen Joke auf den Lippen.

Die erste Nachmittagspirschfahrt erfüllt uns nach gut 30 Minuten mit einem kräftigen Regenguss und sehr kühlem Wind. Zügig werden Regenponchos verteilt, da der Geländewagen nicht über Scheiben verfügt. Trotz des schlechten Wetters, OB gibt nicht auf und findet einheimische Tiere.

Leopard Tortise - Melli Pied

Veroux Owl

Von Weitem rieche ich schon den Verwesungsgeruch eines toten Tieres. Es ist ein toter Elefanten, ein Festmahl für die Geier.

Die Nacht war heftig, es hat nur geregnet. Um 5.15 Uhr rappelt der Wecker. Es ist kalt und alles fühlt sich feucht an. Eine heiße Dusche und zwei Tassen Kaffee bringen den Body wieder in Schwung. 6.30 Uhr, wie jeden Morgen, beginnt die Offroadtour. Es ist immer noch kalt und die Regenponchos vom gestrigen Abend sind noch im Geländewagen. Die warme Kleidung hilft gegen die Kälte. Kaum zwei Minuten später erfolgt der erst Wolkenbruch. Schnell sind die Pisten mit Wasser gefüllt und der offene Geländewagen sucht seinen Weg durch einen halben Meter tiefe Pfützen. Ich sehe aus, wie von einem anderen Stern. Eingehüllt in einem dunkelgrünen Regenponchos, wo nur noch Augen, Mund und Nase dem entgegenkommenden Regen ausgesetzt sind. OBi hält sich tapfer, die Frontscheibe bleibt unten.

So schnell sich hier ein Wolkenbruch entlädt, ist auch die wärmende Sonne wieder im Spiel.

Elephant - Bat Ear Fox - Southern Carmine Bee Eater

Impala

Sundown

Tree Squrell

13.12.2016

Die Geräusche der letzten Nacht waren in der Savute Safari Lodge extrem. In dem unten liegenden Wassertümpel hatten sich wohl Frösche zu einer außerordentlichen Sitzung getroffen! Hunderte quakten um die Wette. Und dann ein neues Geräusch in meinem Zimmer! Alle paar Sekunden ein lautes Piepen! Licht an, und schauen, um was für ein Tier es sich handelt. Ich konnte nichts entdecken, bis mir der Rauchmelder an einem Balken signalisierte, dass die Batterie verbraucht ist. Ich habe laut gelacht und bin wieder ins Bett gegangen. An Schlaf war nicht mehr zu denken! Um fünf Uhr bin ich dann aufgestanden, unter die Dusche gesprungen und dann ab in den Frühstücksbereich! Drei Tassen Kaffee waren schon wieder notwendig, um den Body zu starten.

Das Wetter macht uns heute einen Strich durch die Rechnung, es regnet! Die morgendliche Tour haben wir nicht mehr angetreten, denn um 10.15 Uhr geht der Flieger in Richtung Namibia zur Chobe Savanna Lodge!

Dewine, unser Guide empfängt uns freundlich am kleinen Flughafen von Kasane. Grenzkontrollen: Ausreise Botswana, dann mit dem Boot über den Chobe-Fluss zum Immigration-Point in Namibia. Die Bootsanlegestelle ist eine kleine matschige Bucht. Zu Fuß geht es dann ca. 10 Minuten über einen neu angelegten, sandigen Weg, zur Einreisekontrolle. Lustig sind die kleinen Hinweisschilder!

Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir die Lodge. Sie liegt direkt am Chobe Fluss und alle Transporte finden über das Wasser statt.

Bei jeder Ankunft oder Rückkehr zu einer Lodge, wird ein feuchtes Tuch gereicht.

Auch hier sind die sehr luxuriös eingerichteten Hütten mit einer kleinen Terasse ausgestattet. Das Essen ist fantastisch. Perfekt, wie in einem gehoben Restaurant. Um 15.30 Uhr beginnt die erste Bootsafari. Die meisten Tiere haben sich in das Hinterland zurückgezogen, denn zur Zeit ist genügend Wasser vorhanden. Nur die Tiere, die im Wasser leben, lassen einen kleinen Einblick zu.

Am Abend, Regen, Blitz und Donner. Gewaltig ist der Blick über die von den Blitzen erhellte Savanne.

14.12.2016

Der Morgen beginnt mit einem zarten grau und der warme Regen gibt der durstenden Natur das lebensnotwendige Wasser.

Heute steht der Besuch eines Namibischen Dorfes an. Der Empfang ist herzlich.

Zurück in Richtung Lodge mit ein paar lockenden Krokodil-Zähnen.

Brunch wird um 13.00 Uhr gereicht. Danach ist wirklich Siesta angesagt. Um 15.00 Uhr Kaffee und Kuchen und um 15.30 Uhr ab zur Nachmittagstour. Auch hier dominieren die im und am Wasser lebenden Tiere.

Fischadler

Der Wolkenhimmel verändert ständig sein Gesicht.

Ich hatte dem Manager die Bilder vom Sundowner in Xakanaxa gezeigt. Sofort wurde, zu unserer Überraschung, auch hier ein VIP-Sundowner organisiert. Perfekt, mit Lagerfeuer.

15.12.1956

Herzlichen Glückwunsch 🎂

Es ist 5.20 Uhr und ich gehe mit dem Weckruf eines herrlichen Vogelgezwitschers in den neuen Tag. Es gesellen sich noch ein paar Frösche dazu, die das allmorgendliche Konzert abrunden.

Auf, in Richtung Simbabwe zu den Victoria Wasserfällen. Ich muss zurück zum Immigration Point. Auschecken, einchecken, auschecken!

Einreise Simbabwe! Nach der Einreise-Prozedur zu Fuß über die Grenze! Genau so habe ich mir einen richtigen Afrikanischen Grenzübergang vorgestellt. Chaos-Militär-Chaos! Geschafft, jetzt ist es nur noch eine Stunde fahrt zu den Victoria Wasserfällen.

Die A.Zambesi Riverlodge gleicht schon einem großen Hotelkomplex.

Auch hier "Safety First". Nicht wegen der großen Tiere! Nein, die kleinen sind hier das Problem! Moskitos stillen hier ihren Bedarf an Blut.

Da hilft nur "Antibrumm".

Gladis unsere Reiseleiterin spricht sogar etwas deutsch.

14.00 Uhr Hubschrauberflug über die Victoria Fälle! "Geburtstagsgeschenk"

Am Nachmittag mit dem Public Bus in die City zum Geburtstagskaffee.

Die Nacht in einem normalen Hotelzimmer war einfach nur fantastisch! Keine Vögel, keine Frösche, keine Grillen haben mich aus dem Schlaf geholt. Nach einem deftigen Frühstück geht es zu den Victoria Wasserfällen. Der Weg entlang der Fälle ist ungefähr 2,5 Km lang und mit einigen Aussichtspunkten angelegt.

Ein perfekter Vormittag! Das Mittagessen haben wir in dem gleichen Lokal eingenommen wie gestern. Die Preise im Hotel sind schon etwas überzogen. Gestern Abend hat das Dinner-Buffet mal kurz 35.00 Dollar gekostet. Gut, dafür gab es Krokodil- und Impalafleisch lecker gebraten.

Der letzte Ausflug führte uns auf den Sambesi. Es heißt ja, wer einmal den Sambesi gesehen hat, der kommt wieder. Es war eine wunderschöne Tour in den Sonnenuntergang. Eine Elefantenherde, die auf einer kleinen Landzunge am Sambesi nach Futter sucht, schenkt mir mit ihrem Anblick, die letzten ergreifenden Momente der Safari.

Mit dem Airbus A-320 geht es von Victoria-Falls nach Johannesburg. Mit einem Zwischenstopp von 5 Stunden in Johannesburg geht es weiter in Richtung Frankfurt.

Was bei uns das Rentier, ist in Afrika die Giraffe.

Shop auf dem Flughafen in Johannesburg.

Merry Christmas 🎄

Mein Dank geht an die freundlichen Mitarbeiter von:

🐘 "Desert and Delta Safari" 🐊

Leroo La Tau Lodge, Botswana 👏

Camp Xakanaxa, Botswana 👏

Savute Safari Lodge, Botswana 👏

Chobe Savanna Lodge, Namibia 👏

AZambezi River Lodge, Simbabwe 👏

Goodbye Botswana 🇧🇼

Goodbye Namibia 🇳🇦

Goodbye Simbabwe 🇿🇼

Created By
Juergen Haake
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