Porto - heruntergekommene Häuser, kleine Gassen und blaue-weiße Kacheln -

Tag 1: Freitag, 24. März 2017

Freitagmorgen ging es in aller Früh los: man braucht zwar nur zweieinhalb Stunden von Köln/Bonn nach Porto, dafür allerdings mindestens genauso lange von Gladbeck bis Köln/Bonn. Die Gladbecker CDU beglückte uns am Bahnhof noch mit zwei Milchbrötchen, bevor wir uns so richtig auf den Weg machten.

Auf den Gipfeln des Kantabrischen Gebirges sieht man noch Schnee liegen.

Porto, die 230.000 Einwohner große Stadt im Norden Portugals, begrüßte uns dann mit eher mäßigem Wetter.

Die Capela de Santa Catarina (Santo Ildefonso). Die typisch blauen Kacheln fallen in Porto immer wieder auf.

Der historische Mercado do Bolhão ist einer der ältesten Märkte Portos. Seine Geschichte geht zurück bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhundert.

Weithin sichtbar ist die Igreja dos Clérigos mit dem 76 Meter hohen Torre dos Clérigos, den wir am nächsten Tag besteigen werden.

Die Anfang des 12. Jahrhunderts erbaute Kathedrale von Porto (Sé de Porto) ist die Bischofskirche des Bistums Porto und liegt auf einem Hügel der Altstadt, der seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Durch die vielen kleinen Gassen ging es weiter, bis...

...wir am Bahnhof São Bento landeten. Die ersten Züge fuhren hier bereits im Jahre 1896 ab und durch seine mit zahlreichen Azulejos (die blau-weißen Kacheln) geschmückten Vorhalle zählt er zu den schönsten Bahnhöfen weltweit.

Auf dem Weg durch die Altstadt sahen wir noch den Palácio da Bolsa, der früher noch Börse und Handelsgericht der Stadt war. Vor der Kirche São Francisco, deren Bau 1383 begonnen und 1425 beendet wurde, fuhr eine der historischen Straßenbahnen Portos ab.

Schließlich kommen wir am Duoro und der Ribeira an. Die historische Altstadt wurde ebenfalls 1996 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Die Ponte Dom Luís I wurde 1886 vom König Ludwig I. von Portugal eingeweiht. Ihm ist die fast 400 Meter lange und 45 Meter hohe Brücke, die von einem Schüler Gustave Eiffels entworfen wurde, auch gewidmet.

Kurz vor dem Sonnenuntergang scheint es kurzzeitig so, als ob die Sonne noch einmal kurz durchkommen würde. Leider waren die Wolken doch etwas schneller.

Nach einer leckeren Pizza ging es bei Regen noch einmal hinauf zum Kloster, um die Aussicht auf Porto bei Nacht zu genießen.

Bei strömendem Regen geht es hoch zum Kloster.

Vom Kloster Mosteiro da Serra do Pilar hat man die wahrscheinlich beste Aussicht auf die Stadt.

Tag 2: Samstag, 25. März 2017

Für den Vormittag sind die einzigen fünf Stunden Sonne des Tages (oder sogar des Wochenendes) angekündigt, weshalb wir uns früh auf den Weg machen, um die Stadt noch einmal bei Sonnenschein und blauem Himmel zu sehen.

Oben auf dem Hügel hinter den seltsamen Bäumen steht unser Hotel.

Unten am Ufer des Duoros liegen die traditionellen Boote mit den Weinfässern vor Anker.

Die Laterne sahen wir am Abend vorher noch im Regen; heute mit blauem Himmel.

Das Frühstück genossen wir mit bestem Blick auf die historische Altstadt.

Während der Himmel langsam zu zieht und die Wolken dramatischer werden, begeben wir uns die mehr als 250 Stufen auf den Torre dos Clérigos hinauf.

Die Livraria Lello zählt zu den schönsten Buchhandlungen weltweit. Bereits 1869 wurde im heutigen Gebäude die Buchhandlung Livraria Chardron eröffnet. Die Autorin J. K. Rowling lebte Anfang der 1990er Jahre für einige Jahre in Porto und soll in der Buchhandlung einige Ideen für ihre Harry-Potter-Werke gesammelt haben.

Im kleinen Nachbarstädtchen Foz werden die Fische ganz frisch auf den Grill gelegt. Entlang der Straße sind mehr als 20 solcher Restaurants und durch die ganze Straße zieht sich zur Mittagszeit der Rauch der Grills.

Am Strand klart noch einmal der Himmel auf, bevor Wolken ihn für den Rest des Tages verdecken.

An diesem Punkt folgt eine kurze Nebengeschichte, die eigentlich die Hauptgeschichte ist: Beim Fotografieren der großartigen Wellen am Leuchtturm begab sich der "Fotograf" (Anmerkung der Redaktion: David) in die Gefahr, nasse Füße zu kriegen. Nachdem dies schon passiert war, steigerte der Fotograf das Risiko.

Das Rücklaufen funktionierte einige Male tadellos, bevor es beim gefühlt zehnten Mal zu einem folgenschweren Stolperer kam.

Beim Rückwärtslaufen fiel der Fotograf rückwärts auf seinen Rucksack, doch damit nicht genug: Die Welle überrollte ihn regelrecht und nur mit viel Glück konnte er seine Kamera hoch und trocken halten. Doch der Rucksack wurde - genau wie der Fotograf - von der Welle durchnässt.

Der Fotograf stand daraufhin für einige Minuten unter Schock, bis feststand, dass alle Objektive und sonstiges Zubehör sicher und trocken geblieben sind. Nachdem er schnell die zwei Fleece-Jacken, die seine fürsorgliche Mutter vorsichtshalber eingepackt hatte, gegen seine nassen Sachen getauscht hatte, dauerte die Rückfahrt zum Hotel, unterbrochen von Regenschauern, noch anderthalb Stunden.

Zum Abendessen gab es leckeren Lachs.

Tag 3: Sonntag, 26. März 2017

Es ging vormittags in den Park des Museums für zeitgenössische Kunst. Gelohnt hat es sich... nicht wirklich, aber es tat auch nicht weh. War also ganz nett.

Auch das ist zeitgenössische Kunst.
Zitronen- und Orangenbäume ließen sich an vielen Stellen der Stadt finden.

Um 13 Uhr findet das etwas verspätete Frühstück - dafür jedoch in erster Reihe am Meer - statt.

Nach einer Stunde des Wartens auf die eine perfekte Welle kam doch noch eine zumindest halbwegs perfekte und wir begaben uns auf den Rückweg.

Aufgrund des schlechter werdenden Wetters an der Küste fuhren wir noch einmal in die Altstadt, doch auch dort wurde das Wetter immer schlechter. Also ging es zum Tapas-Essen wieder zurück zur Küste.

Zur Stärkung gab es Frühlingsrollen mit Hähnchen sowie irgendwas mit Lachs, bevor wir uns durch die verregneten Gassen ein letztes Mal auf den Weg zum Kloster machten.

Ein wundervoller Ausblick auf die Brücke und die Altstadt Portos!

Tag 4: Montag, 27. März 2017

Es ist an der Zeit, die Rückreise anzutreten. Nahezu ohne Verspätung landen wir in Köln/Bonn, dafür brauchen wir dank der Deutschen Bahn dieses Mal sogar geschlagene drei Stunden nach Gladbeck.

kleine Gassen zwischen Verfall und Neubau - das beschreibt diese Stadt wohl am Besten. Viele Häuser sind so heruntergekommen, dass man lieber nicht hinter die Fassaden guckt. dennoch ist es schön, durch die vielen kleinen Gassen zu schlendern. Vieles in der Stadt wird noch oder wieder errichtet, aber es sind noch viele Jahre Arbeit. Auf jeden Fall aber ist Porto schon jetzt definitiv eine Reise wert!
Created By
David Wenderdel
Appreciate

Credits:

all photo credits © david wenderdel

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