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Bau den Lukas Das Lukasevangelium neu erzählt

Ein Interview mit Verena Tigges und Mareike Witt

Ein ganz besonderes Projekt - nicht nur für die Schülerinnen und Schüler

Über 1.000 Schüler*innen des Ev. Religionsunterrichtes in Berlin und Brandenburg bauen das Lukasevangelium aus Lego nach! Die Szenen werden fotografiert, eigene Dialoge geschrieben und so entsteht eine Comicversion des biblischen Buches.

Damit jedes Kind im Dezember ein gedrucktes Exemplar des so gemeinsam erstellten Buches in den Händen halten kann, benötigen wir Ihre Unterstützung!

Wie kommt man auf die Idee, eine Bibel mit LEGO zu erschaffen?

Mareike Witt: Der Impuls kam eigentlich von den Kindern. Unsere Aufgabe war es, den dann auch umzusetzen. Wir haben pro Jahr im Bibelkabinett Besuch von über 1500 Kindern, und die zeigen uns immer sehr deutlich, was sie interessiert.

Verena Tigges: Ein paar Legobibel - Bücher gibt es schon. Und die standen bei allen unseren Besuchern immer ganz hoch im Kurs.

Wie kam es denn dann von der ersten Idee zu einem konkreten Projekt?

Mareike Witt: Es hat sich ein überkonfessioneller Beirat gebildet, dem Vertreter kirchlicher Jugendarbeit, Lehrer und Hochschullehrer angehörten. Der hat darüber beraten, wie daraus eine gute Idee für den Schulunterricht werden könnte.

Verena Tigges: Dann haben wir das Projekt zusammen mit Religionslehrern entwickelt und in ihren Klassen getestet.

Wie groß war denn dann das Interesse in den Schulen?

Mareike Witt: Am Ende hatten wir weit mehr Anmeldungen als wir annehmen konnten.

Verena Tigges: Das war schon etwas tragisch – wir hätten uns gewünscht, dass alle mitmachen können…

Mareike Witt: … dafür haben unsere Kapazitäten aber leider nicht ausgereicht. Die Meisten von uns sind Studenten und Arbeiten nur nebenher für von Canstein. Ich habe dafür eine 20%-Stelle. Und ein ganzes Buch mit so vielen Beteiligten zu schaffen, das ist schon ganz schön viel Arbeit!

Woher kamen die nötigen Legosteine und Figuren?

Verena Tigges: Sie glauben nicht, wie viel Lego sich in Berliner Kinderzimmern verbirgt! Den Großteil des Legos steuern die Kinder selbst bei.

Mareike Witt: Nur Figuren wie z.B Jesus oder Petrus, die in sehr verschiedenen Szenen auftauchen, werden von uns beigesteuert.

Projekt 1 war die Josephsgeschichte. Nun richten Sie den Blick auf das Neue Testament. Warum das Lukasevangelium?

Verena Tigges: Der Wunsch kam aus den Klassen und von den Lehrern, am Ende wurde abgestimmt.

Mareike Witt: Die Wahl fiel auch deshalb auf Lukas, weil es dazu eine ganz neue Bibelausgabe für Kinder gibt.

Verena Tigges: Mir selbst gefällt das Lukas-Evangelium aber deswegen, weil sich Jesus dort ganz besonders den Armen zuwendet und denen, mit denen niemand etwas zu tun haben möchte.

Handelt es sich eigentlich um eine Szenenauswahl oder wurde rigoros alles aus dem Evangelium dargestellt?

Mareike Witt: Es ist uns wichtig, den Text nicht zu kürzen. Von uns wurde keine Auswahl vorgegeben - aber es waren weniger Gruppen als Text, so dass einige Texte nicht in Bildern dargestellt wurden.

Verena Tigges: Aber auch wenn nicht alles in Bildern dargestellt ist: der gesamte Text des Evangeliums soll in dem Buch abgedruckt werden, so dass es sich dabei wirklich am Ende um ein vollständiges Evangelium handelt.

Welche Perikopen waren am schwersten umzusetzen?

Mareike Witt: Ich glaube, dass jeder Text seine eigene Herausforderung hat – aber wir sind begeistert, wie kreativ alle Klassen die gemeistert haben!

Kamen die Ideen für die Umsetzung der einzelnen Szenen von den Lehrern oder den Schülern?

Verena Tigges: Von den Schülern! Darum geht es ja gerade - das wichtige in unserem Projekt ist eigentlich nicht die fertige Bibel - sondern der Prozess dahin. Dass Schüler in eine kreative Auseinandersetzung mit dem biblischen Text kommen. Die selbst erstellte Bibel dann irgendwann in den Händen zu halten, ist natürlich trotzdem etwas ganz besonderes!

Mareike Witt: Die Überreichung der gemeinsam mit vielen anderen erstellten Bibel drückt natürlich jedem einzelnen auch nochmal eine ganz große Wertschätzung für seine Arbeit aus. Und daher haben wir ja auch diesen Spendenaufruf gestartet.

Vielen Dank für dieses Interview!

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Links rund um das Projekt:

Dieses Projekt wird unterstützt durch Evangelisch-Bildungsstark.

Das Interview führte: Maria Schucklies

Ihre Ansprechpartnerin für Evangelisch-Bildungsstark.

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