Was nutzt es denn? Eine Reise durch die DEHOGA Berlin-Mitgliederwelt

Kaum aufgelegt, da klingelt das Telefon erneut. René Kienker, der Justiziar des DEHOGA Berlin, ist ein gefragter Mann. „Was sind die 10 am häufigsten gestellten Fragen der Mitglieder, die Sie kontaktieren“, möchte ich wissen.

- „Was ist der Unterschied zwischen GEMA und GEZ?

- Brauche ich eine neue Kasse?

- Haben Sie AGB, die ich nutzen kann?

- Muss ich einen Grund in die Kündigung schreiben und wie muss ich sie zustellen?

- Können Sie sich meinen Pachtvertrag einmal angucken?

- Ein Mitarbeiter kommt nicht zur Arbeit. Wie verhalte ich mich?

- Kann ich vorbeikommen und mich in Gründungsfragen beraten lassen?

- Wie komme ich aus dem Vertrag wieder heraus?

- Eine Mitarbeiterin ist schwanger. Was muss ich beachten?

- Ein Gast hat storniert. Was kann ich tun?

Diese Themen oder auch Fragen zum Mindestlohn, zu Allergen- und Hygienevorschriften beschäftigen die Gastronomen und Hoteliers in der Stadt. Es geht um Detailwissen. Unsere Mitglieder stecken so tief im Tagesgeschäft, dass sie nicht umständlich recherchieren und nachlesen möchten. Sie benötigen situationsbezogen und schnell alltagstaugliche Tipps, Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Probleme. Und da unsere Beratung im Bereich Arbeits-, Tarif- und Gewerberecht inklusive der Vertretung vor dem Arbeitsgericht für Mitglieder kostenlos ist, nehmen das auch viele in Anspruch.“

„Gastronomen und Hoteliers interessieren sich für unsere Einkaufsvorteile“, ergänzt Stephanie Hoffmann, die in der Geschäftsstelle des DEHOGA Berlin für die Mitgliederbetreuung zuständig ist. „Ganz konkret habe ich neulich einem Hotel vorgerechnet, dass es den Beitrag für die Mitgliedschaft im Verband mit der Einsparung bei der GEMA wieder raus hat; es besteht ein Liquiditätsüberschuss! Durch die Mitgliedschaft bei uns erhält man 20 % Rabatt bei den Verwertungsgesellschaften GEMA, GVL, VG Wort und VG Media und alle weiteren, die noch folgen werden.

Bekanntermaßen sind die Margen in der Gastronomie und Hotellerie gering. Unsere Mitglieder schauen sehr genau, wo sie einsparen können. Über unseren Partner Vattenfall kann man beispielsweise Stromkosten sparen oder über mit uns verbundene Unternehmen Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen, bei denen wir eine Einsparung fast garantieren können. Man braucht uns nur die Unterlagen zuzusenden. Wir lassen das checken.“ Das bestätigt Steffen Kirchner, Geschäftsführer vom Loretta am Wannsee. „Ich habe in den letzten Jahren die Leistungen des Verbandes sehr häufig in Anspruch genommen. Heraus sticht, neben dem Support, den ich im Bereich Arbeitsrecht und Betriebsprüfung erhalten habe, die Einsparung, die ich durch die Versicherungspartner des DEHOGA Berlin erzielen konnte.“

Der DEHOGA Berlin ist Dienstleister und Lobbyarbeiter in einem, stets mit dem Mehrwert für seine Mitglieder vor Augen. Der Verband ist DIE Informationsquelle zu allen branchenrelevanten Themen, organisiert regelmäßig Netzwerkveranstaltungen und Möglichkeiten des zwanglosen Austauschs untereinander (zum Beispiel auf dem traditionellen Sommerfest). Der Verband lebt für seine Mitglieder und von ihnen. Deren Interessen zu vertreten – als Sprachrohr in den Bereichen Politik, Verwaltung, Presse und Öffentlichkeit – ist höchstes Gebot.

Teil des Verbandes zu sein, heißt von seinem großen Netzwerk zu profitieren. Senat, visitBerlin Partnerhotels e.V., visitBerlin, IHK Berlin, die Hotelfachschule, das Oberstufenzentrum Gastgewerbe, der IHA, die Messe Berlin, AG City u. v. m. sind dem DEHOGA Berlin nahestehende Institutionen und strategische Partner, mit denen gemeinsam an Initiativen gearbeitet wird, die den Tourismus in all seinen Facetten und Rahmenbedingungen nach vorne bringen. Es geht beispielsweise um die Integration von geflüchteten Menschen, Arbeitszeitgesetze und Tarifverträge, die Verwendung der Mittel aus der Übernachtungssteuer, Standortentwicklung von Messen und Kongressen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Ferienwohnungen, Hotelklassifizierung und das große Thema Fachkräftesicherung.

Im Wahljahr 2017 packt man gemeinsam mit dem DEHOGA Bundesverband so relevante Themen wie die steuerliche Gleichbehandlung in der Gastronomie und das Umstellen der täglichen auf die wöchentliche Höchstarbeitszeit an: Freitag länger arbeiten, dafür Montag kürzer ist schlichtweg Flexibilität, die Unternehmer*innen, Mitarbeiter*innen und Gäste im 21. Jahrhundert verlangen. Außerdem kann man zu Recht erwarten, dass die frisch zubereitete servierte Suppe in Deutschland steuerlich nicht schlechter gestellt wird als die Tütensuppe vom Discounter.

Breites Leistungsspektrum

Inhalte zu transportieren, gerade wenn es um ein so breites Leistungsspektrum wie das des Verbandes geht, ist in Zeiten, in denen die Menschen von Informationen überflutet werden, nicht immer leicht. Eine Message muss einfach sein.

Wir wollten wissen, was unsere Mitglieder über den Verband denken. Was kommt tatsächlich an bei unserer „Zielgruppe“?

Adrian Budack und seine 3 Mitgründer eröffneten im Juli 2016 die Fish & Seafood Bar Seaside in der Mohrenstraße. Wir besuchen ihn an einem regnerischen Tag, zu einer Zeit, als die Mitarbeiter noch Stühle und Tische zurechtrücken, die Fischtheke mit frischem Fisch aufgefüllt wird und die Müllmänner die Tonnen aus dem Hinterhof rollen. Top Lage, hochwertiges, liebevoll gestaltetes Ambiente, authentisch-freundliche Mitarbeiter*innen, die sich ganz offensichtlich wohl fühlen bei dem, was sie tun.

Adrian Budack & Krisztian Soha (v.l.), Fish & Seafood Bar Seaside

„Wir sind wegen der ganzen Beratungsleistungen zum Verband gekommen“, sagt Adrian Budack. „Wir hatten Fragen zum Mietvertrag und haben den Justiziar vom DEHOGA Berlin angeschrieben. Der hat uns helfen können. Auch die GEMA-Vergünstigungen sind für uns interessant oder die AGB- und Arbeits-Musterverträge. Als wir wissen wollten, wie es sich mit der Handhabung des Eichstrichs bei Gläsern verhält, konnten auch da alle unsere Fragen geklärt werden. Der DEHOGA Berlin war mir bekannt, obwohl ich von der Piloten- und Immobilienschiene komme. Den Mitgliedsbeitrag von knapp 300 Euro im Jahr habe ich mit einem Anruf des DEHOGA Berlin-Anwalts wieder raus. Ich finde, das ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Verband könnte attraktiver werden, indem mehr persönliche Gespräche geführt werden. E-Mails klicke ich weg, außer im Titel steht etwas, das mich interessiert.“

Anja Schneider, Direktorin vom Citylight Hotel, kam im wahrsten Sinne des Wortes automatisch zum DEHOGA Berlin: die Eigentümer ihres Hotels waren schon lange im Tourismus aktiv und sie übernahm alle Mitgliedschaften. 2009 hat sie angefangen, sich beim visitBerlin Partnerhotels e.V. einzubringen. Als Vorsitzende der Säule Jugend und Sport konnte Sie an den Vorstandssitzungen teilnehmen und mitarbeiten. Darüber ist der Kontakt zum DEHOGA Berlin entstanden.

„Ich kannte das Mitglieder-Magazin hogaAKTIV und wusste, dass es Rechtsberatung gibt. Aber eigentlich habe ich mich wenig mit dem Verband auseinandergesetzt. 2011 habe ich mich dann für eine ERFA (Erfahrungsaustausch)-Gruppe angemeldet und wurde darauf angesprochen, ob ich mich in den Bereich Ausbildungsberufe/Qualifizierung einbringen möchte. Ich nutze die Netzwerkveranstaltungen wie z. B. das Sommerfest und das Seminarangebot des Verbandes, wo wir unsere Azubis zur Prüfungsvorbereitung hinschicken. Auch sehe ich den Verband als Info-Quelle: Kassen-Thematik, Kennzeichnungspflicht von Allergenen, Mindestlohn… Manchmal wünschte ich, ich könnte noch weitere Angebote nutzen, die der Verband parat hat. Für Newsletter bleibt aber keine Zeit. Das geht leider oft unter im Tagesgeschäft.“

„Wir sind im Oktober Szenerestaurant 2016 bei der Initiative Berliner Meisterköche geworden und im Zuge dessen wurde uns ein Jahr die DEHOGA Berlin-Mitgliedschaft geschenkt“, sagt Lisa Meyer, Betreiberin des Rosa Lisbert in der Arminius-Markthalle in Moabit. „Wir machen Elsässer Gourmetküche und Flammkuchen mit korrespondieren Weinen.

Die Familie meines Partners Robert Havemann war damals ins Elsass ausgewandert. Uns kennt man mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ich habe die Vergünstigungen des Verbandes genutzt. Z. B. bei den Versicherungen der Signal Iduna, bei der GEMA oder bei Vattenfall. Für uns hat sich das gerechnet, weil wir hohe Stromkosten haben. Für mich ist der Verband eine sehr praktische Geschichte und ich habe das gute Gefühl, jemanden im Hintergrund zu haben, an den ich mich bei Problemen wenden kann. Das ist wie bei meinem Steuerberater oder der BGN. Ich stehe eben nicht alleine da und kann mir bei Bedarf die aktuellsten Informationen einholen. Ein Gesicht zu einem bestimmten Thema ist wichtig. Es weckt Vertrauen und Transparenz. Deswegen finde ich persönliche Begegnungen mit dem Verband wichtig. Die 250 Euro, die der Verband zahlt, wenn Mitglieder ein neues Mitglied werben, ist für mich kein Anreiz, aggressiv für den Verband zu werben. Empfehlen kann ich etwas, wenn ich davon überzeugt bin. Und der DEHOGA Berlin macht da aus meiner Sicht einen guten Job.

Created By
Grischa Puls
Appreciate

Credits:

Seaside, Citylight Hotel, Rosa Lisbert, DEHOGA Berlin

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.